Hauptfolge Mai 2026 - Folge 89

Shownotes

ournal Club

Paula

Rom A, Anastasiou A, Giatagantzidou I, Yaldizli Ö, Boeddinghaus J, Psychogios MN, Tuchscherer DT. Spinal Ischemia after Prolonged Resuscitation and Coronary Angiography Under Impella Protection. Eur J Case Rep Intern Med. 2026 Jan 28;13(2):006023. doi: 10.12890/2026_006023. PMID: 41668836; PMCID: PMC12885581.

Duggal N, Lach B. Selective vulnerability of the lumbosacral spinal cord after cardiac arrest and hypotension. Stroke. 2002 Jan;33(1):116-21. doi: 10.1161/hs0102.101923. PMID: 11779899..

Loaec M, Vossough A, Francoeur C, Graham K, Morgan RW, Topjian AA, Kirschen MP. Spinal cord ischemia following pediatric cardiac arrest: An unexplored complication of hypoxic ischemic injury. J Clin Neurosci. 2026 May;147:111916. doi: 10.1016/j.jocn.2026.111916. Epub 2026 Feb 13. PMID: 41690059; PMCID: PMC13126812.

Francoeur C, Hornby L, Lehr A, Alkharusi A, Boyd JG, Saint Martin C, Poulin C, Slater F, Kirschen MP, Shemie SD. Hypoxic-ischemic spinal cord injury following resuscitated cardiac arrest: a case series and rapid literature review. Can J Anaesth. 2025 Jul;72(7):1150-1162. doi: 10.1007/s12630-025-02937-z. Epub 2025 May 20. PMID: 40394404; PMCID: PMC12307544.

Knapp J, Strohm R, Huber M, Albrecht R, Pietsch U. Prophylaxis of opioid-induced nausea in helicopter emergency medical service: a prospective quasi-experimental study. Scand J Trauma Resusc Emerg Med. 2026 May 7. doi: 10.1186/s13049-026-01626-0. Epub ahead of print. PMID: 42098869.

Henning

Invasive hemodynamic monitoring-guided resuscitation improves survival in shock: A systematic review and meta-analysis - Liliana Nagy et al., Annals of Intensive Care (April 2026) https://doi.org/10.1016/j.aicoj.2026.100071

von Wedel, D., Redaelli, S., Fosset, M. et al. The predicted body weight equation overestimates lung sizes of female, critically ill patients: an analysis of randomized, controlled trials and real-world clinical data. Intensive Care Med (2026). https://doi.org/10.1007/s00134-026-08442-1

Thorben

Waydhas C, Brod T, Gliwitzky B, Herbstreit F, Menzen N, Pelz S. Clamping of the endotracheal tube to preserve the level of PEEP during disconnection from the ventilation circuit - a survey on routine practice. BMC Anesthesiol. 2026 Apr 22;26(1):253. doi: 10.1186/s12871-026-03849-1. PMID: 42015022; PMCID: PMC13101170.

Bias in der Notfallmedizin https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2593-8957 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36028810 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1197/aemj.9.11.1184?sid=nlm%3Apubmed

Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo und herzlich willkommen bei den Pinup-Docs.

00:00:13: Ich bin Torben,

00:00:14: ich bin Dana,

00:00:16: Pauler, Henning

00:00:18: und Marc.

00:00:20: Ihr hört die Pinup Docs.

00:00:21: wir reden jeden Monat perioperative intensiv und Notfallmedizin.

00:00:25: wenn euch gefällt was ihr hört dann werft euch uns doch bitte raus schneiden Wenn euch gefällt, was ihr

00:00:33: hört.

00:00:34: Werft

00:00:34: euch doch bitte in den Hut!

00:00:36: Wenn euch gefehlt was ihr gehört dann lasst uns doch bitte eine Bewertung auf dem gängigen Podcast Plattformen da.

00:00:42: Wenn euch besonders gut gefällt was ihr hier hört dann könnt ihr uns über unsere Homepage www.pin-up-docs.de was immer ihr für richtig haltet in den Hut werfen.

00:00:51: Wenn ihr für diese Folge zehn E Punkte haben wollt dann merkt euch die vier Kotwörter die in dieser Folge versteckt sind.

00:00:58: Gebt sie auf unserer Homepage unter cme-bescheinigungen ein.

00:01:01: Wenn ihr ärztliches Personal seid, dann gebt ihr eure einheitliche Fortbildungsnummer an und dann bekommt ihr drei cme Punkte gut geschrieben.

00:01:12: wenn ihr Fachpersonal seid Dann bekommt ihr über nur pdf Ein PDF Und könnt das bei eurem Arbeitgeber einreichen.

