Sonderfolge "Rollenbilder in der Medizin"

Shownotes

Das ist alles Eminenz-based!!! Hier gibts keine Shownotes!

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu den Pinup-Docs.

00:00:04: Ich bin Torben,

00:00:05: ich bin Dana

00:00:08: und ich bin Sophia.

00:00:10: Wie ihr merkt haben wir einen Gast dabei.

00:00:12: Sophia wird sie gleich noch vorstellen.

00:00:14: Das hier ist eine Sonderfolge die dritte Sonder Folge im Jahr zwanzig sechsundzwanzig Und die fällt ein bisschen aus dem Rahmen.

00:00:20: Deswegen haben wir für diese Sonderfolge auch keine CME Punkte beantragt.

00:00:24: Das heißt, das ist rein für euch zum hören.

00:00:26: Weil es weniger um medizinisch fachliches Wissen geht als so ein bisschen um... ich würde nicht mal Softskild sagen sondern um das drum rum was wir so vielleicht in unserem Leben alle drei erlebt haben.

00:00:41: und so ist auch die Connection entstanden dass wir uns mit dem was der die andere gesagt hat und wie identifizieren konnten Und dadurch in Kontakt getreten sind und dann drauf gekommen sind, dass wir da vielleicht ein Podcast draus machen könnten.

00:00:54: Wir sind auch gespannt was ihr dazu denkt, was wir hier sagen.

00:00:56: also wenn ihr dazu einen Kontakt treten wollt mit uns in Kontakt treaten wollt Dann macht das über die gängigen Social Media Plattformen oder unser Kontaktformular?

00:01:06: Wir werden das mit Sophia teilen und dann werden wir darauf auch darauf auch antworten.

00:01:11: Genau deswegen seid gespannt was hier kommt.

00:01:14: wie sind es auch Das?

00:01:15: das Format so haben wir noch nicht gemacht.

00:01:18: Aber erst mal zu dir, Sophia.

00:01:19: Schön dass du da bist!

00:01:20: Magst du so ein bisschen was über dich erzählen damit unsere Zuhörerinnen wissen wen welche zu Gast haben?

00:01:27: Ja vielen Dank schon für die Teilnahme und auch die Einleitung.

00:01:30: ich bin Sophia Willk-Vollmann und unsere Verbindung ist LinkedIn.

00:01:35: Über LinkedIn folgen wir uns gegenseitig nicht nur im Podcast sondern auch in den Diskussionen die dort stattfinden berufspolitisch, aber auch zu Themen aus dem Krankenhaus und bei mir vor allem auch aus dem Recht des Unternehmertums.

00:01:48: Ich bin selber Soldatin am Bundeswehrkrankenhaus in Berlin jetzt fast in meinem siebzehnten Dienst bringen Erfahrung mit Auslandseinsätze und das bringt uns zusammen So ein bisschen im Zeitbusiness, außerhalb vom Krankenhaus sich zu engagieren.

00:02:03: Das ist bei mir im Unternehmertum und in einer Praxistätigkeit.

00:02:07: Und zwar für dem Recht der ästhetischen Medizin.

00:02:09: und das Unternehmertum geht in Ausbildung und Lehre und zwar dort die Ästhetische Medizin anders zu denken inklusiver zu denken diskriminierung sensibler zu denken.

00:02:19: um mit einem reinen Frauenteam mit Ausnahme von meinem Mitgründer haben wir seit jetzt fast einem Jahr Kolleginnen geschult ärztliche Kolleginnen wie Ja, nicht nur unternehmerisch denken können.

00:02:31: Sondern auch die Medizin wieder näher an den Patienten heranbringen können mit ganz verschiedenen Erfahrungsleveln aus unterschiedlichsten Fachgebieten.

00:02:40: und das mache ich neben meiner Tätigkeit jetzt als Oberärztin im Bundeswehrkrankenhaus dort voll mit dem Fokus notvollen Medizin.

00:02:49: Ja spannend!

00:02:50: Also dein Tag scheint auch mehr als vierundzwanzig Stunden zu haben.

00:02:54: Auch wenn mir das auch schon häufiger gesagt wurde.

00:02:56: und Dana garantiert Ja, ich

00:02:58: habe zu lange gekannt.

00:02:59: Auf

00:03:00: jeden Fall ja!

00:03:02: Genau und erstmal die Frage... Ich meine Bundeswehr, Notfallmedizin das passt ja alles.

00:03:07: wie bist du zur ästhetischen Medizin gekommen?

00:03:10: Das frage ich mich manchmal auch.

00:03:12: Ich habe das mal versucht, ein bisschen zusammen zu recapitulieren.

00:03:15: Tatsächlich war es ein Zufall gewesen!

00:03:17: Ich bin damals wie das üblich war nach der Studienausbildung in die sogenannte postuniversitäre militärische Ausbildung gegangen.

00:03:26: Das ging um die drei vier Monate und war in München an der Sanitätsakademie der Bundeswehr.

00:03:31: Und dort hatte ich die Möglichkeit gehabt, tatsächlich mehr so als ja wieso?

00:03:37: bei Stand-Ein einem Botulinum-Kurs teilzunehmen.

00:03:41: Eine ärztliche Kollegin brauchte Teilnehmerinnen, die sie schulen kann für damals in Videoformaten.

00:03:47: So hat sich das ergeben und da bin ich durch Zufall der Sache reingekommen Und da ist mir aufgefallen dass es mit dem Medizinstudium Bereiche gab in der Medizin, die wir ja überhaupt noch gar nicht angeschnitten hatten und wir gar keine Ahnung hatten und unter anderem gehörte die ästhetische Medizin dazu.

00:04:05: Etliche Vorbehalte, ich bin nicht umsonst zur Bundeswehr gegangen.

00:04:08: Das war für mich immer der Weg in die Notfallmilitär-Katastrophenmedizin also so ein bisschen auch das Scharfhältende der Medizin.

00:04:16: ihr kennt das selber auch wenn man das machen möchte dann hat mal einen gewissen Fable für handfeste Medizin und destätische Medizin war für sich da ganz weit von entfernt aber sicherlich eben auch mit Vorbehalten turniert.

00:04:27: Und durch diesen Kurs und auch den Kontakt mit den Kolleginnen vor Ort habe ich zum ersten Mal gemerkt, was mir noch gar nicht aufgefallen ist.

00:04:33: Was mir gefehlt hat bislang in dieser kurzen Karriere als Ärztin.

00:04:38: Und das ist der, sagen wir mal emotionale Zugang zur Medizin.

00:04:41: die Notfallmedizin ist ein recht punktueller Blick auf die Leben der Patientinnen.

00:04:45: man merkt schon dass wir schnelle Entscheidungen treffen müssen oftmals auch im Unterzeitdruck in einem hochrisiko Arbeitsumfeld.

00:04:53: Die ästhetische Medizin ist das nicht.

00:04:55: Und die beschäftigt sich mit Leben und Perspektiven, auch in der gewissen Art und Weise sozialmedizinischen Komponenten, die ich so vorher überhaupt nicht gesehen hatte.

00:05:05: Das war ein augenöffnender Moment!

00:05:08: Aber hat mir zum ersten Mal eben auch gezeigt, wie wir durch Studium grascht sind.

00:05:13: Immer unter einem Performancedruck waren und da Konkurrenz- und Leistungsgedanke weil wir bei der Bundeswehr Credit Points sammeln mussten uns beweisen mussten mit Bewerbungsverfahren letztlich auch um die besten Plätze in Krankenhäusern.

00:05:28: wo geht es lang?

00:05:28: Universitäre Karriere Forschung etc.

00:05:31: also man hatte gewisse Marker die bestimmen wer ist gut in der Medizin?

00:05:35: Wer macht Karrieren?

00:05:36: wenn nicht?

00:05:37: So wurden wir geprimed, aber ich habe mich bis dahin nicht damit auseinandergesetzt.

00:05:41: Was tut denn meiner Patientin wirklich gut?

00:05:44: Und was führt dazu dass sie sich wieder wahrnehmen kann eine gewisse soziale Integration, eine Integration zu ihrer Persönlichkeit hat?

00:05:49: und so kam es dann zur ästhetischen Medizin und nicht nur zu dem einen Kurs sondern auch zu sagen hey es lohnt sich ja einmal da hinterzusteigen was ist noch außerhalb des blutigen Fachgebiets gibt.

00:05:59: Und dann habe ich mich weiter fortgebildet, eher so aus dem Interesse heraus nach dem Motto Ich fange nichts an was ich nur so halbherzig mache sondern schaue mich in anderen Kursen noch um.

00:06:09: und da hat mich tatsächlich eine Kollegin abgeworben also mein Dehremie gefällt irgendwie den Umgang kann etc.

00:06:15: Was man eben im Kurs auf diesem schmalen Zeitfenster boten kann und hat mich obwohl ich Der Weiterbildungsassistentin war für Anastasie in die ästhetische Praxis gebracht.

00:06:26: Also sie hat da sehr viel Effort reingesteckt und gesagt, Sophia ich will das du da arbeitest!

00:06:30: Das war gar nicht so mein eigenes Ansinnen.

00:06:33: Und so kamen das dann dazu.

00:06:35: und dass sich sagen im Nachgang war eine unglaubliche Bereicherung auch für meine klinische Tätigkeit was ich niemals hätte gedacht mit dem Bild was man von der Ästhetik hat Hätte ich mir das nicht denken können.

00:06:45: dass das also bereichernd sein kann

00:06:47: Super spannend voll interessant.

00:06:50: Ich muss ja sagen Das mit emotionalen würde ich ja in der Notfallmedizin fast als positiv sehen.

00:06:55: Ich würde mich da auch als emotionale häufig etwas distanzierter beschreiben, das ist ja in einer Notfall Medizin oder auch eine Intensivmedizin meistens eher eine Stärke dass man sich so ein bisschen emotional daraus nehmen kann zumindest für die Entscheidungsfindung nicht immer auf den Umgang mit den Patienten.

00:07:14: und ich verstehe genau was du meinst, dass einem das manchmal fehlt sich mehr auf die Patientinnen und Patienten einlassen kann.

00:07:24: Zumal, wenn man eine Notfallmedizin oder jetzt auch Intensivmedizin ansteht sie macht.

00:07:29: Wir haben sicherlich auch ein bisschen das Interesse an dem Adrenalin-Kick.

00:07:33: Ich glaub, dass muss keiner von sich streiten.

00:07:35: Das ist vielleicht zu Beginn der Karriere noch anders.

00:07:38: Aber danach kommt noch ein Leben ... Wenn wir mit den Patienten fertig sind und alle ihren Vernarbungen auf der Seele und am Körper, dann geht's erst für die Weitern.

00:07:46: Das is' oftmals ein Tag wie jeder andere.

00:07:48: Wir gehen nach Hause und schließen damit ab.

00:07:50: Sind emotional sehr geklärt.

00:07:52: Unser Leben muss weitergehen, das Leben der Patientinnen geht aber auch weiter.

00:07:56: Und ich hab schon erlebt, oftmals den Weg über Medizinfächer finden, wie zum Beispiel auch der ästhetischen Medizin mit Unterhormiopatie, Osteopathie was auch immer.

00:08:09: Weil sie keine Lösung haben in der konventionellen Schulmedizin um sich wieder zu spüren und sich wieder wahrzunehmen.

00:08:15: Und das habe ich in der Praxis häufig erlebt.

00:08:17: Das Leben nach dem Krankenhaus, nach der Notfallmedizin wenn wir fertig sind sozusagen und das macht etwas mit jemandem denn die Menschen müssen in ihr altes Leben zurückfinden oder auch so eine gesellschaftliche Resonanz widerspüren.

00:08:30: Und das war mir so nie bewusst, wie schwierig der Weg ist wieder gespiegelt zu werden sich attraktiv zu fühlen, sportlich zu fühle, gesund zu fühln.

00:08:39: Ihr kennt das ja alle wenn die Patienten ewig lange bei uns auf Intensivstation liegen.

00:08:43: Wie kaputt sie eigentlich sind?

00:08:44: Wie wenig sie körperlich können?

00:08:45: Wie ausgezerrt sie sind dass es sie haben überlebt aber leben nicht mehr.

00:08:49: In dem Fall nicht mehr ihr altest Leben und Sie können

00:08:52: sich vergleichen.

00:08:55: Mein Vater hatte eine aplastische Anämie, hat das zum Glück überstanden dass er lange Zeit als ich Abitur gemacht habe sehr sehr schlecht um ihn aus und in dieser Phase hat er irgendwann mal als er wieder bessere Blutwerte hatte gesagt ja natürlich freue ich mich aber ich möchte mich auch mal wieder mit den gesunden vergleiche können.

00:09:16: Ich möchte nicht immer nur sagen achja ist ja toll dass du jetzt irgendwie siebzig tausend Traumozyten hast sondern gesunde leute haben halt drei hundert tausend.

00:09:25: das ist mein ziel.

00:09:26: ja ich möchte nicht immer nur als der kranke gesehen werden und das sind finde ich so aspekte die du gerade angesprochen hast über die wir uns relativ selten gedanken machen.

00:09:35: Deswegen, umso wichtiger das ist für vielleicht heute mal irgendwie einen anderen Aspekt auf dieses ganze Thema werfen.

00:09:41: Ich möchte aber einhaken, seht ihr euch beide als so abgeklärt und emotional distanziert haben?

00:09:47: Und du hast es eben schon gesagt, Sophie wie ist das bei dir?

00:09:49: Es gab eine Zeit und das war bevor ich entschieden habe selber ins Coaching zu gehen dass ich von mir gesagt hab ich bin traurig um jede Träne die ich nicht geweint habe.

00:09:57: Aber das war im Moment.

00:09:58: den musste man einmal erlebt haben, insbesondere auch mit Erfahrung aus der Militärmedizin.

00:10:05: Aus den Notfallmedizin dem ständigen Vergleich auch in Klinik vielleicht auch wenn man sich erstmal von Vorstellungen losmachen musste die nicht seiner oder meine eigenen sind.

00:10:15: ich habe schon gemerkt dass ich auch durch den sehr starren Weg der Bundeswehr lange in der Karrierevorstellung der anderen gelebt hab und nicht in dem Weg den ich für mich eigentlich jetzt langsam erst entdecken darf Und das musst du sich entweder nicht glauben.

00:10:30: Das hat sich verändert auch durch die Beziehungen, die man nach außen führt sehr zum großen Teil durch Unternehmertum weil ich für mich dort nochmal gelernt habe wie es ist ein eigenes Team zu führen was mit einer hohen Einmotivation Dinge macht hätte ich nicht gedacht.

00:10:44: Ich hab immer geglaubt dass ist das Krankenhaus des Krankenhauses aber ein Biotop für sich.

00:10:47: das versteht glaube ich auch keiner der von außen drauf guckt warum wir uns das in dieser Intensität antun mit so viel Belastung und Leid.

00:10:56: Daher ist die Frage.

00:10:57: Ich hätte sie vor, sagen wir mal fünf Jahren anders beantwortet als jetzt.

00:10:59: Das

00:11:00: ist spannend!

00:11:00: Weil ich habe immer genau das als eine meiner Stärken gesehen dass ich eben sehr mit fühlend und sehr emotional grundsätzlich bin.

00:11:11: Als ich in den Rettungsdienst gegangen bin – ich hab ja mit einem FSJ im Rettungssienst angefangen – und den Weg über die Ausbildung gewählt und da habe ich in meinem Einstellungs- oder Bewerbungsgespräch gesagt, Hinkriege, dass ich irgendwie zu schwach bin.

00:11:27: Zu emotional schwach aber das habe ich dann doch irgendwie immer ganz gut in den Situationen machen können.

00:11:34: aber ich glaube ich bin da so ein bisschen zweigeteilt.

00:11:36: irgendwie kann es nicht so richtig von mir sagen dass sich immer ganz distanziert und abgeklärt sein kann.

00:11:43: Für mich die spannende Frage siehst du das als stärker oder als schwächer?

00:11:46: Sowohl als auch!

00:11:48: Und ich würde von mir auch nicht sagen also ich glaube am Patienten schon abgeklärt sein kann, gut.

00:11:56: Ich glaube ich kann das mittlerweile über jetzt viele Jahre Notfallmedizin gut differenzieren.

00:12:01: mit wem teile ich meine Gefühle zu sowas und mit wemen teile sie nicht.

00:12:06: also zum Beispiel mein Freundeskreis der nicht in der Medizine ist, der kriegt davon nichts mit weil ich ganz genau weiß...

00:12:14: Die verstörst du?

00:12:15: Genau!

00:12:17: Das kommt bei denen nicht an.

00:12:21: Gerade bei den Covid-Zeiten habe ich da noch mal viel gelernt, weil da ja viel öffentlicher Diskurs war und ich natürlich, Dana aber von dir weiß ich es auch eine ganz andere Sicht auf die Dinger hatte.

00:12:35: Du meinst jetzt im Sinne von... dass wir verstanden haben, warum es Kontaktbeschränkungen gab und so weiter.

00:12:42: Und das halt natürlich bei einem Normalu vielleicht nicht so ankam?

00:12:45: Genau!

00:12:45: Weil in meinem Freundeskreis wurde diskutiert... Also ich möchte ... Wir reden ja offen.

00:12:51: Ich möchte ein Fallbeispiel sagen.

00:12:53: Wir hatten hier bei uns in der Gegend Norddeutschland war hat uns nie so schwer getroffen.

00:12:59: Bei uns in einer Gegend eine der ersten Covid-Intubationen, sagen wir mal im Großraum Hannover.

00:13:05: diese Intubation habe ich sogar selbst gemacht, das hat es auch alles glatt gelaufen.

00:13:10: Am Ende ist der Patient verstorben bei uns auf der Intensivstation und seine Frau hätte ihn gerne besucht.

00:13:19: Anfang Covid-Zeit keine Impfung nix und seine frau war leider selbst positiv Und wir wussten dass der patient stirbt und wir wusste mir kriegen nicht an die ECMO.

00:13:29: also bei uns im haus gibt's keine ECMO und Die beiden oder die drei Zentren die zur Verfügung gestanden hatten die wollten diesen einfach zu schlechten Patienten nicht, was auch medizinisch völlig nachvollziehbar war.

00:13:41: Und ich musste dieser Frau sagen dass sie nicht kommen darf weil sie selbst positiv ist und damit quasi in Quarantäne unsere Krankenhauspolitik aber auch das Gesundheitsamt über das sich sogar noch versucht habe zu sagen können wir da nicht irgendwie einen Weg finden oder so gesagt haben.

00:14:03: Also offiziell können wir das nicht freigeben.

00:14:06: Ich in dem Moment vielleicht auch nicht den Rücken hatte zu sagen, wir machen das trotzdem ist mir egal.

00:14:12: Haben wir in der Situation auch nicht?

00:14:15: Und dieses Telefonat hat mich emotional schwer berührt.

00:14:19: aber ich wusste ganz genau wenn ich nach Hause komme und mit meinen Freunden die nichts mit Medizin zu tun haben redet dann geht es um andere Themen bei denen geht's um warum müssen wir uns hier zuhause einsperren und also... Das konnte ich mit denen nicht teilen!

00:14:30: Das kann ich denen auch nicht übeln kann man den auch nicht übernehmen.

00:14:33: Aber deswegen selektiere ich da sehr stark und selektier vielleicht auch mal nicht meine Gefühle.

00:14:39: Zulass und wann, wann nicht?

00:14:42: Das hat ja auch immer etwas zum einen Charakter davon Dinge zur Schau zu stellen.

00:14:46: Patientinnen Geschichten beispielsweise.

00:14:48: so ein gewisser Voyeurismus spielt damit.

00:14:51: das hat auch Meistens so eine gewisse Befriedigung der Umherstehenden zu tun.

00:14:56: Das ist oft ja mal so, dass die Frage dann kommt was ist das Schlimmste was euch begegnet ist?

00:15:01: Die krasseste Story.

00:15:02: Ja warum

00:15:02: fragen sie nicht nach dem Schönsten?

00:15:06: Warum fragt man nicht nach den Schönsten?

00:15:07: aber es geht meistens um etwas Negatives und das hat für mich so eine Transitionsgeilheit.

00:15:11: So ein Neuerismus am Leid der anderen.

00:15:13: so und das gibt man dann in so einer fünfzehn Minuten Story her dafür dass die Tischgesellschaft illustriert beleuchtet da eingetan ist.

00:15:20: und was macht man damit?

00:15:22: Ein Spotlight auf das Leben derer, für die in der Komma wieder zu dem Punkt sich in dem Moment alles geändert hat.

00:15:27: Und wir vielleicht emotionlos treten, die überhaupt da gar nicht hingehören, die vielleicht auch Fehler am Platz sind weil... Was löse ich denn damit aus?

00:15:37: ein Ohr und traurig.

00:15:38: und wieso geht es dir damit so und Du kannst es gar nicht auffangen und bei manchen trittst du auch Dinge los, die du nicht illustrieren möchtest.

00:15:46: Ich hatte erst kürzlich in dem Gespräch mit einem Kollegen genau dazu der wirklich auch Schreckliches in seiner Dienstzeit erlebt hat Auch mit Kindern involviert Personenschaden von seinen Kollegen.

00:15:56: Und das macht was mit denen wenn du immer wieder darauf angesprochen wirst und gar nicht den Raum hast, mit deinen Emotionen umzugehen und sich zu reflektieren.

00:16:03: Das ist auch für mich der Grund damals gewesen zu sagen ich gehe ganz bewusst in ein Coaching und entscheide mich dafür einmal kennenzulernen warum Du Emotion zurückhältst?

00:16:14: Warum Du zum Beispiel in der Notfallmedizin ja ein absoluter Chaosmanager bist?

00:16:19: Jeder von Euch wird das kennen dass wenn Du als Notärztin in den Raum kommst So, alle erst einmal erleichtert sind.

00:16:26: Weil jemand kommt und übernimmt jetzt die Situation und wird das schon regeln.

00:16:29: Und du wirst es auch regeln.

00:16:30: aber innerlich schreit dich in die ganze Zeit eine Stimme an weil du Stress hast, weil du mitunter auch verärgert bist über das Handeln der anderen Aber du unterdrückst seine Emotionen und danach kommt der nächste Einsatz.

00:16:42: Wenn du dir nichts Zeit nimmst, das zu reflektieren so was macht denn das mit deinem Körper?

00:16:45: Mit der Nackenverspannung?

00:16:47: Mit vielleicht der Herzrhythmusstörung dem Alkohol-Konsum oder deinen Nikotinverhalten

00:16:52: etc.,

00:16:52: ne?

00:16:52: Das sind so unbewusste Sachen die wir hier ansammeln und uns dann nicht wundern müssen warum wir zehn Jahre eher sterben als der Rest von uns als Schichtdienstler.

00:17:03: Schon das mal zu reflektion das fehlt mir zum Beispiel in der Kine genommen Und ich weiß nicht, ob das bei euch Ausbildungsbestandteil war.

00:17:11: Aber dieses Einbetten auch von... Wie bin ich denn zum Beispiel als jemand Führungskraft der Emotionen?

00:17:19: in einer Situation.

00:17:20: Und ab wann beginnt denn überhaupt auch Führung und Wahrnehmung meiner eigenen Emotionen, die der anderen, die zu moderieren?

00:17:26: Und vielleicht auch zur Reflektion.

00:17:28: Da muss ich sagen habe ich das nie gelernt.

00:17:29: Das hab' ich schon als Defizit erkannt um zu sagen, hm irgendjemand muss mir das beibringen weil sonst habe ich ein ganz hohes Risiko so eine fünfundvierzigjährige alte Oberärztin zu werden, die grantig ist mit sich und der Umwelt und eigentlich aufgegeben hat innerlich und nur noch

00:17:43: abarbeitet.".

00:17:47: Anders, also du hast es jetzt über den Coaching gemacht was glaube ich auch ein guter Weg ist.

00:17:50: Den Weg bin ich nicht gegangen aber sich mal von seinen Assistenten und Pflegekräften spiegeln zu lassen.

00:17:56: wer ist Torben wenn er unter Stress ist?

00:17:58: Wer ist Dana, wer ist Sophia wenn der unter Stress isst?

00:18:01: Und Torben was bist du denn wenn du unter Stress bist?

00:18:04: Ich bin Gott sei... Also was ist Gott sei Dank?

00:18:07: Aber ich bin eher leise wenn ich unter Stress bin und mittlerweile geht's glaub' ich kann, also ich schreie glaube ich selten.

00:18:20: Ich weiß dass ich auch schreihe und ich weiß jeder der Verantwortung in so einer Situation ist hat schon mal geschrieben und die dies nicht getan haben Respekt wenn sie es bewusst nicht getan habe.

00:18:32: natürlich kocht das auch mal über aber meistens werde ich eher nach außen ein ruhiger.

00:18:38: das heißt ja nicht dass es in mir ruhig ist.

00:18:40: Ja

00:18:41: ich werd eher so wenn ich meine negativen Charakterzüge sagen müsste so unterschwellig vorwürfig.

00:18:50: Alter, das musst du doch wissen und zwar in einem ruhigen Ton aber...

00:18:58: Das kann aber auch sehr reinhauen!

00:19:02: Ja ja, ich kann auch gemein werden, weiß ich, aber dann nicht mit rumschreien sondern eher So mit diesem Gefühl vermittelt, so gefühlvermittelnd enttäuscht.

00:19:13: wie blöd bist du eigentlich?

00:19:14: Also ohne dass ich sage wie Blöd bist Du eigentlich aber so musst Du doch sehen.

00:19:18: und Ja

00:19:20: sagt mal haben wir eigentlich unser thema Mal kurz definiert.

00:19:24: Wir sind nicht gleich so eingestiegen ist

00:19:27: ja auch voll gut

00:19:28: Aber nur so dass wir vielleicht einmal kurz noch besprechen warum wir uns also Was wir eigentlich grundsätzlich besprechen wollen soll mir das nachholen

00:19:36: sollte mehr nachholend unbedingt

00:19:39: Nur mal bevor wir noch tiefer in die Materie einsteigen.

00:19:42: Grundsätzlich haben wir uns nämlich gedacht, wir versuchen heute mal zu definieren

00:19:47: wie

00:19:47: wir Fachlichkeit und Kompetenz in der Medizin

00:19:50: definieren

00:19:51: und das wäre so ein essenzieller Aspekt.

00:19:55: aber ich finde gerade auch diese persönlichen Dinge grade für den Anfang gut um die Leute mit abzuholen und vielleicht jemanden in eine Position zu kitzeln, wo er sich denkt, ah habe ich noch nie darüber nachgedacht.

00:20:09: So wie du es am Anfang auch beschrieben hast, dass dich jemand anderes in diese Position gebracht hat durch den Botolinumkurs beispielsweise.

00:20:18: Genau

00:20:18: da sind wir ja so ein bisschen bei Rollenbildern in der Medizin und ich meine jetzt gehe ich mal fort definiert das klassische Rollen Bild was ja wirklich in vielen, vielen Köpfen drin ist und auch noch heute gerne in Kinderbüchern vermittelt wird, aber das ist der Arzt.

00:20:35: Und ich sage genderbewusst nicht im weißen Kittel, der ein Doktor oder Professor-Titel hat – die Schwester!

00:20:48: Das ist das Rheumbild, in dem wir immer noch stecken.

00:20:50: Ich glaube, dass es etwas, den wir uns ganz bewusst sein müssen, dass wir da drinstecken.

00:20:56: Und vor allem alle weiß, alle hellhäutig.

00:20:59: Wir haben keine Migrationshistorie abgebildet und das in einem Einwanderungsland mit je nachdem, in welcher Stadt du groß bist, arbeitest.

00:21:06: thirty-fünfundvierzig Prozent Migrationshistorien.

00:21:11: Absolut.

00:21:12: Genau unter den Religionszugehörigkeit je nach nach Krankenhauspolitik auch noch.

00:21:17: also meine über einen offensichtlich getragenes Kreuz wird sich in Deutschland keiner wundern.

00:21:22: aber ein Kopftuch löst dann schon wieder Verwunderung aus.

00:21:27: oder Diskussion, die ich auch schon mitbekommen habe.

00:21:30: Die meistens lösbar sind muss man ehrlich sagen.

00:21:32: aber Muslime die im OP ihre Unterarme bedecken wollen also muslimische Frauen was natürlich denn auch wieder hygienisch relevant ist will die Diskussion nicht aufmachen.

00:21:41: aber

00:21:42: auch das gibt es.

00:21:44: Das ist halt, das meinte ich ja eingangs schon.

00:21:47: Wir haben ein gewisses Bild mit dem wir in diesen Beruf reingestartet sind und mir hat er schon dazu geführt, mein Indirekt immer versucht dieses Bild abzubeilden.

00:21:57: Es fängt mit ganz einfachen Sachen an.

00:21:59: bei uns... war das dann aufgrund von Haun Bartalas bei der Bundeswehr ja noch ein bisschen strenger, verboten gewisse Piercings zu tragen, Sceptum-Piercing.

00:22:07: Ob das jetzt Tunnel waren

00:22:08: etc.,

00:22:08: das musste alles dann verändert und raus gemacht werden.

00:22:11: Die Haare mussten nach bestimmten Formen getragen werden wenn wir im Bundeswehrkrankenhaus sind.

00:22:16: Jetzt nicht in den Teilbereichen, in denen ich tätig bin, da haben wir Funktionskleidung an aber trägt man tatsächlich auch uniform mit Schulterklappen drauf.

00:22:23: Das hat dann auch nochmal ganz... offensichtlich eine Rolle zugewiesen als Offizier, Offizieren und das grenzt nochmal ab.

00:22:34: Und das heißt ganz visuell wirst du noch mal separiert nicht nur durch den Titel, nicht nur vielleicht durch das Bild was du in deinem Kopf hast sondern auch ganz offensichtlich sichtbar wäre diesen Kot die schiffrieren kann.

00:22:47: Das muss man erst einmal lernen und vor allem für sich vielleicht auch definieren.

00:22:51: Inwieweit möchte man so eine Rolle passen?

00:22:53: Und ich glaube einfach, ganz zu Beginn bist du nicht in der Position dieses Rollenbilds hinterfragen.

00:22:58: Weil du immer in einem Abhängigkeitsverhältnis bist und wenn Du Assistenzärztin bist oder Ärztin in Weiterbildung dann... wird dir kein Raum gegeben dich als Persönlichkeit zu entfalten, weil du auf deine Zahlen kommen musst.

00:23:10: Weil du eben nicht einfach entscheiden kannst.

00:23:12: hey in achtzig Prozent fünfzig Prozent Teilzeit tätigkeit kann ich genauso oft im OP stehen wie jemand der hunderthundertzwanzig Prozent arbeitet und die Überstunden sich nicht aufschreibt.

00:23:23: Absolut!

00:23:24: Und was wir auch festhalten müssen Medizin ist weiblich und nicht nur die Pflegenden sondern... auch die Ärztinnen oder die Ärzte und Ärzten, also die Studiengänge sind seit Jahren mit mehr Frauen belegt als mit Männern.

00:23:39: Und trotzdem ist dieses klassische Bild da und trotzdem wird sich diesen Anforderungen erst mal unterworfen.

00:23:47: Aber auch weil die Pyramide ja so ist ne?

00:23:49: Es fangen zwar viele Frauen an Medizin zu studieren Aber in Chefarztpositionen, in Oberärzten-Positionen ist es so.

00:23:59: Ich habe sogar jetzt unterbewusst Chefarstposition gesagt, weil's halt einfach seltener ist.

00:24:04: Die Frauen kommen seltene wirklich an diese oberen Positionen dran.

00:24:10: da sind unterschiedliche Faktoren glaube ich die eine Rolle spielen.

00:24:14: ganz häufig stößt man aber an so einer gläserne Decke.

00:24:17: Ich muss jetzt mal in die Presse springen für meinen Arbeitgeber.

00:24:20: Die Bundeswehr hat jetzt zum ersten vierten neue Oberärztin Posten besetzt und ich sage bewusst Oberärzinnen, weil sowohl der Bereich Rettung, Notaufnahme, Luftrettung sind alle an Frauen gegangen.

00:24:30: Also man merkt schon es verändert sich auch etwas.

00:24:33: das ist immer noch nicht selbstverständlich.

00:24:35: Eignungsleistungen und Befähigungen sollten natürlich immer den Vorrang haben.

00:24:39: aber so muss man nicht weg diskutieren wie gläserne Decke ist vorhanden.

00:24:42: wir haben Nicht nur das Geschlechter- und Diskriminierungsfaktor.

00:24:46: Und je mehr man sich wagt, dort hineinzudenken... ...und stößt man zwangsläufig auf diese Rolle.

00:24:51: Sonst stößts man zwangsläufig auch auf die Hindernisse im Berufsalltag!

00:24:55: Das fängt dem zum Beispiel mit diesen internen Sachen an,... ...die wenn ich die beschreibe nach außen.

00:25:00: zum Beispiel jetzt zu den Unternehmerinnen.... ...mit denen ich zu tun habe und sage hey Leute wir publizieren ohne dafür Geld zu bekommen.

00:25:07: Ich verfasse Arbeiten, die mich so viel Energiearbeit, Geld und Zeit kosten.

00:25:12: und muss dafür am Ende noch bezahlen, um in den Journal gelistet zu werden.

00:25:15: Und was kriege ich da für am Ende?

00:25:17: Vielleicht die Hoffnung, die Aussicht auf eine Habilitation, die mir etwas bringt.

00:25:22: Noch mehr Arbeit!

00:25:24: Noch mehr Rollen, die mit zugeschrieben werden – nicht nur die Fachlichkeit, die ich bedienen muss sondern auch einmal eine Führungskompetenz, die nie gelernt habe, die mich niemand gezeigt hat.

00:25:32: oder wenn dann so schlecht das ich sage, so will ich nicht sein.

00:25:36: Das kennt ja jeder von uns, der Chefin, der Chef Oberärztin, die man nicht sein möchte Und da hat man sehr viel auch an Dingen zu erfüllen oder auch auszufüllen, für die man eigentlich kein Raum zum Atmen halt.

00:25:48: Der Raum fehlt ja auch weil wenn wir sechszig, fünfundsechzehnte Stunden arbeiten nach Hause kommen Familie-Partnerschaften zu versorgen haben wo es die gesellschaftliche Teile haben und wo ist der persönlichen Raum das wir wachsen dürfen dass wir überhaupt eine Persönlichkeit entwickeln Wenn wir jetzt wie bei uns zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre so in dem System getriezt sind dass wir nichts anderes kennengelernt haben außer den weißen Kassarkittel Die Uniform die wir tragen

00:26:10: Absolut.

00:26:11: Das Leben ändert sich schon und das lag ich, obwohl ich aus dem Rettungsdienst komme und nun ja voran während des Studiums zwölf Jahre Rettungsthins gemacht habe.

00:26:22: Das leben ändert mit der Rolle des Arztes und das wird bei Ärztinnen genauso sein.

00:26:30: einfach noch mal fundamental.

00:26:32: Das ist anders weil im Rettumsdienst hab' ich einfach Feierabend gemacht.

00:26:38: Punkt, ich hatte eine Ablösung und habe Feierabend gemacht.

00:26:41: Und das war vielleicht zu Anfang in den Narkosen noch so als ich angefangen habe.

00:26:48: Anders sieht man ja in meinen zwei Jahren innere war das sowieso nicht so weil du bist nach Hause gegangen hast immer im Hinterkopf gehabt was hab' ich vergessen?

00:26:59: Spätestens mit Intensivstationen war das auch wieder weg Aber vielleicht nicht ganz weg, weil du auch in der Schicht abgelöst wirst.