00:01:22: Wir können leider keine notfallmedizinischen fortbildungspunkte beantragen, weil wir in Niedersachsen sind und dass es in Niederachsen noch nicht etabliert ist.

00:01:30: Und wenn ihr die CME-Punkte bzw.

00:01:32: die Fortbildungssteiligungen anspruch nehmen würde uns sehr freuen, wenn ihr uns was in Hut werft, weil's doch etwas Zusatzaufwand von uns ist und wir auch Geld brauchen um dieses Projekt am Leben zu erhalten.

00:01:45: Das haben auch letzten Monat Leute gemacht.

00:01:47: stellvertretend lese ich ein paar vor.

00:01:50: Steffen schreibt, Steffen wird nachher auch noch hier sein Auftritt haben beim Lieblingsfehler.

00:01:57: Es braucht mehr Fuck-Up Fridays in dieser Welt.

00:02:01: Johann schreibt vielen Dank für die vielen tollen Stunden Weiterbildung.

00:02:08: Benedikt schreibt kleiner Beitrag zum DeLorean.

00:02:12: Thomas schreibt Vielen Dank für euer Engagement.

00:02:16: Lisa schreibt, die Sepsis-Folge war so toll.

00:02:19: Vielen Dank und Michaela schreibt bester Zeitvertreib bei der Einschlafbegleitung.

00:02:28: Ja, Einschlaffbegleitungen kann ich auch ein Lied von singen!

00:02:31: Ich hoffe es ist nicht nur Einschlaw Begleitung für das Kind... Also es ist nur Einschlafbegleitation für das kind und nicht für dich.

00:02:40: aber wurde uns auch schon häufiger gesagt dass wir gut zum einschlafen geeignet sind.

00:02:44: Patrick schreibt ihr seid super, ich ärgere mich euch erst jetzt entdeckt zu haben.

00:02:48: macht weiter so.

00:02:50: Vielen vielen Dank.

00:02:51: es gab noch viele andere Spender.

00:02:53: das freut uns alles sehr und wir lesen das gerne.

00:02:56: wenn ihr was zu dieser Folge zu sagen habt dann kommentiert am besten über unser Kontaktformular aber auch über die gängigen nicht rechtsradikalen Social Media Plattformen und wir versuchen dann das ganze hier auch einfließen zu lassen.

00:03:09: so können wir voneinander lernen.

00:03:14: So, ich glaube, ich habe meinen Anfangssermon abgearbeitet und freue mich sehr wieder hier zu sein.

00:03:21: Ich persönlich habe heute Rufdienste.

00:03:23: Das heißt wenn mein Telefon klingelt und nicht zwischendurch verschwunden bin dann tut es mir leid.

00:03:27: Ich hoffe aber die Klinik kommt ohne mich klar!

00:03:32: Also kommen wir zu vermischtes, so ein bisschen vermishtes.

00:03:34: Ich hab letzte Folge dazu aufgerufen mir eure Rezepte für Spinale zu schicken Und da sind einige bei mir eingegangen und ich habe erst überlegt, ob ich die ganzen einzelne Rezepte vorlese.

00:03:49: Aber im Endeffekt gibt es so zwei große Gruppen.

00:03:53: Es gibt die Gruppe, die pauschal meistens zwei Milliliter also zehn Milligramm Bupivakain für die Spinale... ...bei der Geburtshilfe gibt.

00:04:03: oder es gibt die Grupper, die das Größenabhängig macht.

00:04:06: Da gibt es welche... die das zum Beispiel also gar nicht so selten war, Größe in Millilitern.

00:04:13: Also ein Ein-Siebzig-Patient kriegt eine Eins-Kommer-Sieben-Milliliter oder ein Sebzig Patientin bei der Geburtshilfe kriegt einen Eins-kommersieben-MILLILITER und eine Einsfünfzig-Patientin kriegt eins Komma fünf Milliliter.

00:04:26: Es gibt auch Leute, die das zufentern vorher mischen und von der Mischung, was denn meistens auf drei Milliliter hinausläuft je nach Größe etwas geben.

00:04:40: Was ich spannend daran finde ist dass die Leitlinie also das eigentlich häufig unterdusiert ist zumindest lauter Leit Linie weil die leitlinien sagt ganz klar fünf Müsuventa da muss man mindestens milliliter geben.

00:04:53: Und die Leidlinie sagt auch ganz klar Die Versagerquote geht unter zehn Milligramm größer unabhängig hoch.

00:05:01: Es scheint aber weit verbreitet zu sein, das unterzudosieren muss man ehrlich sagen.

00:05:06: Vielen Dank für die ganzen Einsendungen!

00:05:09: Das ist so mein Fazit.

00:05:10: Ich habe mich auch gewundert.

00:05:12: es hat keiner mehr als zwei Milliliter in der Geburtshilflichen genommen.