00:27:06: Aber zumindest wieder weniger.

00:27:08: oder die Bereiche, die mir Spaß machen oder die mir viel Spaß machen da denke ich auch zu Hause.

00:27:13: drüber nach bin ich ehrlich

00:27:15: Es ist das ist mir auch ganz oft reflektiert worden und es Mir schon vorgeworfen worden, sogar in der eigenen Partnerschaft.

00:27:23: Im Sinne von so viel immer wenn du nach Hause kommst sitzt du noch vor Büchern oder Paper und da denke ich mir mal das muss ich sagen es hat mich damals unglaublich getroffen und verletzt als man gesagt hat gar nicht ums Böse zu meinen aber ich glaube jeder Ärztin die das hört hat eine ganz andere emotionale Verbindung, dann stirbt halt mal jemand.

00:27:40: Und das muss ich sagen, das war eines der schlimmsten Sachen die man mir gesagt hat weil meine Motivation mich hinzusetzen war, weil ich unbedingt gesagt habe Sophia du bist jetzt so ne schlechte Ärztin musst jetzt ordentlich nacharbeiten sondern die Medizin und gerade auch die Anästhesie.

00:27:52: Das ist so ein riesiges Fachgebiet und wir rotieren immer wieder ob es jetzt in die Intensivst ist oder Notaufnahme und ich muss wirklich sagen Ich hab nicht das Gefühl dass sich das Fachgebied in Gänze ausfüllen kann.

00:28:03: Das ist schlimmer ehrlicher Gewiss geworden, nachdem ich letztes Jahr noch das EDI gemacht hatte.

00:28:07: Da öffnet sich ja eine Tür nach der nächsten und man denkt wirklich was hab' ich überhaupt gemacht in meinem Leben?

00:28:12: Wie hätte ich einen Patienten anfassen können mit dem, was ich damals wusste?

00:28:16: Ja, rabbitotischal!

00:28:18: Und man muss mit diesem Gefühl umgehen können.

00:28:20: Und das Schlimme is', dass moderiert keiner von einem weil wir sehen eigentlich immer nur die perfekte Oberarztin.

00:28:24: Ich habe sofort ein Bild vom Oberarz bei uns im Kopf Der für mich so... Die Erscheinung fachlich gut militärisch Vorrang aufgestellt, jeder orientiert sich da dran.

00:28:35: Und ich frage mich ganz oft was geht dahinter der Tür vorab?

00:28:39: Also wie sieht der Kopf aus?

00:28:41: Wie kann man so werden?

00:28:42: Wie ist man so gut?

00:28:43: Aber dass derjenige genauso diese Zweifel hat, diese Fragen sich ausstellt das sehen wir nicht weil die Medizin nicht darauf ausgelegt ist das mal zu reflektieren und zu sagen Boah irgendwie sind mir Chaos oder Ich weiß auch nicht Ich habe keine Ahnung, ich weiß es nicht.

00:28:57: Das hab' ich ganz selten von Kollegen gehört.

00:28:59: Ich weiß nicht wie's euch da geht dass jemand mal zugegeben hat etwas nicht zu wissen!

00:29:04: Es ist auf jeden Fall selten und ich erlebe mich auch selbst als ich mich da selbst zu zwingen muss... ...zu sagen hier weiß ich nicht.

00:29:11: also glaube ich kann das versuchen aber das kommt nicht automatisch über meine Lippen bin ich ehrlich.

00:29:18: Wenn wird es wahrscheinlich auch dazu führen, dass du danach nochmal nachliefst und nacharbeitet und die Arbeit mit nach Hause nimmst.

00:29:23: Weil das ist nicht wie so ein Projekt so nach Motto hey ich melde mich jetzt für einen Urlaub ab Und dann läuft das Unternehmen irgendwie durch die Mitarbeitenden sondern Es geht weiter irgendein Forschungsprojekt oder ein Paper oder was weiß ich?

00:29:35: Das machst du nicht.

00:29:36: in der Arbeit auf der Intensivstation

00:29:40: hatte ich auch so ein Gefühl von, man ist es der Gesellschaft schuldig vielleicht auch trotzdem noch irgendwie was zurückzugeben.

00:29:50: Weil wir so einen teuren Studium haben weil wir irgendwie ne so altruistische Ärztinnen und Ärzte sind habe dann eine Zeit lang irgendwie so ein bisschen versucht Aufklärung für Line zu machen auf Social Media damals zu Zeiten von Twitter, muss man ja sagen.

00:30:09: Auch noch mit mehr oder weniger vielen Followern aber... Ich habe da schon auch manchmal so gedacht, okay das reicht irgendwie noch nicht was ich jetzt mache.

00:30:20: Also auch wenn das ein Beruf ist wo du Leuten hilfst aber das reicht nicht!

00:30:24: Du musst noch mehr machen und eine extra Meile gehen.

00:30:27: Zum einen um fachlich besser zu werden, das sehe ich auf jeden Fall auch und zum anderen aber auch aus einem gesellschaftlichen Aspekt heraus

00:30:38: Ist das jetzt anders geworden, als wo du Mutti bist?

00:30:40: Dass du sagst da kommt noch mal die Schippe drauf und ich habe das Gefühl jetzt nochmal auf einer anderen Ebene mich beweisen zu müssen.

00:30:49: Ja, ich glaube dass ist ganz viel schichtig.

00:30:53: natürlich ist es so, dass sich das Gefühl habe grundsätzlich auf jeden Fall zu zeigen, dass ich trotzdem noch fachlich bin.

00:31:00: Ich werde ja jetzt demnächst wieder anfangen Narkosen zu machen fast zwei Jahre nicht wirklich im OP und es ist schon eine Sorge, dass man nicht mehr ganz so wahrgenommen wird wie davor.

00:31:15: Dass ich sozusagen nicht mehr als die kompetente wahrgenommen werde für dich glaube ich vorher gehalten wurde.

00:31:22: Das ist ein Aspekt und gesellschaftlich schon auch auf der einen Seite das du natürlich als Mutter auch ausreichend viel Zeit für dein Kind hast diese Rolle gut erfüllt, gleichzeitig aber auch die Rolle als Ärztin irgendwie gut erfüllst.

00:31:38: Gleichzeitig die Rolle aus Partnern irgendwie gut erfüllst vielleicht mit noch mehr unterschiedlichen Facetten an Rollen, die man so mit sich bringt irgendwie.

00:31:48: ich meine auch Podcast darin sein ist in irgendeiner Form eine gewisse Rolle, die mehr oder weniger viele Aufgaben mit sich bringt und wo man dann sagt okay das muss man irgendwie alles unter einen Hut bekommen.

00:32:00: dass glaube ist fortwährend schwierig.

00:32:05: Zumal das ja auch Mut braucht, sich in einer Rolle zu zeigen.

00:32:07: Man sieht sicher ein Stück weit die Uniform an und ihr macht den Podcast mittlerweile so lange.

00:32:12: Und ich erlebe es hier auch beim Verfolgen immer der Beiträge auf LinkedIn.

00:32:17: Ganz präsent ist mir jetzt die Diskussion unter dem Deroprik Mein Lieblingsfehler.

00:32:21: und was für Kommentar ich dazu auch gelesen habe.

00:32:24: aber das ist ja etwas... Das findet nicht nur auf LinkedIn statt.

00:32:27: Das findet ja auch statt in den Kliniken.

00:32:29: wenn ihr zurückgeht nach einer Folge ganz zu Beginn als ihr noch Ärztinnen weiterbildung wart und man nun auf einmal eine höheren Schaft hat, eine Sichtbarkeit die der Professor in seinem kleinen Biotop so in der Klinik vielleicht nicht hat.

00:32:45: Die Reichweite reicht bis zur Klinikumskränze vielleicht noch über die Fachgesellschaftskränz und dann wird sich keiner dafür interessieren.

00:32:51: Und diese Nichtigkeit außerhalb vom weißen Kittel das ist etwas was ich gerade nochmal in der Wahrnehmung auch verändert.

00:32:58: Meine Kollegen außerhalb interessiert es überhaupt nicht, wer Generalarzt ist.

00:33:03: Wer in der Bundeswehr etwas zu sagen haben, die verstehen das System nicht und das kann ich sehr gut nachvollziehen.

00:33:08: worüber Ich mir Gedanken mache irgendwelche Dienstabläufe etc.

00:33:11: zu passen wird von außen als teilweise Lächerlichkeit gesehen.

00:33:15: Das kann manchen nicht nachvollzahlen Und ich kann das sehr gut verstehen warum das der Fall ist.

00:33:19: und ich sehe dass sich da gerade was verändert auch In diesen Rollenbildern.

00:33:24: Ich weiß nicht, ob man sich mit Mitte dreißig noch Jungdynamisch nennen kann.

00:33:27: Die nächste Generation und schon überholt aber in der Mitte...

00:33:30: Ich hoffe das war es mit Mitte Dreißig!

00:33:32: Ich hoffe mal kann er mit Anfang Vierzig auch.

00:33:37: Also ich meine wenn er so ein Weissgeduld-Professor vor mir setzt sind wir die junge Generationen.

00:33:41: Wir werden teilweise belächelt oder uns wird der Mund verboten wenn wir in Fachgesellschaften unsere Meinung kundtun und für den Facharzt für Notfamilien eintreten.

00:33:48: also da gibt's ganz verschiedene Strukturen die jetzt aneinander sich reiben Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ihr das so erlebt habt.

00:33:56: Ich

00:33:56: sitze ja jetzt hier mit euch beiden.

00:33:58: Ihr seid eine Oberärztin und ein Oberarzt... ...und ihr sagt exakt das was ich immer gedacht habe, was irgendwann aufhören würde.

00:34:06: Dass man irgendwann sozusagen auf so einem Level angekommen ist wo nicht immer alles in Frage gestellt wird.

00:34:13: Jetzt gar nicht unbedingt nur aus der eigenen Klinik sondern so gesamt

00:34:16: gesehen.

00:34:17: Ich fand das zu Anfang bei meiner eigenen Kline ganz krass!

00:34:19: Also, ich hab diesen Podcast angefangen als Assistenzarzt.

00:34:23: Zum Beispiel sind es... ...Achzehn-Ninzen im Jahresumbruch und in der eigenen Klinik wurde das belächelt.

00:34:32: Und gleichzeitig sieht man irgendwie krass.

00:34:35: wir haben damals, ich glaube das erste Mal dass ich wirklich krass dachte waren fünfhundert Hörer.

00:34:39: Fünfhundert Leute hören dem zu was wir da erzählen!

00:34:42: Ja?

00:34:43: Und in einer eigenen Kline war immer so gerade von Oberärztinnen und Oberärzten Was soll das?

00:34:53: Und dann auch wenn ich den Vorträgen in unserer Frühfortbildung gehalten habe, immer ein Ja.

00:34:59: Das ist ja fachlich alles richtig.

00:35:01: aber also jeder der schon meinen Vortrag von mir gesehen hat Ich mache das ja meistens... Also ich versuche es ja meist ein bisschen bunter, peppiger zu machen.

00:35:09: Das kann man mögen und nicht mögen.

00:35:11: Es ist vollkommen in Ordnung.

00:35:13: Top macht Mid-You-Tainment

00:35:16: Aber das musste immer kommentiert werden.

00:35:19: Und dann ist man gleichzeitig, waren wir dann ging's denn so zu zwei tausend neunzehn los mit Kongressen auf die wir eingeladen wurden.

00:35:27: Und plötzlich steht man da und auf dem Kongress hat ein völlig wild Fremder ich kenn deine Stimme.

00:35:33: Und du denkst so krass.

00:35:35: also ja also der findet das irgendwie cool.

00:35:40: Und gleichzeitig bist du in der eigene Klinik eher nichts wert oder wird es sogar noch gefühlt beäugt, vielleicht auch nicht von allen.

00:35:52: Aber den Lob kriegst du da nicht!

00:35:54: Was ich

00:35:54: aber nicht verstehen kann ehrlicherweise weil man ja sich für das Fach einsetzt

00:36:01: Das ist eine Sichtbarkeitskonkurrenz nach wie vor.

00:36:04: Den Menschen, oder die haben das Gefühl, kann ich das zumindest reflektieren?

00:36:08: Man nimmt den etwas weg und bei mir ist es mit der ästhetischen Medizin so.

00:36:12: Ich habe ganz lange versucht das nicht an die große Glocke zu hängen bis dann eben auch Pressebreitige etc.

00:36:17: kam.

00:36:17: natürlich war das ein bisschen im Fokus diese Soldaten, die Ästhetische Medizin macht Und das hat sicherlich was mit Sichtbarkeit zu tun.

00:36:23: Würde ich das alles außerhalb der Sichtbarheit machen, hätte ich keine Probleme aber für etwas einzustehen, was meinen seinen Wertekonstrukt als richtig hält.

00:36:30: Für das, was nebenberuflich noch möglich ist nie in meiner Vollzeitstelle wo wir wirklich mehr als genug Überstunden machen und so gut wie die Kranken melden.

00:36:38: Das finde ich sehr Teil der die Gesellschaft erlebbar macht.

00:36:42: und als Soldatin frage ich mich ganz oft Die mit Gefechtsmedaille nach Hause gekommen ist, die in den unterschiedlichen Einsatzszenarien war.

00:36:49: Warum tue ich mir das an?

00:36:51: Gehe ich für siebzigjährige alte Männer in den Krieg, ins Einsatzland.

00:36:57: Die als Politikerinnen und Politiker die Entscheidung getroffen haben?

00:37:00: für was mache ich das?

00:37:01: Für welche Gesellschaft wenn nicht Teil der Gesellschaft sein kann mich hier positionieren darf und so überarbeitet bin dass ich nun auch müde auf die Couch-Palle und gar keine Teile habe für das was ich für andere beschütze?

00:37:13: Also will ich das.

00:37:14: Und das will auch als Ärztin, weil ich dafür Sorge trage dass andere zu jeder Uhrzeit mit ihrem Laster egal wie banal es ist in die Notaufnahme kommen dürfen und hier einen stückweiten Relief finden.

00:37:25: Und warum steht das uns nicht zu?

00:37:27: Warum haben wir diese Missgunst, warum haben wir diesen Neid anderen gegenüber die Versuchen eine Teilhabe zu schaffen – ob als Fürsprecherin oder fachlichen Beirat.

00:37:37: Ich muss schon sagen mein Lernen wäre anders gelaufen für Egalfahrratsprüfungen, Ideic was auch immer wenn ich eure Podcast nicht gehört hätte!

00:37:47: Und das hat mein Leben entlastet und dafür muss man dankbar sein, dass ihr euch in die Sichtbarkeit begeben habt.

00:37:52: Und damit auch in den Diskurs negativ um für mich beispielsweise das Leben einfacher zu machen.

00:37:57: Das wird aber oft nicht gesehen und wird eher als ... Die will das jetzt?

00:38:02: Die braucht ihr aufmerksamkeit!

00:38:03: Oh Gott guck sie dir mal an!

00:38:04: Blonde Frau, kinblat, tätowiert der Tor!

00:38:08: Mein Gott jetzt macht er hier noch so knalbo-mengen seine Präsentation also was man sich da alles für böse Sachen im Hintergrund anhören muss anstelle einfach ein Danke zu bekommen dass du dich dafür einsetzt.

00:38:18: Und es ist ja auch nicht dasselbe, ne?

00:38:20: Also ich glaube rein von dem wie viel Zeit man in so ein Projekt steckt – das kann ich jetzt vom Podcast natürlich….

00:38:26: Ich habe nicht habilitiert!

00:38:27: Ich kann nicht sagen, wieviel Zeit für eine Habilitation aufgewendet hätte.

00:38:32: Ich kann aber sagen, wieviel Zeit in so einen Podcast reinfließt.

00:38:38: Irrefiel.

00:38:39: Wirklich irrefiel und ich mache das weil ich da Bock zu hab.

00:38:43: Sonst könnte man das glaube ich auch gar nicht weitermachen, sonst würde man irgendwann aufgeben.

00:38:48: Sonst hätte man da irgendwie keinen Drive mehr.

00:38:51: aber es ist so viel Zeit und trotzdem wird in zwei unterschiedliche Kategorien, in zwei Klassen eingeteilt ne?

00:38:59: Der eine der hier den tollen Titel hat und PD und dann Professor, APL und die andere.

00:39:07: ah ja gut okay sie hat promoviert.

00:39:10: immerhin Macht sie da so ein Podcast und er heißt auch noch Pinup Docs.

00:39:17: Genau, dann macht es ja eine Kategorie zu meinen Lieblingsfehler.

00:39:19: wie kann man einen Fehler mögen?

00:39:21: Und das ist die Bezahlung ist eben der Titel und den Titeln können jemand oder kann jemand von außerhalb gut greifen.

00:39:27: mit einem Herr Professor kann auch meine Oma umgehen.

00:39:30: Aber mit dem Podcast, auch in der Gleichberechtigung dieser Arbeit, die hier drin steht.

00:39:35: Das ist in dieser Wertigkeit bei weitem noch nicht angekommen außer wenn es eben um Sichtbarkeit geht und auch darum ob eine Klinik beispielsweise über den Professor definiert wird oder über die Arbeit, Ja, letztlich auch die hessische Stimme oder dergleichen.

00:39:49: Das ist eben nicht mehr wie du publizierst in einem Fachjournal und bekommst darüber die Aufmerksamkeit sondern auf einmal kommen die Kongresse zu euch und fragen euch an ob ihr daran teilnehmen möchtet oder in die Rolle eine andere Rolle als die bislang vorgegangenem Weg gehen möchtest?

00:40:06: Ja

00:40:06: das ist ein wirkliches Ding der Sichtbarkeit muss man ganz ehrlich sagen.

00:40:12: irgendwie dass man Form macht aus freien Stücken und weil man da Bock zu hat.

00:40:18: Und gleichzeitig aber

00:40:20: nicht

00:40:21: so wie bei einem Titel von profitiert, das kann man ja einfach... Ja ist einfach so.

00:40:27: Ich finde die Grundsätzlich-Frage ist ja aber wann darf man was sagen?

00:40:32: Also wann ist der Punkt dass man den Mund aufmachen darf?

00:40:36: Fühlst du dich als Oberarzt soweit dass du jetzt was machen darf?

00:40:41: Als Oberarz in meiner Klinik ... fühle ich mich so weit, wobei ich da auch ... ... witzigerweise die Entwicklung ganz anders war als in der ... ... Podcast Pinup-Docs Zeit.

00:40:52: Da habe ich viel früher was gesagt.

00:40:54: Aber es ist trotzdem ja so... ... dass einem oft vermittelt wird du bist noch nicht dran!

00:41:02: Wie hast Du das gemerkt?

00:41:04: Also eine Erinnerung, die ich habe, dass ich mal, ... ... als ich mal auf meine Intensivzeit angefangen habe bei uns in der Klinik und glaube ich gar keine misgünstige Klinik, falls das Freund jetzt auch so rüber kam.

00:41:16: Aber ich habe einen Vortrag über die Late-Sequence Induction gehalten.

00:41:22: Einfach so das ganze Konzept dahinter und da war der Konsens in meiner Kollegenschaft... Das ist doch jetzt nur alter Weine neu entschläuchen!

00:41:35: Und ich dachte okay krass aber warum hat von euch mir das keiner beigebracht?

00:41:39: Warum muss die das aus dem Internet

00:41:40: lernen?!

00:41:41: Also das hab' ich nach Monaten drüber nachdenken gedacht.

00:41:45: in dem moment dachte ich okay hab hier scheinbar keinen abgeholt wobei ich das konzept selbst voll cool fand.

00:41:52: damals ist gott weingart im crit großartig ja Endlich einer der man nicht sagt da muss man halt durch wenn die setzigung fifty ist.

00:42:03: Sondern wie können wir es anders machen denn muss man halb schnell sein?

00:42:07: aber dass was im ersten moment vermittelt wurde war Ah, das hast du dir ja nicht selbst überlegt.

00:42:13: Und ich glaube auch heute jeder darf was sagen und ich versuche zumindest in meinem Umfeld auch bewusst junge Kolleginnen und Kollegen zu ermutigen etwas zu sagen und dass es vollkommen egal welchen Ausbildungsstands hier haben.

00:42:28: Das einzige was wichtig ist, dass man das ganze wissenschaftlich fachlich auf gute Beine stellt weil es geht nicht darum... bei vielen Sachen geht's nicht darum was man selbst erlebt hat sondern dass man weiß wie ließ man es nach, wie bereiten wir uns auf.

00:42:42: Das, was ich als schwierig auch empfinde.

00:42:45: Wenn ich mich jetzt so zurückversetzte, das waren die ersten Dienste, die ich als Fachärztin übernommen habe in einer Supervisionsfunktion für andere Kolleginnen im Weiterbildung – das ist der Umgang mit der eigenen Unwissenheit.

00:42:57: und gerade die Notfallmedizin hat mich da ganz schön an die Grenzen gebracht in der innerklinischen Notfall-Medizin weil wir keine eigene Fachartsausbildung haben Und wir haben eine interdisziplinäre Notaufnahme.

00:43:06: und da hab' ich tatsächlich gemerkt Ich bin keine Diagnostikerin Ich bin eigentlich nicht die, die in den Notaufnahmen gehört.

00:43:12: So klar muss man das sagen!

00:43:13: Wir können wunderbar ABC und vielleicht die hochkritischen Patienten abarbeiten.

00:43:19: Das haben wir gelernt.

00:43:20: aber das ist nicht die Realität der Notaufnahme einer ganz normalen Interdisziplin an der notaufnahme gleich einer KV Praxis leicht allem, aber nicht das was wir auf Intensiv machen oder im OP machen.

00:43:29: Und... Das hat dir keiner gesagt!

00:43:31: Jeder zeichnet dir immer ein Bild der Notfallmedizin und wenn du Paper & Journal liest, liest du immer die krassesten Sachen und in jeder Prüfung wirst du die schlimmsten Fallszenarien durch exerzieren.

00:43:40: Aber du wirst nicht das machen, was du wirklich in der Notaufnahme erlebst.

00:43:43: und die Kompetenz zu sprechen Die Kompetenz dann auf einmal wieder Wissen hervorzuholen um eine HNO-härtsliche Untersuchungen zu machen, die vielleicht das letzte Mal im Studium gemacht hast und noch nicht mal im letzten Studien.

00:43:56: Das erfordert sehr viel auch Eigenreflexion, um zu sagen mein Gott ist eigentlich gar nichts von dem was ich hier tue.

00:44:04: Weil die Konsellarien, die dann im ersten Jahr weiter Bildungsassistenten sind, die werden dich korrigieren und das war ein ganz ekliges Gefühl zu wissen du bist jetzt Fachärztin, du hast die Verantwortung aber du hast keine Ahnung von dem, was du machst weil wir keinen Ausbildungsstrang haben der mich dahingehend vorbereitet hätte Und da muss man natürlich auch überlegen, wie gehe ich damit um.

00:44:25: Eine Strategie war dass sich das meinen Weiterbildungserzen auch fuhrzeitig kommuniziert hat im Sinne von Ich werde nicht alles können.

00:44:32: aber ihr habt dann genauso wie ich die Verantwortung mir etwas beizubringen und am Ende trage immer noch ich die verantwortung für alles was hier passiert.

00:44:43: Ich werde das nicht mit dem Anspruch machen, alles zu wissen.

00:44:45: Aber die Verantwortung teile ich mit euch indem ihr mich dann auch in die Fachgebiete einweisen müsst... ...die ich nicht kann und zwar so auf dem Niveau dass wir beide im besten Fall was davon haben!

00:44:56: Und das hat mich aber auch für Überwindung gekostet weil da kam überhaupt nicht vor.

00:45:00: Das hat mir niemand gezeigt, wie das geht mit der eigenen Unsicherheit umzugehen und eine Strategie zu finden die dich in eine Balance bringt zwischen entblöße ich mich jetzt, verliere ich dadurch Autorität.

00:45:10: Ich habe ja auch einen Dienstgrad zu begleiten bei der Bundeswehr.

00:45:13: Wir sind schnell befördert worden zum Oberfeldarzt.

00:45:16: Das ist schon ein Dienstgrad Mein Gott!

00:45:19: Wie hab' ich damals auf die Kollegen geschaut, die Oberfelderz sind?

00:45:21: Das waren für mich absolute Respektpersonen.

00:45:23: Und jetzt bist du selbst an dieser Position Und musst eigentlich jemanden gerade sagen, dass du keine Ahnung hast.

00:45:29: Aber ich finde jetzt erstmal so wie du das gerade dargestellt hast ist es ein unglaublich cooles Konzept für eine interdisziplinäre Notaufnahme.

00:45:37: also zu sagen okay ihr seid hier Du bist Internist, Du bist Unfallchirurgin und Du bist eine Gemeindchirurgin und lasst uns voneinander profitieren und lass uns gucken, dass wir das Beste bei rausholen.

00:45:52: Ich glaube genauso muss man daran gehen, aber gleichzeitig natürlich.

00:45:56: Diese Rollenwechsel den habe ich immer als ganz krass empfunden.

00:46:02: also jetzt angefangen in meiner Rettungsdienst Ausbildung.

00:46:04: Ich hab die Rettungsanitäter-Ausbildung als Dritter auf dem RTW und plötzlich sitzt man da als Zweiter und der Adrenalinpegel ist wieder hier oben Und dann ist die Ausbildung irgendwann fertig und man sitzt auf dem rtw und guckt neben sich und denkt okay das ist ein auszubildender.

00:46:20: wenn denn geht es jetzt hier um mich Der Adrenalin-Pegel ist wieder ganz oben und dann machst du eine erste Narkose.

00:46:26: Und das geht ja so weiter, bist du Notarzt?

00:46:29: Und plötzlich gehst da in der Einsatzstelle was Sophia von Meintow hat.

00:46:31: Alle gucken nicht an!

00:46:34: Was guckt ihr mich

00:46:34: an?!

00:46:35: Das war auch keine Ahnung...

00:46:38: Die Rückfallebenen werden weniger.

00:46:40: Es kommen immer weniger die hinter dir stehen und sagen ach jetzt schaffst du schon Mädchen ne?

00:46:45: Da wird es schon irgendwie gut gehen.

00:46:47: Ja, wenn man das dann irgendwann selber eben auch ist und irgendwie fühlt man sich immer so als hätte, wäre man da so durchgestolpert.

00:46:53: Ach, ich bin jetzt... Das war viel zu einfach die Prüfung für mich!

00:46:56: Ich bin da irgendwie... Es war Zufall, dass ich diese Frage bekommen habe.

00:47:00: Es war Zufall, dass der Posten jetzt frei geworden ist.

00:47:03: Die mussten mich ja nehmen weil kein anderer zur Verfügung stand.

00:47:06: Und so rechtfertigt man sich mal wieder eben auch in... Vielleicht zu unreich, vielleicht zurecht.

00:47:11: Ich glaube das ist auch noch mal uns eigen, sonst würden wir hier nicht zusammensitzen wenn uns nicht ähnliche Gedanken da verbinden würden.

00:47:18: aber es wird vorgelebt und ich glaube die Medizin ist umbarmherzig für alle die in dem System sind.

00:47:25: Wir machen uns unnötig selbst kaputt auch mit dem Umgang den wir pflegen.

00:47:29: Ich habe heute eine katastrophale Diskussion in unserer DoktorLib-Gruppe miterlebt wie sich Kollegen fast schon zerfleichterten eigentlich für ne Prozessorganisation die dann erst einmal emotional eingefangen werden mussten.

00:47:42: Und da geht es um Befindlichkeiten, das muss man so deutlich ausdrücken.

00:47:45: und diese Befindlichkeit haben wir nicht gelernt zu regulieren.

00:47:48: und diesen Stress an dem wir erleben der Notaufnahme intensiv.

00:47:51: medizin hat dass das Ventil sind am meisten die Kollegen das erlebe ich auch bei der Pflege das erledige mich auch beim Mein ärztlichen Kollegen, wie teilweise auch mit Hass und Emotionen auf Patientinnen reagiert wird.

00:48:03: Gerade im psychischen Ausnahmssituationen in Toxikationen was unnötig ist und was einfach eine Regulationsproblematik ist.

00:48:12: Und ich glaube schon, das ist selbstgemachtes Leid.

00:48:14: Wir haben ganz.

00:48:16: welche Strategien wenden wir an?

00:48:17: Also wo gehe ich mal kurz raus und kann um Block laufen?

00:48:19: Das gibt es nicht!

00:48:20: Wir sind in Intensiv-OP in Urtaufnahme isoliert von Tageslicht, wir haben Klima... ...wir haben künstliches Nähonlicht.

00:48:27: also alles ist so.

00:48:28: die schlechteste Umgebung.

00:48:29: da würdest du das dann jetzt servieren weil wenn ich das meiner Firma präsentieren würde die Leute würden Amok laufen, da würde keiner für mich arbeiten wollen, wenn das die Arbeitsumgebung wäre.

00:48:38: und wir tun uns das freiwillig an

00:48:40: Und es wird überhaupt kein Fokus draufgelegt, dass man das irgendwie mal lernt.

00:48:44: Also es passiert in dieser Sparte überhaupt nichts hat man das Gefühl außer man versucht es irgendwie selber anders zu machen sowie du jetzt oder wie wir wahrscheinlich alle versuchen das anders weiterzugeben.

00:48:57: aber man muss es irgendwie neu erfinden.

00:49:00: ich momentan man schiftet ja wenn man Mutter wird oder Eltern wird irgendwie immer mal so ein bisschen zu den Inhalten, die man gerade so konsumiert.

00:49:09: Und bei Instagram wird mir relativ häufig momentan irgendwie angezeigt dass Millennials, so die ersten Eltern sind, die einen ganz anderen... Ganz andere Weise hatten aufzuwachsen und jetzt aber ihre Kinder wiederum ganz anders erziehen zum bedürfnisorientierten Erziehen.

00:49:25: So ein bisschen habe ich das Gefühl, das muss in der Medizin vielleicht auch passieren ohne das jetzt zu harscht, sozusagen die alten aussterben müssen, um Gottes Willen versteht mich nicht falsch.

00:49:38: Ich möchte da auch niemandem raus haben und mit Sicherheit hat es auch nicht immer nur was mit dem Alter zu tun.

00:49:43: aber dieser Gedanke von ich bin dadurch du musst ja jetzt auch durch den sollten wir alle ablegen.

00:49:49: Ja, das hat was mit so einer Härte zu tun.

00:49:52: Klar, Militär kann ich das ein bisschen nachverziehen.

00:49:55: Diese sich knechten für andere und die anderen sind dann unsere Patientinnen oder Kollegen nicht krank zu melden weil das Thema muss ja weiter rollen.

00:50:03: Das Rettungsmittel muss besetzt werden also geht man doch irgendwie krank dahin?

00:50:06: Oder im Zweifel macht man das selbst als Dienstplande oder Oberärztin oder wie auch immer Und das ist ein schlechtes Beispiel an sich selber und auch an das Privatleben.

00:50:16: In meiner Wahrnehmung ist das so, dass man tagtäglich eigentlich diese Mikroaggression ausgesetzt ist.

00:50:20: Dem inneren Stress, der anderen musst du regulieren.

00:50:23: Nach einer Schicht in einem Krankenhaus für Stundennotaufnahme ist man emotional leer.

00:50:28: Weil Du hast mit dem Patientinnen zu tun die lassen erstmal ihren Frust aus, dass sie da vier Stunden warten mussten weil sie triage... kommt bei dir nicht vor, warum das so notwendig ist.

00:50:37: Dann haben sie Angst!

00:50:38: Selbst Sie mit, die wir immer als Bagatellerkrankungen Verletzungen abtun, haben eigentlich nur einen Bedürfnis auf Klärung und kommen mit ihrer Emotionen meistens in das Unsicherheit und Angst und laden die bei mir ab Und dann muss ich sie regulieren.

00:50:49: Dann reguliere ich aber auch meine Weiterbildungskollegen oder die Pflege, die mit ganz anderen Themen kommen.

00:50:54: Hab zwei Telefone in der Tasche sowieso schon absolut überladen von den Geräuschen, die dort kommen und habe danach nicht mehr die Möglichkeit einkaufen zu gehen weil der Dietel bei mir um einundzwanzig Uhr schließt.

00:51:06: Ich bin noch in Berlin also ich werde andere Option haben auf mich zu verpflegen.

00:51:09: Aber das sind so ganz.

00:51:10: du hast eine ganz ganz viele kleinen Kämpfen jeden Tag zu tun und dann aber noch die Energie zu finden, zu sagen, ich will gute Lehre machen.

00:51:16: Ich möchte mich darum bemühen, dass die, die nach mir kommen, es einfacher haben.

00:51:22: Das macht das so schwierig weil wir in einem System groß werden was eigentlich kaum Raum lässt.

00:51:26: Wir arbeiten nur noch abgeben viel Energie dafür her ohne wirklich am Prozess zu arbeiten.

00:51:31: ich arbeite nicht an der Patientin, ich arbeide nicht in der Lehre, ich arbeite die Prozesse ab ärgere mich dass die IT nicht funktioniert muss mich um irgendwelche Schriftstücke kümmern und dass der Ton richtig gewählt wird sich jeder Gebauchmietzel fühlt.

00:51:43: das sind gerade meine Kernaufgaben aber nicht wirklich gute Patientenversorge zu machen.

00:51:50: Das stimmt, da möchte ich so zwei Sachen an deinem Wording jetzt festmachen weil Gebauchpindelt fühlt.

00:51:57: Ich finde das Wording ist etwas wo wir an uns arbeiten können, weil wir genau in diesem unmenschlichen Feld groß oder groß geworden sind.

00:52:06: achten wir auf unser eigenes Wording nicht also was ich oder sind vielleicht auch unmenschlich zu unseren Assistentinnen und Assistenten manchmal Weil wir selbst zu groß geworden sind.

00:52:17: Das kritisieren wir bei den älteren Oberärzten auch, für die sind wir ja sowieso alle verweichlicht!

00:52:23: Aber ich meine... Auch was, was ich erlebt habe also in meiner jungen Assistentenzeit wurden wir als Ersten und Zweitklässler bezeichnet.

00:52:33: das ist ja..das bildet ja nichts von dem ab was der Charakter Dana Sophia Torben isst dass es einfach nur eine eine Schiene, natürlich macht das das einfach.

00:52:46: Natürlich denken wir in Schubladen um Leute einzukategorieren.

00:52:51: aber dieses offene Wording des Ganzen... Das finde ich ganz schwierig und ich finde dass es etwas um das ganze menschliche zu machen an dem wir arbeiten müssen.

00:53:03: da gibt's ganz viele andere Beispiele wo wir gegen uns gegenseitig unmenschlich sind.

00:53:11: ein anderes Beispiel ist Kollegin, Kollege mit einer reduzierten Stelle.

00:53:17: Und der andere Kollege sagt hier Tim du gehst ja heute schon wieder früher.

00:53:24: Nein, Tim geht nicht früher.

00:53:25: Tim geht in der Uhrzeit was seinen Stellenanteil erfüllt das ist sein Vertrag.

00:53:34: Ja

00:53:35: dafür kriegt er auch weniger Geld.

00:53:37: Genau!

00:53:39: Das ist etwas wo ich mich auch selbst bei ertappe.

00:53:42: also Also das mache ich auch selbst, also ich tappel mich selbst dabei.

00:53:50: Jetzt mal was ganz Schlimmes zu sagen Teilzeit-Moti und eigentlich hasse Ich dass wie die Pest.