00:05:15: Also hat mir keiner geschrieben er nimmt Pauschal zweieinhalb Millilitern Bupi Null fünf prozentig egal ob ISO oder Hyperbar Plus zu Fenster über zwei scheinen zumindest mit zu Fentern nicht etabliert zu sein in unserer Hörerschaft.

00:05:33: Ich würde vorschlagen, diese ganzen Einsendungen packen wir euch alle mal zusammen in einen Beitrag auf unsere Homepage so dass ihr mal sehen könnt wieso die anderen Kochrezepte sind falls ihr das nochmal nachlesen wollt.

00:05:45: es wird ein kleinen Moment dauern aber wir kündigen's gerne an wenn wir das fertig haben.

00:05:50: ja das können wir auf jeden Fall machen ist eine gute Idee.

00:05:56: wurde tatsächlich wenig unterschied.

00:05:58: die meisten nehmen hyperbar wobei ich halt Ich selbst Isobares nehme, aber das du sehe ich auch nicht anders.

00:06:04: Also ich nehm halt zwei Milliliter isobaris.

00:06:07: Punkt Größen unabhängig Aber isobar scheint weniger auch deutlich weniger zu sein als hyperbares.

00:06:15: Ja, ich nehme hyperbar ist tatsächlich nur für ein sattelblock und da nehme ich einen milliliter und lasst die ungefähr zehn minuten sitzen Zehn bis fünfzehn je nachdem.

00:06:25: Auf jeden Fall ein spannendes thema weil man sieht dass es so viele unterschiedliche ansätze gibt und trotzdem irgendwie alle funktionieren.

00:06:31: ja

00:06:33: Genau.

00:06:33: Da sieht man eben doch, dass wir sehr wenig schwarz-weiß denken in der Medizin gebrauchen können und nur dieser Weg geht und dann in einem anderen Krankenhaus geht es wieder ganz anders.

00:06:44: Die Frage ist tatsächlich ob man das mal erheben müsste?

00:06:47: Studie Nummer fourtausend

00:06:49: siebhundert achtzig.

00:06:50: Wir können das auf unser... aber das ließe sich ja tatsächlich ganz gut erhebt muss man ehrlich sagen.

00:06:55: also

00:06:56: wenn man... Ja Torben!

00:06:57: Du hast auch noch so viel Zeit.

00:06:59: Ja, ja genau!

00:06:59: Also ich weiß gar nicht wohin mit meiner ganzen Zeit.

00:07:03: Mit Dreck innen?

00:07:04: Also... Ich meine...

00:07:06: Tänkliche

00:07:07: akute lange Weile.

00:07:09: Ja.

00:07:10: Ja weg

00:07:11: ist es nicht.

00:07:12: Habe ich heute wieder gemerkt.

00:07:13: Kann

00:07:15: ich mir vorstellen.

00:07:18: Dann haben wir noch Marc für vermischtes hier.

00:07:21: Mark bist du schon soweit?

00:07:22: Äh,

00:07:24: ja.

00:07:24: Ja ich bin soweits.

00:07:25: natürlich bin ich soweite Selbstverständlich.

00:07:28: Ich hatte ja genügend Zeit, mich vorzubereiten

00:07:31: und wir sind Anästhesisten und Anäesthesisten sind immer bereit!

00:07:36: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:07:39: ich freue mich total dass ich wieder hier sein darf und ich bin heute hier um anzukündigen das wieder was zu gewinnen gibt und zwar mittlerweile den dritten Teil der einhundert-eins Perlen

00:07:51: und zwar

00:07:52: die einhunderteinsintensivmedizin.

00:07:54: perle

00:07:55: Und da geht es wieder um Sprüche, Erfobismen, Bormos aus der Intensivmedizin.

00:08:04: Die sich nicht doppeln mit der Anästhesie oder dem Eintrungsdienst und der Evidenz die jeweils dahinter steckt wenn es welche gab, die ich gefunden habe.

00:08:17: Es braucht ja für ein Gewinnspiel auch immer eine Frage.

00:08:20: Ich hab lange überlegt welche Frage ich nehmen soll.

00:08:25: Da wir ja hier alle Mediziner sind, würde ich sagen dass die ersten drei die beantworten können was ein Turf ist.

00:08:37: Sehr gut!

00:08:38: Geil!

00:08:39: Der kriegt eins der einhundert-eins Intensivmedizin per.

00:08:46: Was ein Turv ist oder auch wo das der Begriff Turv herkommt?

00:08:50: Das könnte ich nämlich auch noch beantwortet.

00:08:53: Du

00:08:55: bist ein stremer Torben.

00:08:58: Hier ist es egal!

00:09:00: Was ein Turf ist, ist gut und ich bin mir zumindest sicher woher ich es kenne und ja...