00:53:58: trotzdem sage ich das aber da müssen wir... Wir müssen, ich glaube Wörter schaffen Realität Sonst würde ich vielleicht auch kein Podcast machen Aber Werter schaffen realität.

00:54:07: deswegen müssen wir auf unsere Sprache

00:54:08: achten Total, auch wie wir über Kollegen und Disziplin denken.

00:54:13: Klassiker nachts kommt ein dermatologischer Patient ja den rufen wir jetzt an weil wir müssen ja auch hier sein und so.

00:54:18: also man merkt das diese Mikroaggression die ich erlebe die gebe ich auch an andere weiter.

00:54:24: Und das ist manchmal auch einfach nur so ein Ventil, dass man sagt, ich muss jetzt hier durch die Scheiße.

00:54:28: Da sind wir wieder genau bei dem Punkt, warum muss der andere, die andere das nicht ertragen?

00:54:32: Lasten verteilen

00:54:33: etc.,

00:54:34: Das ist ein bisschen auch der Vertrag, den man mit eingeht, wenn einem Kollegen umarbeitet und ich glaube schon, dass der Kitt eben einfach ist versuchen auch sozial zueinander zu sein Veranstaltungen zu pflegen.

00:54:46: Keine Ahnung wie ins Abschlussbier gibt es bei der Bundeswehr ja, dass sich dort wieder zusammenhockt together in, together out.

00:54:52: Wir versuchen jetzt das Beste daraus zu machen.

00:54:55: Dafür bleibt die Zeit aber nicht und ich glaube auch wenn man weiterhin in diesen ganz engen Taktungen arbeitet dann ist man froh wenn man irgendwann nach Hause kommt und vielleicht dass wenige leben auch noch hat.

00:55:05: deswegen ist ja Teilzeit für mich gar nicht so die schlechteste Option.

00:55:09: Ich arbeite nicht Teilzeit, weil sich damit meine Zeit bei der Bundeswehr verlängern würde und ich sagen muss dass ich sehr gerne Soldatin bin.

00:55:16: aber ich entscheide mich gegen den Soldatinnenberuf aufgrund des Systems.

00:55:20: Weil es nicht zulässt mich als Persönlichkeit darin zu entwickeln.

00:55:24: Und das ist sehr schade, weil das trifft mich nicht nur als Soldatin.

00:55:27: Sondern es trifft auch auf viele andere ärztliche Kolleginnen zu.

00:55:29: und da muss ich sagen... Da ist doch was faul daran!

00:55:32: Wir bilden so teuer unsere Pflegenden aus, unsere medizinischen Fachangestellten die ärztlichen Kolleginnen.

00:55:40: wofür am Ende?

00:55:41: Dass wir am System kapitulieren und scheitern und sagen deswegen verlasse ich die Medizin, wo für ich so viele Jahre aufgegeben habe.

00:55:47: So viel Herzblut reingesteckt habe, weil es nicht zulässt dass ich Person und Mensch sein darf

00:55:52: Und zum Teil verbrennen wir ja schon die Studierenden.

00:55:55: Also, wir fangen ja schon früh damit an!

00:55:57: Du musst nicht mal fertiger Arzt, fertige Ärztin sein wenn das Studium so schlecht ist weil Folien von vor gefühlten fünfzehn Jahren sind mit Inhalten wo sich jeder denkt Ja gut also warum muss ich das mir jetzt ansehen und dann irgendwie noch gesagt wird ja teilt euch halt mal selber über die Woche ein weil ich mich nicht zweihundert Studierenden.

00:56:21: Das war nicht an meiner Uni so, sondern das kenne ich von anderen Unien und ich möchte auch kein Bashing betreiben.

00:56:25: aber das ist halt suboptimal, weil so halt dann schon gleich die Studierende auch nicht richtig Bock haben und wenn sie dann noch abgestellt werden nur für Schwachsinnarbeiten beispielsweise in der Inneren irgendwie nur Blutabnehmen und sonst nichts lernen.

00:56:38: Ich bin ja vollkommen dafür dass du auch mal alle mögliche Sachen machst und auch dass Du Blut abnimmst.

00:56:42: um Gottes Willen kannst Ja machen!

00:56:44: Aber du solltest auf jeden Fall was mitnehmen, du solltest etwas lernen.

00:56:47: Und dann finde ich es auch vollkommen okay, wenn man irgendwie mal keine Ahnung eine Rondkind-CD oder MRT-CD irgendwie für den Patienten abholt noch in der Radio.

00:56:58: Das ist halt eine Waage und ein schmaler Grad.

00:57:01: aber bezüglich Bundeswehr das würde mich jetzt noch interessieren.

00:57:05: du kriegst mit Sicherheit häufig gesagt ah war dein Abi zu schlecht irgendwie Konntest du nicht anders Medizin studieren oder warum bist du diesen Weg gegangen?

00:57:14: Und da würde mich interessieren, irgendwie wie gehst du damit um.

00:57:18: Weil das hat total schon so ein krasses Framing ist, oder?

00:57:22: Ja, das ist ein komplexes Thema.

00:57:25: Ich muss schon sagen in der Funktion als Soldatin, Ärztin und Luftwaffen-Uniformträgerin bei der Bundeswehr habe ich mit ganz vielen inneren Stimmen zu tun die sagten du gehörst nicht hin.

00:57:35: Und dann kommt von außen auch noch dieses hast ja nur das Geld deswegen gemacht oder du hattest ja ein spannendes Leben, du hast deinen Studium finanziert bekommen und warst so schlecht um zivil zu studieren.

00:57:45: Seitdem ich zehn bin, das ist so die Zeit wo ich mich ganz aktiv dafür entschieden habe zur Jugendfeuerwehr zu gehen um dort erste Hilfe zu lernen wollte ich nichts anderes als Notfall an Katastrophenmedizin machen.

00:57:54: Warum auch immer?

00:57:55: Ich kann es nicht sagen woher es kommt!

00:57:56: Ich hab keine Ärztin meiner Familie und bin dann irgendwann über die Bundeswehr gestolpert und dachte mir ja krass da sind laute Geräte.

00:58:04: ich habe Technik immer geliebt.

00:58:06: ich liebe den Geruch von Benzin und Kerosin.

00:58:10: Tut mir leid, aber ich finde das einfach geil und Panzerfahren ist schon eine gute Sache.

00:58:14: Macht schon Spaß!

00:58:14: Kann man hier an das sagen?

00:58:16: Man hat mich damit bekommen und auch mit der Vorstellung körperlich zu leisten.

00:58:21: Ich muss körperliche Fit sein, damit ganz plakativ gesagt meine Soldaten überlebt.

00:58:24: also muss ich nicht nur fachlich an meiner Kompetenz arbeiten sondern auch einfach eine Motivation haben sich körperlichen fit zu halten Und ihr ist bewusst dass ich mit meiner Statur nicht das gleiche leisten werde wie jemand der dreißig Kilomer liegt.

00:58:37: Das war eine motivierende Sache, die allumfassend dazu führte mich für diesen Beruf dann auch zu entscheiden.

00:58:43: Aber dann kommt es eben!

00:58:44: Dann bist du drin in dieser grünen Uniform.

00:58:46: Erfüllt ist die Rolle der Offizierin, der Soldatin.

00:58:49: Hast aber diese Entschuldigung schwingender Luftstoffe?

00:58:52: Ja das wird ja auch immer zugewiesen oder ganz krass.

00:58:54: Mein letzter Einsatz war auf einer Fregatte gewesen als... nicht Marine-Mensch und wurde dort begrüßt von einem der höchsten Offizierer an Bord mit.

00:59:01: Das sind ja als offiziereverkleidete Karnevalisten, so hat man uns bezeichnet, einfach die Sanität, die die Luft weggatmet in eine der gefährlichste Einsätze der Marine bis dato.

00:59:10: weil man uns in der Kompetenz, die wir haben braucht man nicht wenn es den Soldaten gut geht hatte allerhöchstens Fußpilz aber brauche nicht meine Kompetenzen erbraucht mich nicht als Medizinerin und ist interessiert niemandem dort auf diesem Schiff was ich zu Hause mache, weil sie es nicht greifen können und das ist auch gut so.

00:59:26: Weil ich denen das nicht erzählen werde, was wir zu Hause machen als Ärztin.

00:59:29: Das müssen die nicht wissen!

00:59:32: Das führt aber immer wieder dazu, dass du dich für deine Rolle entschuldigen musst.

00:59:34: Und ich habe mich viel entschuligt innerlich und das macht dich zu einem unangenehmen Menschen nach außen weil du dann nämlich versuchst eine Rolle zu erfüllen durch Stränge dir selber gegenüber.

00:59:43: noch mehr Sport noch mehr Fachlichkeit.

00:59:46: also keine Ahnung ob mich dieses blöde Ideal jetzt besser gemacht hat oder nicht oder ob es auch nur ein Haken war die ich mir innerlich setzen musste wie anderen PD um zu sagen Ich bin endlich der Rolle gerecht mich gut zu fühlen in der Position die ich jetzt habe rettet diesen Patienten weiß ich nicht kann man nicht sagen.

01:00:02: Macht es mich jetzt zu einer besseren Soldatin, weil ich sportlich bin oder im Aussatzeinsatz war oder Falschungsspringer abzeichen gemacht habe?

01:00:09: Das kann ich nicht sagen.

01:00:10: aber das war damals meine Vorstellung von Ich erfülle diese Rolle um mich nicht immer rechtfertigen zu müssen dass ich zu schlecht war für das Studium in Zivil Zu schlecht bin als Ärztin in Uniform Weil ich nicht Kartekompasslage befehltes Analysen was auch immer wie ein Truppenoffizier machen muss.

01:00:27: Aber jeder das erwartet wenn ich Flecktern trage oder den Dienstgrad, der genauso hoch ist wie der des Kommandanten auf meiner Schulter Tage und doch nur die Luft weg atmen ohne die Mischen hier mitzugetrollen.

01:00:38: Und das meinte ich damit mit diesen Mikroaggressionen.

01:00:41: Das wird dir immer mit der Rolle zugeschrieben ob du jetzt Mutti bist, ob du Papa bist, Ob

01:00:45: du

01:00:46: Oberärztin, Anästhesistin, ne?

01:00:48: Narkosebeamtin bist, Anakosebeamter!

01:00:50: Du wirst immer... in diesen Studel rein geraten.

01:00:54: und entweder ist das scheißegal, da diese Kollegen gibt es auch die bewunder ich.

01:00:57: Soweit bin ich noch nicht in meiner persönlichen Kompetenz.

01:00:59: Ist die

01:01:00: Frage ob dem dass wirklich scheiß egal ist oder ob sie das einfach nur sehr gut nach außen abschirmen können?

01:01:07: Ja selbst mit viel Boothaft.

01:01:08: Aber ich bewundere dich auch.

01:01:10: Diese Emotionen nicht unterdrücken also... Ne, das ist nämlich.. ja dann muss ich schon sagen Ich glaube, das war auch einer der Gründe, warum ich da ins Couching gegangen bin.

01:01:21: Ich habe gemerkt, ich bin so am Scheideweg entweder du bist jetzt wirklich zu ne Krantlerin oder das nehme ich ja noch ein positives Ende, ne?

01:01:28: Krass!

01:01:30: Zusätzlich ist für mich da noch einen Aspekt den man zumindest ich schon erlebt habe und dir wird es... also ich würde dir unterstellen dass du das auch schon erlebt hast.

01:01:39: Das Aussehen eine große Rolle spielt wie man fachlich eingeschätzt wird dass es da so sein kann, dass du irgendwie vielleicht auf dein Äußeres auch einfach irgendwie Wert legst.

01:01:54: Man ist schlank und versucht sich fit zu halten.

01:01:56: Man trägt Schminke als Frau.

01:01:59: Man hat vielleicht sogar mal rote Lippen.

01:02:03: Tätowierungen?

01:02:04: Genau das kann davon kein Torben glaube ich.

01:02:06: auch ein lieb singt.

01:02:07: Gerade als er sich noch die Arme bisschen weiter runter hat tätowieren lassen.

01:02:11: oder war das nicht so Torben?

01:02:13: Ja also dass man dann doch wieder Annecht vollkommen verrückt eigentlich, weil die Kompetenz ja null damit zu tun hat wie du aussiehst.

01:02:23: Aber trotzdem schon früh im Rettungsdienst kam dann so ein Zwinke-Zwonky-Afforte würde ich mich aber auch gerne mal retten lassen.

01:02:30: und du denkst so.

01:02:31: also mal abgesehen davon dass das sexistisch ist bis hinten gegen.

01:02:35: es ist einfach so es spricht dir sofort deine Kompetenz ab weil du entweder hübsch oder irgendwie Kompetenz sein kannst.

01:02:44: Nicht wahr, dass gleichzeitig.

01:02:46: Ja und man dann noch jung gelesen wird, jung wahrgenommen das kennt ihr auch?

01:02:51: Das ist was ganz ganz anderes.

01:02:52: ich hatte damals in meiner Seminagruppe ein Studierenden.

01:02:55: der war schon promovierter Biologe und ich glaube der war als ich angefangen habe Medizinstudieren war er schon siehundvierzig.

01:03:02: Er hat den Doktortitel dem weißen Kittel und war ein alter Mann.

01:03:04: In meiner Warnung von siehunvierziger ist gern alter Mann aber... Tunisais!

01:03:09: Und er wurde immer, als ärztlicher Kollege wahrgenommen bei den Verzehnten.

01:03:16: Er war im ersten Semester wie wir alle anderen auch und ...

01:03:20: Das Schlimme ist mir könnte das auch passieren dass ich genau diesen Bayes mitbringe und das so lese.

01:03:26: Ich hatte mal Das muss ich noch erzählen, weil diese Story so absurd ist.

01:03:31: Ich hatte einen Menschen im Rettungswagen mit und wir waren zu dritt also einen Praktikanten auf dem Rettungswagen mit.

01:03:37: Und ich war Rettlungsassistentin.

01:03:40: Damals gab es ja auch keine Notversinnentiterinnen.

01:03:43: Dieser Praktikat war als Position drei wirklich quasi zugucken und war gerade irgendwie in seiner M-I Ausbildung für den RS.

01:03:53: Der hat mich dann morgens

01:03:54: gefragt...

01:03:56: Und ich glaube auch, dass er es nett meinte.

01:03:58: Aber er hat mich wirklich gefragt, Dana soll ich dir eigentlich deinen Brötchen schmieren?

01:04:04: Ich fand das so absurd!

01:04:05: Weil irgendwie diese Situation war so... Er war halt irgendwie siebenundvierzig oder neunvierzig oder keine Ahnung und hat als zweiten Bildungsweg diese Rettungstienstausbildung gemacht und fragte mich da morgens als weh ich seine Tochter und das hätte ja wirklich vom Alter her hinkommen können weil ich weniger als halb so alt war wie er Ja.

01:04:27: Und was hast du dir gewünscht, dass er drauf machen soll?

01:04:31: Ich glaube ich habe Erfordern gesagt ne das kann nicht schon selber.

01:04:34: Ich glaub wer meinte ist wirklich.

01:04:35: also aber diese Abs ganz crazy irgendwie.

01:04:40: Aber wir haben das mit Tätowierung gerade angesprochen und kurz die eigenen Erfahrungen geteilt und dann möchte ich aber so vieles Erfahrung dazu auf jeden Fall hören.

01:04:51: Also ich hatte schon... ... bin schon lange tätowiert, so dass man es mit einem Kasak verdecken konnte.

01:04:59: Und da hatte ich schon Situationen... das... ähm... Leute, mit denen ich gearbeitet habe zu anderen Menschen die es mir denn gesteckt haben gesagt haben.

01:05:10: Ja das mit Tätowierungen finde ich ja komisch und der Doll der ist auch tätowirt!

01:05:14: Ähm also so wo man so denkt okay und dann hab' ich mich... nicht mehr verdeckbar tätowieren lassen, also für den Klinikalltag nicht verdeckt war.

01:05:29: Und das wurde wirklich beäugt.

01:05:35: Nun habe ich in dem Moment die Kliniken nicht mehr gewechselt so dass ich meinen Standing irgendwie hatte aber ich fand es wirklich faszinierend!

01:05:46: Das ebbt auch wieder ab und ich hab aber auch selbst gemerkt, dass sich mir vorher sehr viel Gedanken darüber gemacht

01:05:52: haben.

01:05:53: Ist das okay, was du jetzt tust?

01:05:54: Also ich wollte das für mein Körperbild.

01:05:58: Aber ist es ok für die Gesellschaft oder für meine Umgebung, was ich tu?

01:06:02: Was schon strange ist, dass ich darüber nachdenke ob das ok für meine umgebung ist.

01:06:07: also wenn ich über meine kinder nach denke ok aber warum denk ich über

01:06:12: ja

01:06:13: so wird man daran erzogen

01:06:15: Ja und weil das eben nicht zur rolle der Ärztin oder Arztes passt Und das stimmt.

01:06:20: Ich habe vor allem Negativ-Kommentare, willkommen auf Social Media und ich gehe da recht offensichtlich vor ob das jetzt Bilder sind für Presse was auch immer man hat das immer gesehen weil das gehört zu mir und das möchte ich nicht zur Diskussion stellen und verstecken.

01:06:33: Da kam dann eher Kommentare in der Klinik.

01:06:35: Merke ich manchmal, dass das so ein pflapsiges Wort ist.

01:06:39: Ich bin auch manchmal so, dass sich meine Patientinnen mit Vornamen ansprechen.

01:06:42: In der Praxis grundsätzlich immer nutze ich die aber dann ins siehüber gehe gerade wenn ich merke eine gewisse Nähe macht jetzt die Kommunikation einfacher.

01:06:49: Dass Tätowierungen grade zu Patienten und jüngeren Patienten in Verbindung sein können weil die eine gewisse Nähe empfinden und eben zu dieser Distanz nicht haben.

01:06:58: Ich trage kein Kittel, ich vermeide ganz bewusst so diese Statluß-Symbole einzusetzen also auch mit einem Hintergedanken daran.

01:07:06: Ich stelle mich in der Regel nicht mit Doktortitel vor dass man ihm sagt okay außer ich brauche es jetzt, weil derjenige mich garantiert nicht wahrnehmen möchte.

01:07:12: Der will das jetzt nicht.

01:07:13: Aber schon, weil ich finde und das habe ich mir militärmedizinisch auch angewöhnt.

01:07:18: Ich bitte den Leuten schnell das zu an, wenn ich keine Disziplinar- oder Führungsfunktionen habe.

01:07:22: Weil ich glaube dass die Medizin oftmals eben nicht über diese Distanz funktioniert, wenn man gerade emotionale Themen anspricht.

01:07:29: Das kann schon eine Hilfe sein grade bei den Tätowierungen aber... Da stimmt schon, du wirst anders beäugt.

01:07:36: Ich wurde anders beörgt als ich mir die Harre raspel kurz geschnitten habe, blondiert hab, gefärbt hab, Tätowierungen dazu... Alles was nicht in die Norm passt und ich glaube nicht dass ich so diese Norm-Ärzte bin, ich glaube nichts dass ihr das seid Und damit bricht man ein bisschen.

01:07:51: Ich will es nicht sagen dass man da so ein System spranger ist aber man eckt natürlich anderen so alten Vorstellungen und das führt dazu Dass Du dann eben nicht diejenige bist die zu irgendwelchen Seriös Termin vorne mitgenommen wird oder in die Betreuung dann geht.

01:08:04: Oder dergleichen, oder andere Funktionen und Aufgaben mit erfüllt.

01:08:08: Und das sind wir wieder bei diesem.

01:08:09: Konkurrenzthema-Sichtbarkeit ist damit dir auf alle Fälle gegeben!

01:08:13: Das stößt glaube ich schon an bei manchen eben mit auf weil ja... Ich weiß nicht ob den noch was genommen wird oder weil es ihm einfach nicht in die Rolle passt.

01:08:24: Denke schon, dass wir gerade in so einer spannenden Zeit eigentlich sind wo es zu einem Umbruch kommt.

01:08:29: Dadurch das Tätowierungen sichtbarer werden.

01:08:32: Ich glaube die jetzt nach uns kommende Generation noch nochmal viel proaktiver ist durch Social Media auch mehr Sichtbarkeit für verschiedene Typen vorhanden ist und eben der Rang abgelaufen wird, derer die naturgemäß einfach durch Titel zum Beispiel auf Klinikseiten gelistet werden andere sich das jetzt erkaufen können durch ihre eigenen Internetpräsenzen.

01:08:51: Habt ihr das weiblich sein und dass, ich sag mal oft zitierte Männernetzwerk als fehlend empfunden oder als Bedrohung gepfunden.

01:09:03: Also als bedrohungen habe ich das nicht empfunden.

01:09:06: Witzigerweise ist es bei mir so.

01:09:08: meine Mutter ist schon immer berufstätig gewesen hat mich immer vorgelebt Es geht man kann Familie und Beruf verbinden und ich hatte in ihr immer das Vorbild eigentlich dass man als Frau alles erreichen kann.

01:09:24: Meine Mutter ist auch handwerklich begabt, meine Mutter hat mir einfach gezeigt es ist vollkommen egal ob du eine Frau bist oder ein Mann.

01:09:32: das war bei meinen Eltern komplett der Fall.

01:09:36: ich habe erst durch äußere Umstände irgendwie lernen müssen dass Unterschiede gemacht werden, witzigerweise.

01:09:45: Und habe irgendwann dann verstanden das die Gesellschaft Frauen nach wie vor benachteiligt?

01:09:52: Ich hab mich lange überhaupt nicht benachteidigt gefühlt weil ich halt irgendwie immer alles das was sich erreichen wollte mit Fleiß und mit Arbeit dafür erreicht habe.

01:10:02: aber diese strukturellen Benachteiligungen von Frauen Erst in den letzten, ich würde sagen drei vier Jahren unter anderem durch Social Media.

01:10:13: Durch Anna-Lena eine Freundin von mir die wiederum auch wieder durch Social media einfach an gewisse Themen gekommen ist mit denen wir vorher nicht so Berührungspunkte hatten weil wir das an unserer eigenen Person nicht gemerkt haben.

01:10:26: deswegen mir hat dieses Netzwerk jetzt nicht unbedingt gefehlt und Ich finde es gibt inzwischen auch sehr gute Frauennetzwerke Und auch dass hat ein Für und ein Wieder.

01:10:33: irgendwie da bin ich auch nicht immer ganz klar wie ich dazu empfinde, aber grundsätzlich dass die Geschlechterrolle eine unterschiedliche ist.

01:10:45: Das es auf jeden Fall für mich immer präsenter geworden um sehr älter ich werde.

01:10:50: Das passt ganz gut mit meiner Erfahrung.

01:10:52: Ich bin Dorfkind, ich bin noch so ein zweihundertseelender Dorf groß geworden.

01:10:55: bei uns war selbstverständlich man konnte gar nicht unterscheiden zwischen Aufgaben für Mann oder Frau weil die Dorfeuerwehr war eine freiwillige Feuerwehr.

01:11:02: ohne die Frauen hätten wir das nicht stemmen können ohne die frauen würde Dorfgemeinschaft nicht funktionieren.

01:11:07: alle waren berufstätig meine Eltern auch.

01:11:09: ich bin quasi Wendekind Und habe das von früh auf schon kennengelernt und habe es genau empfunden.

01:11:15: Ich dachte auch immer so bei der Bundeswehr, hab eigentlich alles so gemacht wie es vorgegeben war.

01:11:20: Ich habe jetzt natürlich Spitzen immer erfahren, Diskriminierung... Vielleicht war ich auch zu blind dafür?

01:11:27: Vielleicht war also im System um nur gefallen wollen dass ich das nicht gemerkt habe.

01:11:31: Das muss man natürlich auch immer sehen.

01:11:34: Mir geht das doch nicht so.

01:11:35: Ich habe mich so gut den Strukturen angepasst, ich bin nicht die Frau!

01:11:39: Das muss sich mir im Nachgang auch sicherlich gefallen lassen zu sagen vielleicht war ich einfach so gut in meinem Kopf indoktriniert von dem gesamten Ding dass ich mich sehr angepasst habe und mich sehr wohl darin gefühlt habe das alles zu übersehen.

01:11:51: Und jetzt gerade durch die Praxis merke ich nochmal einen ganz großen Switch.

01:11:55: Denn da kommen die Frauen mit Diskriminierungserfahrungen, die nicht nur weiblich sind sondern Migrationshistorien haben Skin of Color etc.

01:12:02: Und die erzählen dann, dass du schon bewertet wirst.

01:12:04: Insbesondere wenn es in deine Richtung Perimenopause geht.

01:12:07: Du hast deinen biologischen Auftrag erfüllt.

01:12:09: Die Freude kann sowieso nicht mehr schwanger werden.

01:12:10: Warum sollte man ihr Hormone geben um Wechsel-Symptome abzuschwächen?

01:12:15: Dann zu der Auseinandersetzung überhaupt auch in der Medizin wie sehr ist Leiblichkeit sichtbar?

01:12:20: in den Diagnosen und in den Lehrbüchern In unserer Forschung, in der Forschungsförderung etc... kommt ihr das auf einmal dann doch sehr präsent vor.

01:12:28: und dann reflektiert man sich in seiner Rolle.

01:12:30: Und fragt sich, okay welche Forschungsanträge habe ich gestellt?

01:12:33: Welche Promovierenden habe ich gefördert?

01:12:35: Wo ist vielleicht auch meine Rolle in den Frauennetzwerken?

01:12:38: Ich sehe das ähnlich wie du Dana!

01:12:40: Ich profitiere momentan nicht von den Netzwerken weil ich zum Beispiel... Ich hab innerlich so ein Problem damit wenn Netzwerke sich um Probleme drehen im Sinne über die Gläser eine Decke zu reden anstelle, Maßnahmen anzukreifen indem man zum Beispiel in Resenzmedien oder auf Tagungen wie auch immer Frauen einfach ganz selbstverständlich hinholt.

01:12:59: Und das habe ich jetzt versucht im Unternehmen umzusetzen.

01:13:01: wen stelle ich an?

01:13:02: Wen förder ich?

01:13:03: wohin spenden wir unsere Gelder?

01:13:04: was ist so Firmphilosophie und erst mit dieser Auseinandersetzung merke ich tatsächlich es ist überhaupt nicht einfach.

01:13:10: Es ist gar nicht einfach den Blick dafür zu haben wo diese gläserne Decke ist, nicht umsonst ist die Gläsern.

01:13:15: Man übersieht sie manchmal auch und dann eben auch in eine ganz kritische Reflexion zu gehen.

01:13:20: Ich war manchmal auch einfach ein sehr guter Mitspieler in dem System und habe Dinge gefördert, die ich gar nicht erkannt habe dass ich sie fördere.

01:13:28: Ein kleiner Teil zum Anfang kann man auf jeden Fall schon direkt beginnen und zwar mit Gendern.

01:13:33: das macht mehr Sichtbarkeit und es ist super easy.

01:13:36: Also ich schreibe in meinen Arztbriefen immer, stellen Sie sich bei Ihrer Hausärztin oder nirgendwas in den Fachärzten vor.

01:13:42: Echt gut!

01:13:44: Mikro-Feminismus?

01:13:46: Nein, finde ich gar kein Feminismus ist einfach... Aber ich muss andersrum sagen.

01:13:53: Ich habe das in dem Moment nicht so wahrgenommen.

01:13:54: aber wenn ich zurückblicke hab' ich vom Männernetzwerk profitiert von dem Automatischen Männernetzwerk.

01:14:02: also ich glaube Ich wurde häufiger in meinem Leben in Positionen gehoben, wo ich nicht besser war als eine Frau einfach weil ich der Kerl war.

01:14:16: Wann hast du das gemerkt?

01:14:17: Dass du davon profitierst oder dass das passiert ist?

01:14:20: Ich glaube eher jetzt in den letzten... also ich würde sagen in den Letzten fünf sechs Jahren wenn man da wo ich reflektiert habe auch vielleicht wo?

01:14:32: meine frau Wir haben uns im Studium kennengelernt, haben zusammen das Studium beendet und haben dann die Ausbildung zusammendurchlaufen.

01:14:40: Im Endeffekt also in verschiedenen Fachrichtungen.

01:14:43: aber natürlich sieht man ja wo da Förderung stattfinden, wo nicht Und ich will nicht sagen dass sie nicht gefördert wird.

01:14:52: Also sie ist sehr gut in dem was sie tut.

01:14:56: Aber ich glaube dass mir viele Sachen in den Schoß gefallen sind.

01:15:01: Einfach nur

01:15:03: Für die eine

01:15:06: Frau hätte arbeiten müssen.

01:15:08: Ich würde sagen, ich habe schon dafür gearbeitet.

01:15:10: Aber ja also ich glaube da ist mir viel leichter gefallen.

01:15:19: Ja

01:15:19: gut Männer fördern halt leider strukturell eher Männer.

01:15:23: Also die gleichen Charaktereigenschaften, die gleichen Eigenschaften grundsätzlich.

01:15:27: wenn die geteilt werden dann wird das gefördert und in Führungspositionen mehr Männer sind, dann führt sich das sofort.

01:15:37: Genau, absolut!

01:15:38: Das ist auch statistische Erhebungen zu.

01:15:41: Es sind ganz, ganz spannende Diskussionen, die habe ich erst vor zwei Tagen geführt und zwar hat sich eine meiner Mitarbeiterinnen Schwanger gemeldet.

01:15:46: ne?

01:15:47: Das ist total tolle Sache.

01:15:48: Ich sage dann auch erstmal, oh Gott sowieso von Personal- und so Mitarbeitern für Lohmbuchhaltung.

01:15:53: Das ist schon ein eigenes Thema und dann meldet sich eine Schwanger.

01:15:55: Das war halt mal so System überladen.

01:15:57: was muss ich jetzt überhaupt tun?

01:15:59: heißt es gar nicht so schlimm?

01:16:00: ich hab mich super gefreut Hab das dann auch im Freundeskreis erzählt und so eine Reaktion, die fand ich sehr nüchterbetrachtet.

01:16:07: Fand ich die interessant.

01:16:08: aber ich muss sagen jetzt darf man doch so nicht sagen.

01:16:12: Ein Freund meinte ja eigentlich als Unternehmer würde ich gar keine Frauen anstellen.

01:16:17: oder wenn da nur homosexuelle Männer die keine Kinder haben wollen weil für dich als junger Unternehmerin Hast du jetzt die Kosten?

01:16:24: Du musst sie weiter anstellen.

01:16:26: Kannst sie nicht kündigen, aber von der Frau nichts.

01:16:29: Weil sie wird da Mutti und kann Kursen nicht geben was auch immer.

01:16:37: Dass du nur Frauen einstellst würde ich nicht tun.

01:16:39: Warum nicht nur schwule Männern?

01:16:40: Die wollen keine Kinder.

01:16:41: also das ist nimmermerkt schon so ganz viele Vorteile...

01:16:44: Da sind aber sehr viele stereotypische Menschen, die wollen keine Kinder.

01:16:48: Ja oder statistisch gesehen unwahrscheinlicher als dass jetzt eine Frau, die du mit Mitte dreißig angestellt hast auf einmal einen Kinderwunsch bekommen, da hat sie mir schon, ja das ist so vielleicht betriebswirtschaftlich nüchternbetrachtet, mag er da vielleicht recht haben und die Frage ist nur, wollen wir das?

01:17:04: Er hat doch ne Mutter!

01:17:06: Also ich würde es gar nicht bäschend sagen, aber wir haben doch alle Mütter und irgendwie sind die doch genauso wie Kinder auch Teil unserer Gesellschaft und das gesellschaftlichen Fortlebens.

01:17:17: Und irgendwie finde ich... irgendwie müssen wir doch versuchen das Ganze zu integrieren!

01:17:23: Ich war einfach so buff davon gewesen weil ich mir gedacht habe also Soll das wirklich der Kern des Lebens sein, deines Lebens?

01:17:31: Dass es sich eigentlich alles nur darum dreht.

01:17:33: Was ist wirtschaftlich und was ist tragbar?

01:17:36: Was ist irgendwie jetzt opportuner oder möchte mein Leben so gestalten?

01:17:41: Was integrativ macht für alle?

01:17:43: Und zwar wirklich ob Mutti nicht Mutti im Alter angekommen mit vielleicht auch Lebensevents die einem wirklich mal schnell aus dem Arbeitsalltag herausgehen müssen.

01:17:53: Das ist ja genau so.

01:17:54: also da ist doch meine Herausforderung jetzt im Krankenhaus einen Dienstplan so zu strecken, dass ich Auswahl kompensieren kann oder ein Unternehmen aufzubauen was sich so gut trägt.

01:18:03: Dass ich es Menschen erlaube, dass sie ein Leben haben dürfen und nicht daran kaputt gehen weil Sie jetzt schwanger werden und dann gekündigt werden.

01:18:11: also da glaube ich doch das sollte das große Ziel sein.

01:18:15: wir müssen doch nicht alles immer nur nach dem bestmöglichen Ertrag denken und damit eben auch uns aufgeben daran.

01:18:21: Der Partner einer Freundin ist jetzt gekündig worden, schuldige Tom in der Elternzeit Wo man halt auch denkt, ja also natürlich in der Elternzeit darf er nicht gekündigt werden.

01:18:31: aber ihm wurde quasi gesagt nach der Eltern Zeit kannst du gehen.

01:18:36: Weil er sich ertreistet hat sechs Monate Elternzeit zu nehmen und das ist ja auch wiederum ein Problem.

01:18:41: Wurde der Vertrag nicht verlängert oder wurde er gekündig?

01:18:44: Das finde ich jetzt gerade weil gekündigen dürfte er eigentlich gar nicht wehrten.

01:18:50: auslaufender Vertrag nicht verlängert werden.

01:18:52: Ne, ne wirklich ihm wurde quasi gekündigt.

01:18:56: ich weiß dass es in der Elternzeit grundsätzlich nicht geht aber ihm wurde schon gesagt das danach wenn er wieder da wäre weil er eben jetzt ich glaube IT da ist er sechs Monate Elternzeit gemacht hat und ja jetzt die nachteile dessen erfährt was sonst öfter den Frauen widerfährt in Anführungszeichen, aber er jetzt als Vater auch eine Diskriminierung erfährt.

01:19:21: Und das ist auch wiederum ein Punkt, dass wir dann anfangen okay die Frauen für dieses jetzt in Ordnung Teilzeit zu arbeiten weil sie sind ja Mütter und haben Kinder.

01:19:32: im Zweifel ne?

01:19:33: Wenn du aber Teilzeit arbeitest und kein Kind hast ah schwierig!

01:19:36: Auch schon wieder so'n Ding.

01:19:38: und wenn du dann aber als Vater irgendwie Teilzeit machst um auch für die Kinder da zu sein oder im Zweifel auch Elternzeit machst, wirst du ja

01:19:46: auch

01:19:46: beäugt so nach dem Motto wie der macht länger als diese obligatorischen vier Wochen Elternzeit.

01:19:51: Als Vater.

01:19:53: Wo ist denn die Mutter?

01:19:55: Mir schlug das Herz bis zum Heiz, als ich das erste Mal zu meinem Chef gehen musste und sagte, ich möchte gern fünf Monate Elternzeit machen.

01:20:06: Fünf Monate ist nicht mal Paris-Paris aber mit Stillen halt schon.

01:20:12: und weil ich diese ganzen negativen Geschichten gehört habe, mein Chef hat damals Gott sei Dank gesagt natürlich machen sie das.

01:20:18: Also was denn sonst?

01:20:22: Aber es ist trotzdem ja... Weil das Rollenbild so vermittelt ist also als Mann oder Arzt fünf Morte

01:20:33: Ja, und das sind super wertvolle Aufgaben auch die man in der Elternschaft wahrnimmt.

01:20:40: Am Ende muss man sich immer fragen wofür gebe ich meine Arbeitsenergie her?

01:20:43: Und lohnt es sich in dieses Arbeitssystem zu investieren?

01:20:47: Da kommt ganz oft bei mir mittlerweile ein Nein raus!

01:20:49: Ich mache keine Lehrarbeit mehr und ich muss mal überlegen ist das jetzt dienlich für meine Hauptaufgabe oder nicht?

01:20:55: Was erwarte ich und verlange ich dann eben von meinem Team ab oder von meinen Mitarbeitenden?

01:21:02: Also Reibungsverluste, die braucht man glaube ich auch nicht mehr für sich im Alltag und deswegen könnte man schon glaube ich effektiver arbeiten.

01:21:13: Auch mit dem Personal was man zur Verfügung hat und vielmehr auch kompensieren das Menschen in Teilzeit gehen oder in Elternzeit oder einfach aufgrund von anderen Konditionen nicht zur Verfügung stehen.

01:21:23: wenn wir lernen würden die unsere verfügende Arbeitszeit vernünftig zu nutzen und das erlebe ich eben im System Krankenhaus nicht Ich merke das jetzt durch die nebenberufliche Tätigkeit.

01:21:32: Bin ich ihm gezwungen, dass maximal Effektivste aus einer Arbeitsstunde heraus suchen und dieses Zwingen bringt mich dazu neue Lösungen zu denken.

01:21:42: Welche Arbeitsmittel nutze ich?

01:21:43: Die zum Beispiel Schichtdienst kompatibel sind, dass mein Team auf die zugreifen kann in Kommunikationssachen lesen kann?

01:21:52: oder auch einfach, welche Prozesse sind delegierbar?

01:21:56: oder wo?

01:21:57: brauche ich vielleicht nur eine Sechzig-Siebzig-Prozentlösung und muss nicht hundert Prozent geben.

01:22:00: Und da muss sich schon merken werde ich wirklich krantig wenn meine Arbeitszeit missbraucht wird für so Kleinst-Kleinstachen für wie gesagt Schriftstücke die dann geschrieben werden müssen, die nach zwei Wochen sowieso im Müll landen aber ganz viel Energie von mir gekostet haben.

01:22:17: Das fällt uns Ärzten schwer nicht hundert Prozent Lösungen zu verlangen, das Optimum.

01:22:22: Also manchmal ist es gut, auch gut genug und dann ist das für so den eigenen Energiehaushalt vielleicht gar nicht so schlecht sich damit auszufrieden zu geben.

01:22:31: Ein sehr gutes Beispiel aus dem Podcast war dass wir letztens Dominic seinen Beitrag über ich glaube Artäde-Punktion war das gepostet hat und es ging ja um den Inhalt dieser Arbeit also um den inhalt des Artikels.

01:22:47: Wir haben einen KI Bild genommen.

01:22:49: er hatte das generiert Torben und Paula und ich, wir machen oft auch irgendwie ein bisschen spannendere Titelbilder für irgendwelche Beiträge.

01:22:58: Auch weil uns das manchmal Spaß macht und wir dann so ein bisschen dabei abschalten können oder so, ne?

01:23:02: Und Dominik hatte halt aber auch dafür die Zeit in dem Moment nicht und hat halt dieses KI-Bild genutzt – und ich fand es vollkommen okay!

01:23:10: Es ging wirklich einfach nur darum irgendein Titelbild für diese Arbeit zu haben.

01:23:14: Was?!

01:23:15: wird natürlich darunter kommentiert.

01:23:17: Also das Ultraschall steht auf der falschen Seite und so wie die punktiert, kann man ja gar nicht punktieren?

01:23:21: Und was soll es überhaupt von der Arterie sein mit der sie da punktiert?

01:23:25: Da frage ich mich dann schon ein bisschen, was genau ist die Intention uns jetzt gerade zu sagen dass das alles fachlich auf diesem Bild nicht perfekt dargestellt ist, was wir auch nie irgendwie versucht haben dazustellen?

01:23:41: Fair enough kann man auch mit Sicherheit anmerken, die Frage ist so ein bisschen

01:23:45: wie

01:23:46: und hätte es unsere Zeit wirklich in Anspruch nehmen müssen das jetzt ins kleinste Detail zu perfektionieren.

01:23:56: Und ich denke mir halt ehrlicherweise bei diesem Bild ja es war vielleicht nicht optimal gewählt okay aber hat der Sache jetzt irgendwie einen Abbruch getan wie gut dieser Artikel ist?

01:24:08: Nein!

01:24:09: Das heißt ja, wenn die Leute sich schon mehr damit beschäftigen das Bild zu analysieren als in die Tiefe des Artikels zu gehen wo die Schwerpunkte sind.

01:24:15: Da geht es um eine Blaming Kultur jemanden anzuprangend für etwas was man herausgefunden hat dieses eine kleine Fützelchen an dem man sich aufhalten kann um zu zeigen naja die ist ja doch nicht so perfekt wie sie immer glaubt.

01:24:28: und ein bisschen an dem Schein zu kratzen den du dir vielleicht gar nicht selber aufgebaut hast den du nie wolltest.

01:24:33: Du wolltest diese Rollenzuschreibung nie haben die aber andere für dich gewählt haben Punktmenschen, der Selbstdarstellerin oder diejenigen, wie das Brau fürs Ego.

01:24:43: Das sind ja so Dinge, die kommen dann ganz schnell.

01:24:45: Das habe ich auch erlebt wenn Leute durch Social Media scrollen um sich ein Bild von einem zu machen und wo man einen nicht kennt.

01:24:50: Dann wird da eine ganze Menge rein im Prinzip interpretiert.

01:24:53: Ich spiel mittlerweile auch damit mir ist es durchaus bewusst.

01:24:55: Es wäre auch verblendet, wenn man das glaube ich nicht für sich realisieren würde.

01:24:59: Aber das, was man mit dir dadurch macht, das entlastet ja viele.

01:25:02: Das baut dich schon mal so ein bisschen zu einem Feindbild auf und anstelle eben die Anerkennung auch mal zum Ausdruck zu bringen für das, dass wirklich gut ist in der Leistung, die dahinter steht.

01:25:10: Und das ist glaube ich etwas, was das Medizinsystem noch gut lernen kann.

01:25:14: nicht nur die Dankbarkeit sondern auch die Anerkennung gerade für Jüngeren Tom hat das vorhin gesagt, wann darf man etwas sagen oder gefragt?

01:25:22: Wann ist der Moment da den Mund aufzumachen und zu dir häufig mit Erfahrung gerechtfertigt.

01:25:26: Ja, das kannst du dir angelegensten haben aber du musst erst mal die Erfahrungen selber machen und dann kannst du mitreden.

01:25:32: Und das erlebe ich bei einem sehr guten jungen Kollegen gerade auch, der viele Vorträge hält gut in Fachgesellschaften verknüpft ist.

01:25:39: Aber er darf es noch nicht sagen!

01:25:41: Der hat ja die Empfang nicht gemacht.

01:25:43: Wieso kann er sich hinstellen zu so einem kontroversen Thema wie Hospitale, Sexio etc.

01:25:47: und Vortrag dazu halten?

01:25:49: Dann frage ich mich nachher, wie viele Oberärzte haben es denn gemacht und halten Vorträge darüber oder...

01:25:52: Was erlauben!

01:25:55: Genau na und das ist sehr traurig leider.

01:25:58: Dann wird er zur Ziehscheibe und man wartet nur auf den Fehler.

01:26:00: Und das hatte ich lange auch, dass so nach Motto vor Sophia am schlimmsten ist der Scheiter nicht für dich sondern was die Menschen daraus machen.

01:26:06: Das ist mir bewusst.

01:26:07: Es gibt Menschen, die analysieren Podcasts und Zeitungsartikeln.

01:26:10: Das weiß ich weil die Bundeswehr das auch gemacht hat und mir dann die markierten Artikel zugeschickt.

01:26:15: Weil sie darauf warten, dass der Fehler passiert, dass sie etwas gefunden haben um den Schein der Frau zu brechen.

01:26:21: Wir haben das auch schon.

01:26:22: Männer gesagt.

01:26:22: mein Ziel ist diese Frau zu Brechen.

01:26:24: Das hatten wir ins Gesicht gesagt.

01:26:26: wie traurig muss es sein?

01:26:27: Wenn jemand sich das zu einer Aufgabe macht, anstelle zu sagen, was ist der Kerneaufgabe?

01:26:33: Ist sie jetzt jemanden, der das macht um sich zu profilieren oder um vielleicht ein Feld wie zum Beispiel kontroversistetische Medizin.

01:26:40: Was ein Thema ist, was sehr mehr so günbehaftet ist und was sehr viel mit Diskriminierungserlebung auch zu tun hat anders zu denken.

01:26:47: Vielleicht weg aus der Schmuddelecke der reinen Geld verdienen ärztlichen Kolleginnen die unbedingt nach dem Studium ohne Fachärztliche Ausbildung das machen möchten zu sagen, okay Fachärztlichkeit gehört auch dahin.

01:26:57: Vielleicht auch ein gesundes medizinisches Denken um das Bedürfnis der Menschen zu erfüllen.

01:27:01: und Das erlebt man ja in jeder Sparte.

01:27:04: Und das finde ich ist sehr sehr traurig und macht es ihm so mühsam.

01:27:07: und ich weiß kann mir nicht vorstellen oder Ich kann mir gut vorstellen dass vielleicht irgendwann der Punkt kommt wo ich die Energie nicht mehr habe So diese Spannung auszuhalten Oder immer diesen Kampf zu führen mich zurechtfertigen.

01:27:18: und Ja da hilft vielleicht nur gutes Netzwerk oder support untereinander

01:27:24: Oder Coaching

01:27:25: oder Coaching, kann ich nur empfehlen.

01:27:27: Das ist wirklich... Danke an Nicky Angel!

01:27:31: Also erstmal Support untereinander?

01:27:33: Ich glaube das ist etwas was wir daraus lernen müssen.

01:27:37: Wir müssen uns gegenseitig unterstützen und das heißt aber auch die Belastungen jeweils anderen der anderen zu sehen.

01:27:45: Ich glaube dass es ein ganz wichtiger Punkt und weg von dieser Blaming Kultur die wir vorhin schon angesprochen haben Aber du hast gerade schon Positionierung angesprochen.

01:27:55: Wie ist das dann sowohl in Social Media als auch in der Bundeswehr für dich, wenn du dich politisch positionieren willst?

01:28:02: Da gibt es ja rechtliche Vorgaben klar und nicht alles.

01:28:05: gerade im Uniform darf gesagt und getan werden.

01:28:09: Das ist auch richtig so.

01:28:09: meine Staatsbürger in Uniform hat ganz natürliche Verpflichtungen.

01:28:14: Ich glaube, das würde keiner infrage stellen, dass man sich einfach zur FTGU positioniert und politische Extreme dort ausklammern.

01:28:20: Ich habe dazu ein Glück nicht das Gefühl, dass mir in irgendeiner Art und Weise Wort oder Mund verbietet.

01:28:25: Natürlich je höher man nimmt auch im Dienstgrad aufsteigt und so mehr Verantwortlichkeit hat man auch.

01:28:29: Das sehe ich aber gerade als mein Vorteil, weil ich bin Staatsbürgerin Uniformen und für das was ich an meiner psychischen Gesundheit und körperlichen Gesundheit aufgebe diese Gesellschaft zu erhalten, erlaube ich mir auch das Mitspracherecht.

01:28:42: Und ich sehe es sogar noch strenger und sage, dass ist eine meiner Verpflichtungen dafür einzustehen und für eine Zivilgesellschaft mich einzusetzen in der ich noch leben möchte – die ist liberal, die ist garantiert nicht kritiklos!

01:28:54: Das müssen wir uns beibehalten und das müssen wir auch aushalten.

01:28:57: Ich sehe dazu verschiedene politische Couleurs, nicht alles was ich selber für richtig und wichtig halte muss ich immer gehört haben oder verteidigen.

01:29:08: Das ist eine U-Aufgabe der Soldatin, einfach auch andere politischen Meinungen zu verteidigend und einzutreten, solange sie nicht ins Extremabgleiten.

01:29:16: Aber das ist natürlich immer ne schmale Gradwanderung.

01:29:19: Aber mich schulds zum Beispiel oder auch schon da drin, Meinungen mal auszuhalten und auch zu reflektieren und zu sagen, Sophia du bist jetzt vielleicht doch nicht so... Die Spitze Dein Lebensweg hatte ich vielleicht zu der Meinung gebracht, aber es hätte auch anders kommen können mit anderen Erfahrungen, anderen Erlebnissen.

01:29:35: Andere Menschen in meinem Umfeld hätte ich vielleicht doch ganz anders gepolt sein können.

01:29:38: Dana wie hast du das erlebt?

01:29:41: Ich glaube ich schlüpfe da zum Teil in unterschiedliche Rollen wenn ich ehrlich bin.

01:29:47: Ich würde als Klinik angestellte an der Uniklinik jetzt mich nicht so klar positionieren wie ich das zum Beispiel im Podcast-Tour oder in meinem privaten Umfeldtour.

01:30:00: Ich finde es super, super wichtig sowie Sophia auch schon gesagt hat liberal zu denken und vor allen Dingen die Menschlichkeit in den Vordergrundzustellen in der medizinischen Versorgung.

01:30:12: Das heißt dass wir alle Menschen so annehmen wie sie sind und sich so auch behandeln Und mir das vollkommen egal ist ob das jetzt in irgendeiner Form eine Varianz im Aussehen ist, weil man sich tätowiert oder weil man irgendwie ein Tunnel trägt.

01:30:30: Oder weiß ich nicht?

01:30:32: Jemand der kein Dach überm Kopf hat soll genauso behandelt werden wie der Anzugträger.

01:30:39: Gleiches ist mit People of Color.

01:30:40: Ich muss doch alle gleich behandeln damit wir persönlich sozusagen nicht irgendwie da rein verfallen und den einen besser und den anderen schlechter.

01:30:53: Das zieht sich als Ärztin doch überhaupt nicht, dementsprechend kann ich das im Podcast sehr klar so formulieren würde aber jetzt nicht offen als Ärztin der Uniklinik mich gegen die AfD aussprechen wenn ich dort eine weiß ich nicht in einem Interview gefragt werden würde weil ich da die Sorge hätte Dass ich das vielleicht irgendwie nicht sagen darf oder dass sich damit in irgendeiner Form gegen irgendwelche Richtlinien in Anführungszeichen verstoße.

01:31:23: Was ich wahrscheinlich gar nicht tun würde, aber ich weiß es nicht und deswegen würd' ich's nicht

01:31:26: machen.".

01:31:27: Und man ja auch wieder die Rolle hat die andere?

01:31:30: Du hast eine andere Uniform, die der Uniklinik und vertrittst damit ein bisschen so den Corporate Identity... Die Ausmöglichung, das stimmt schon.

01:31:40: Das ist bei der Bundeswehr sicherlich auch immer ein ähnliches Thema.

01:31:43: Ich muss sagen es gab einmal in einer Situation bin ich wirklich an meine Grenzen gekommen der Patientinnenversorgung und da ging's tatsächlich um jemanden der nachweislich folter am Menschen ausgeübt hat.

01:31:53: Und das hat mich, muss ich sagen schon, das war eine ganz schöne Herausforderung damit die Qualität zu wahren.

01:32:02: Ich schlug das jetzt runter mit all dem Wissen, was ich habe zu der Situation.

01:32:06: Das war schon eine Herausforderung.

01:32:09: Ich glaube, dass ist krass!

01:32:10: Also kannst du wahrscheinlich auch nur wissen wie du selbst in der Situation reagierst wenn du in der Situation gewesen bist?

01:32:21: Ich wurde... also ich trage meine politische Meinung.

01:32:25: ja umso lauter es in der Gesellschaft

01:32:29: ist

01:32:29: auf jedem T-Shirt Auf ihrem T-Shirt und so lauter es in der Gesellschaft wird, umso lauter trage ich sie.

01:32:34: Ich wurde mal gefragt warum ich das tue?

01:32:38: Ob ich denke dass sich dadurch irgendwie überzeugen würde... Und da musste ich lange drüber nachdenken und konnte dann dem Moment nicht scharf sind die Antworten habe aber beim Nachhinein gedacht ne ich mach's nicht um irgendwem zu überzeugen sondern um denen die genauso denken zu zeigen ist er nicht alleine?

01:32:58: also Hier gibt es eine Kultur oder hier gibt es auch Leute, die so denken.

01:33:04: Weil man manchmal ja in diesen Social Media Blasen denkt okay das driftet ab.

01:33:11: Das geht bestimmt in beide Richtungen also in alle Richtungen.

01:33:14: Also man driftet halt in diese Blase ab und...

01:33:18: Im Sinne des Group-Thinkings dass du unterbrechen möchtest ne?

01:33:21: Ja genau!

01:33:22: Dass er sich irgendwie nicht alleine fühlt.

01:33:25: Ja das ist ein guter Aspekt.

01:33:26: deswegen Habe ich eine Zeit lang auch beispielsweise auf Facebook oder irgendwo anders mitkommentiert, um zu zeigen es ist eben nicht die Meinung aller.

01:33:37: Sondern es gibt einfach nur eine kleine Mehrheit, die sehr laut ist – eine kleine Minderheit, aber die sehr laut ist und deswegen so überrepräsentiert.

01:33:47: Und durch Bots und Algorithmus noch gefüttert ist?

01:33:50: Natürlich!

01:33:51: Kommen wir auch an die Grenzen letztlich der unserer Zeit, dass nicht alles was gesagt ist tatsächlich auch ein realer Gedanke ist.

01:33:57: Sondern ja wie ja auch Opfer von Propaganda sind und auch von Manipulationen.

01:34:03: und das zu durchsteigen und auch zu erleben wie Sämmerndau beeinflusst wird.

01:34:07: Das raubt eben auch viel Kapazitäten.

01:34:09: Das muss man noch lernen wie man lernt in wissenschaftlichen Artikel zu analysieren.

01:34:12: Ist es fast schon im Social Media ausgebeuert?

01:34:14: Und das zu dischafrieren.

01:34:16: Absolut also und Wir haben finde ich in der breiten Masse als Ärzteschaften noch nicht gut gelernt, wie man ein wissenschaftlicher Artikel analysiert.

01:34:28: Und noch viel schlechter sind wir da drinnen Social Media Posts zu analysieren.

01:34:35: also alle eingeschlossen mich explizit auch.

01:34:42: Ja weil es aber auch irgendwie keinen richtigen Anteil haben darf habe ich manchmal das Gefühl weil auch das schon wieder so eine Schmuddelecke drückt wird, dass man wenn man in irgendeiner Form Social Media Inhalte beispielsweise konsumiert um was zu lernen dann wird immer dem Ganzen gleich so ein... das ist aber alles nicht so fachlich aufgedrückt.

01:35:07: Also nicht immer!

01:35:08: Aber es kann zumindest passieren und das ist natürlich auch wieder ein Problem.

01:35:13: Das ist genau so wie Foam ganz zu Beginn ja auch war.

01:35:16: Also wurde nicht publiziert, wie kann die Meinung dann fachlich sein oder wie kann sie denn richtig sein?

01:35:20: und woher weißt du denn dass das stimmt was denn da gepostet und erzählt wird vor allem wenn es ihm gerade noch nicht leidlinienwissen ist?

01:35:29: Aber da kann man wieder super die Quelle von Paula in der letzten oder im letzten Podcast, oder im April-Podcast vielmehr zitieren.

01:35:37: Die ganzen KI-Quellen, die alle fabuliert sind... Erst mal aufdeckt auch in den hochrangig publizierten Journals Ja!

01:35:48: Da siehst du es auch nicht alles genau das was da steht

01:35:51: Und KI?

01:35:52: Also als Herausgeber Auch von einer Fachzeitschrift stellt es uns vor enorme Herausforderungen.

01:36:02: Muss man einfach so sagen, also... Ja,

01:36:04: weil daraus dann dem Gleitlinien wissen wird und das wird immer schwieriger, dass zu identifizieren in dieser Wulz, in dieser Masse einfach auch was produziert wird.

01:36:12: Und das geht ja nur noch um Produktivität.

01:36:14: Das ist ein richtiger Wissenschaftskapitalismus geworden – immer weiter, immer mehr!

01:36:19: Weil er's eben an Titel gebunden ist.

01:36:21: wenn du nicht diese Leisten bringst in den Tempo, was jetzt gefordert wird Hast du jemanden in der herkömmlichen Karriere nicht zu suchen?

01:36:27: Na dann ist da irgendwann EDK, Ende der Karrierei wie einer kürzlich zu mir meinte.

01:36:33: Und das ist halt so tragisch daran und das sind wir wieder so bei diesem Karrieraufbau in der Klinik.

01:36:38: zwangsläufig musst du da mitspielen.

01:36:40: Du musst, wenn du richtig gut sein willst die universitäre Laufbahn war gemacht haben eben diese ganzen Forschungsleistungen gebracht haben und so und dann bist du ganz schnell in diesem Studel aus muss man ja mittlerweile sagen auch Fake, Fake Publikation Tempo um noch modern zu sein und das Tempo kannst du teilweise nicht halten wenn du Drittmittel einforderst Wenn du durch die ganzen Ethik Geschichten gehen musst Und ist dann schon veraltet.

01:37:02: also dass was du publizierst wird immer an einer gewissen Art und Weise alt sein und der Druck der wird dir auch noch steigen einfach weil wir so überholt werden von Chatibit etc.

01:37:12: Das macht es ja nicht einfacher, das heißt wie willst du zukünftige Führungskräfte denn ausmachen?

01:37:17: Wer ist geeignet zu führen wenn wir das an diesen Parametern weiterhin messen und wenn wir Menschen diskriminieren die eine Auszeit nehmen die in Freizeit Teilzeit gehen oder sich aus anderen Gründen entscheiden außerhalb der Tätigkeit in der Klinik was zu machen, was ja viel mehr bringt.

01:37:34: Also ich würde doch lieber jemanden einstellen, der eine gewisse Lebenserfahrung reife Führungskompetenz mitbringt als jemand, der dieser Möhre hinterher gehechelt ist jetzt eine Karriere zu folgen oder einfach nur zu publizieren, Bullshit zu publzieren um diesen Titel zu bekommen und sich eine Uni rauszusuchen die möglichst geringe Kriterien für den PD hat

01:37:52: Und vor allen Dingen auch so wieder dieser Aspekt, irgendwie jemand der Lebenserfahrung hat.

01:37:57: Beispielsweise Mütter können sich extrem gut organisieren weil die das den ganzen Tag mit den Kindern machen müssen.

01:38:02: also ist das ja nicht unbedingt immer ein Nachteil aber es wird in der Gesellschaft oft so ausgelegt.

01:38:07: Ein weiterer Aspekt den man vielleicht bei diesem Forschungsthema vielleicht auch noch hätte ist dass man wenn du viel forscht In deiner Laufbahn und das vielleicht auch während deiner Weiterbildung machst weniger Zeit an Patienten oder der Patientin verbracht hast.

01:38:23: Und das ja auch im Zweifel sein kann, dass du zwar Professor-Doktor irgendwas bist und ich möchte das jetzt niemanden persönlich unterstellen aber vielleicht dann in der Klinik einfach weniger Erfahrung.

01:38:37: Ja, Titelblende total.

01:38:39: Ich bin gerade aus einer Fachgesellschaft ausgestiegen wo ich da auch meine innerlichen Schlussstrich ziehen musste.

01:38:46: Da ging es tatsächlich auch um eine Zusammenarbeit.

01:38:48: die hatte ich mit einer Forschungsarbeit mal vor mehreren Jahren gehabt Aber mich nach Prüfung dagegen entschieden, die zu forcieren.

01:38:55: Drittmittel waren schon beantragt.

01:38:56: Die waren kurz vor der Genehmigung und wir haben das dann zurückgezogen weil wir nämlich in der Dissertationsschrift, der PD-Schrift im Plagiat festgestellt haben aber die Hochschule im Ausland war, die das nicht verfolgen wollte wegen schlechter Ruf, Privatunier, man das unter den Tisch gekehrt hatte.

01:39:13: Ich dachte, okay bist du brav?

01:39:15: Meldest das den einzelnen Institutionen und was ist im Nachgang passiert.

01:39:19: Das hätte ich nicht gedacht.

01:39:20: also ich habe mich damit gerechnet dass der Spieß dann umgedreht wird und gesagt wird es macht sie aus Night and Miscons wir sich selber profilieren mit Forschungsvorhaben und das ein bisschen dann runterfallen lassen hat in dem Sinne von wir kehren das jetzt mal unter den Teppich und siehst das kleinere Licht dort was man so ein bisschen verkraftet kann da zu stellen als jemand naja ja es ist so das Mädchen das jetzt ein bisschen große Klappe hat Dass mir zum ersten Mal wirklich dann wieder das Thema aufgefallen ist, hast du selber nicht den Titel.

01:39:46: Die Professor jetzt hat dir däcks die Dinge auf, beweist dir, legst sie nach und wirst dann als jemand hingestellt, der es offensichtlich macht um jemanden anderen zu schaden?

01:39:54: Und du hast... wir sind so ein bisschen in die Hände gebunden!

01:39:56: Also wenn man die Beweise nicht folgen möchte wie geht man damit um?

01:39:59: Wie geht man auch in der Wissenschaft damit um schlechte Forschung dazulegen Plagiarde aufzudecken?

01:40:05: zu sagen hier ist etwas faul ich entscheide mich dagegen aber Ich habe keine Professur, ich hab kein PD.

01:40:10: Warum sollte man mir glauben?

01:40:12: Für jemanden der die Professur hat, der sich das über ganz viele Umwege... Ich will nicht sagen, erschlichen kann man so nicht ausdrücken aber dazu gekommen ist, sagen wir mal so.

01:40:21: Dazu gekommen ist über private Hochschulen

01:40:23: etc.,

01:40:24: die sich einfach sehr gut positioniert haben und man dann irgendwann darüber steubert und sich denkt da ist was faul.

01:40:30: Und da muss ich schon sagen, da bist du dann eben nur die kleine Frau ohne Netzwerk in dieser wissenschaftlichen Welt und ohne das Rückgrat.

01:40:37: Und da habe ich Bauchschmerzen bekommen, und das war für mich der Moment zu überlegen will ich dann überhaupt noch publizieren?

01:40:42: Also will ich dort mitspielen in diesem Schema dass mich mal befähigt keine Ahnung eine klinische Karriere zu machen und auch das wird ein Grund sein so sagen das möchte Ich nicht weil ich nach diesen Spielregeln nicht spielen möchte Und ich glaube, das werden viele andere auch so sehen und empfinden.

01:40:58: Und sich ganz oft auf Fragen wie viele der Forschungsergebnisse habe ich nicht gefälscht aber zumindest schön geredet.

01:41:04: Diagramme abgeschnitten Fotos optimiert Ausschnitte angepasst und sowas um meine These da zu legen.

01:41:13: Ein wirklich großartiges Gespräch.

01:41:16: Abkließend habe ich eine Frage, die hatte ich vorhin schon im Kopf Wenn ihr euren Traum darlegen könntet Welches Vorbild ihr für junge Ärztinnen und Ärzte sein wollt?

01:41:31: Was würdet ihr gerne vermitteln, was sind die

01:41:33: Kernpunkte?".

01:41:33: Boah!

01:41:33: Das ist keine einfache Frage.

01:41:36: Boah ich glaube dass man immer noch die Sophia bleibt also der Mensch dahinter und das dieser Menschraum hat im klinischen Umfeld Und ich mich nicht dafür verstecken möchte was ich fühle denke was ich sage Und definitiv niemand bin, der Scherzeflachsereien sich verbieten muss wenn man auf einmal die Rolle der Oberärztin hat.

01:41:57: Die sich nicht dafür verstecken muss zuzugeben etwas nicht zu wissen und zu können und dass das eben auch ein Vorbild sein kann zu sagen okay wir schützen uns einander und wir stellen uns vor den anderen auf ob das jetzt Patienten sind vorgesetzt oder aber auch manchmal vor der eigenen Überforderung und den eigenen Anforderungen, die man sich selber stellt und sich so ein bisschen... Man auch die Rolle einnimmt zu sagen ich schütze dich gerade vor deinen eigenen Herausforderungen.

01:42:22: Und nehmen dich zurück und darf dich reflektieren, weil du mich reflektierst.

01:42:26: Und nehmt das Tempo aus dem Leben, weil ich schon gemerkt habe dass der Tempo was mir auferlegt worden ist wenn man geglaubt hat es muss man machen nicht gut hart.

01:42:36: Das erkenne ich bei anderen jetzt umso mehr und denke mir ich wäre froh darum wenn du den Fehler nicht machst.

01:42:43: Nach dieser Antwort kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.

01:42:46: Das

01:42:46: war extrem gut!

01:42:48: Ich würde mir einfach ein System für uns alle wünschen, das uns viel weniger aufreibt und wenn ich in irgendeiner Form ein kleines Zahnrädchen da drin sein kann es für andere besser zu machen.

01:43:02: sei es, dass ich eine Kollegin bin zu der man kommen kann und irgendwie im Peersupport mal sprechen kann.

01:43:09: Sei es das sich im Zweifel vielleicht auch irgendwann in Erführungspositionen das weitergeben kann nicht mit einem Druck zu führen sondern so wie du es gerade beschrieben hast oder ja einfach irgendwie auch zu merken.

01:43:25: In der Gesellschaft ist es anerkannt, Ärztin zu sein, Mutter zu sein und eben viele unterschiedliche Rollen einzunehmen ohne sich genau wie du sagst dafür verstecken zu müssen.

01:43:36: Das wäre irgendwie eine Wunschvorstellung.

01:43:38: Und für dich Torben?

01:43:40: Zu viel was ihr gesagt habt möchte ich ergänzen.

01:43:45: Das ist glaube ich fast eher sonst die Sache die Frauen häufiger machen aber dass es immer wieder möglich ist sich selbst zu erfinden und sich selbst auch neu zu erfinden.

01:43:57: Sei es in neuen Rollen, Rollen die man kommt wie als Vater, als Mutter.

01:44:03: Sei's in neue Rollen in denen man kommt beruflich auch da.

01:44:08: nur weil ich als Assistent so war heißt das nicht dass ich jetzt Oberarzt der Oberärztin die gleiche Person bin.

01:44:17: Ich glaube das ist noch ganz wichtig um zu zeigen dass Schwäche und Selbstreflektion Also nicht Schwäche zeigen oder beziehungsweise Unwissenheit und Schwäche zeigen.

01:44:28: Und Selbstreflektion am Ende eigentlich eine Stärke ist, auch wenn mir das auch manchmal sehr schwer fällt gebe ich offen zu aber... Das würde ich auch gern vermitteln dass es einfach auch okay ist zu sagen ok das war jetzt jetzt nicht müssen wir nachlesen?

01:44:43: ja genau

01:44:44: Am ende machen wir glaube ich aber schon alle auf unseren unterschiedlichen in unseren unterschiedlichem bereichen genau das nämlich etwas verändern und zwar durch solche Dinge, die die Sichtbarkeit erfordern wie dem Podcast.

01:45:01: Wie bei LinkedIn-Dinge zu posten, die vielleicht auch manchmal kontrovers sind und sich dem Ganzen in irgendeiner Form zu stellen.

01:45:10: Und ganz am Anfang haben wir mal über Dinge gesprochen, wie es war irgendwie mit dem Studium ob man gewisse Aspekte im Studium überhaupt schon mal hatte, irgendwie Führungsaspekte bearbeitet hat.

01:45:22: Aber auch irgendwo mit sich selbst umzugehen die Regulation von den eigenen Gefühlen, die Regulation von anderen Gefühle von Patientinnen und Kollegen.

01:45:32: Und wenn wir vielleicht solche Dinge einfach mehr mit aufnehmen, schon ins Studium dann haben wir glaube ich eine reale Chance darauf insgesamt das System auch zu verändern.

01:45:45: Aber bis natürlich so was implementiert ist, dauert es einfach relativ lange und allein dass ich beispielsweise den Begriff Second Victim aus dem Studium sogar nicht kannte und das erst durch die Arbeit im Podcast beziehungsweise einen Vortrag, den ich mit Reinhard Strahm jetzt damals bei ihm gehört habe dadurch dann halt ihn angeschrieben hab und er sofort gesagt hat ja mach auf jeden Fall sofort podcast super Solche Dinge, glaube ich müssen wir irgendwie anfangen mitzudenken um in diesem System nicht zermalmt zu werden.

01:46:20: Und dem Mut vor allem nicht zu verlieren weiter zu machen also so anstrengend wie es ist in die Öffentlichkeit zu gehen und sich der Sichtbarkeit eben auch zu stellen das erfordert viel mut und dass man aus ein bisschen das Bollwerk ist was andere schützt diesen Mut aufzubahnen zu sagen genau Ich stelle mich auch ein bisschen davor auch du darfst Sichtbarkeit haben da steht ihr genauso zu Wenn es der Sache dienlich ist vor allem, da seid ihr auch Vorräter für mich auf alle Fälle schon immer gewesen.

01:46:45: Haben wir noch was vergessen?

01:46:46: Ich

01:46:47: glaube nicht!

01:46:48: Ein großes Dankeschön an alle die den Podcast so begleitet haben und sich ein bisschen darauf eingelassen haben auf diese Sonderfolge.

01:46:55: ich bin voll noch auf Kommentare gespannt.

01:46:58: Ich auch sehr.

01:46:59: also wirklich schreibt uns gerne und schreibt auch wenn ihr irgendwelche Fragen an Sophia habt, schreibt Und ich hoffe, dass ihr trotz fehlender CMI-Punkte was wir ja sonst wirklich immer machen.

01:47:12: Aber das ist halt nun mal einfach kein CMI Thema... ...dass wir euch trotzdem in irgendeiner Form abholen konnten und berichtet mal wie ihr es fandet, gefunden habt!

01:47:26: Sophia?

01:47:27: Ich möchte noch ganz viel Dank zurückgeben und ich weiß gar nicht ob du's gemerkt hast aber Zwischenzeitig in die Rolle des Podcasts, hofs geschlüpft.

01:47:35: Also fand ich großartig.

01:47:36: Fand ich super!

01:47:37: Das

01:47:38: war so flowig mit

01:47:41: euch.

01:47:42: Es war ein wundervolles Gespräch.

01:47:43: Ich hoffe, dass dieses Feeling was ich gerade habe der Podcast am Ende auch rüber bringt.

01:47:47: Ich sage ganz herzlich das Dankeschön und es hat mir ganz viel Spaß gemacht.

01:47:50: Wir

01:47:51: danken dir für deine Zeit.

01:47:52: Und Sophia, möchtest du einen Endsatz sprechen oder machen?

01:47:56: da noch nicht das?

01:47:57: Nein.

01:47:57: Das macht Sophia natürlich!

01:47:58: Oh

01:47:58: jetzt habe ich Pressure.

01:47:59: Wenn man

01:48:01: sich denkt, dass es so was Besonderes macht... Dann macht ihr beide das.

01:48:03: Dann halte ich mich raus

01:48:05: und wir schließen mit den Worten Pinup Docs Don't Panic.

01:48:08: It's organic.

01:48:12: Okay, machen wir genauso.

01:48:15: Ach schön

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