00:09:08: Genau.

00:09:09: und das wäre nämlich, also ich lese es jetzt nicht vor aber das

00:09:11: wäre per Einhundert Eins,

00:09:13: nämlich dass man einen Turf erkennt an Alaska und was Alaska bedeutet steht im Buch

00:09:19: sehr gut genau vielleicht noch um das zu gewinnen Wie die letzten Male auch müsst ihr uns über das Kontaktformular auf der Homepage schreiben und es zählen auch nur die Einsendungen über das Kontaktformular.

00:09:32: Das heißt, wenn Ihr uns auf Instagram per E-Mail oder anderweitig schreibt dann können wir das leider nicht verwerten weil wir den Zeitstempel vom Kontaktformula brauchen damit das Ganze auch gerecht zu und her geht.

00:09:45: Sehr gut!

00:09:46: Okay da Marc jetzt schon mal da ist haben wir gedacht dass wir Ein bisschen weiter hinten machen, jetzt direkt mit Marc besprechen.

00:09:57: Marc hast du uns eine Perle die dir am Herzen liegt... ...mitgebracht?

00:10:02: Ja oder aus welchem Buch kommt sie?

00:10:04: Die kommt aus den einhundert-eins Rettungsdienstperlen und das ist eine wie ich tatsächlich quasi täglich verwende oder daran denke und es ist Nummer seventy-sech.

00:10:16: Die Kraft die immer da ist ist die Schwerkraft.

00:10:21: Das bedeutet für mich Dass du alles, was du tun kannst, kannst du mit oder gegen die Schwerkraft tun.

00:10:28: Und das fängt dabei an ob man sich nach vorne überbeugt wenn man eine Nadel legt oder ob man in den Knie geht und es macht einen riesen Unterschied.

00:10:36: ab einer Minute oder so fängt man gewöhnlich anders wenn man sich nur vorn überbeucht hinten im Brücken zu merken und damit zieht's einem Koordination und Kraft die man dann auch vorne an der Hand Augenkoordination von der Nadel merkt.

00:10:52: Aber genauso gilt es natürlich für jedes Patient

00:10:55: umlagern

00:10:56: und lagern.

00:10:57: Genauso gilt es fürs Intubieren, ist der Tisch auf der richtigen Höhe muss ich mich da nach vorne beugen

00:11:01: oder nach

00:11:02: hinten beim Spinal an das zu sich stechen.

00:11:03: Wie weit muss ich mir da beugen?

00:11:05: Oder setzen?

00:11:06: Oder wie hoch ist der Tisch?

00:11:08: Und gerade wenn's ums Heben geht weil es ja hier auch im Rettungsdienst gibt... Es gibt eine Studie des Rettungsmitarbeiter noch mehr Rücken haben als Pflegekräfte die ja traditionell schon sehr häufig mit Rückenausfallen und Rückenprobleme haben.

00:11:25: Es gibt eine polnische Studie, da wurden zumindest teilweise funktionelle Rückenbeschwerden bei zweiundneinzig Prozent der Mitarbeiter angegeben.

00:11:34: Und das

00:11:35: ist

00:11:36: ungefähr dreizehnfach höher als

00:11:39: anderes Personal im Krankenhaus.

00:11:42: Also passt auf euch auf!

00:11:44: Und denkt daran die Kraft, die immer da ist, die Schwerkraft

00:11:51: Auf jeden Fall.

00:11:53: Also ich musste ja morgens schon dran denken, bevor ich überhaupt auf der Arbeit ankomme wenn mir zum Wiederholten mal aufgrund besonderer Schussedigkeit mein frisch zubereiteter Kaffee in der Küche runterfällt.

00:12:05: Ja, wenn irgend wem im OP oder in meiner Arbeitsumgebung was runter fällt dann habe ich zwei Sprüche.

00:12:13: der eine ist schwerkraft funktioniert Oder ich hab dir da was hingelegt.

00:12:22: Wenn Sie sich oder freuen, sich die Leute

00:12:24: immer besonders zu tun?

00:12:25: Ja ja und sie wissen mittlerweile auch alle das ich's tun werde.

00:12:29: Oh

00:12:29: Gott!

00:12:33: Vielen vielen Dank Marc.

00:12:35: Ich glaube mich wundert es übrigens gar nicht mit dem Rettungsdienst weil wenn ich an meine Rettungsthinszeit zurück denke ich hatte Gott sei Dank nie rückenbeschwerden also nie längerfristig aber... Es ist wirklich schon so dass man in den unmöglichsten Winkeln echt schwere Leute runter tragen muss.

00:12:51: Und zu meiner Zeit, ich glaube das hat sich gebessert war es auch echt noch... Wenn du eine Tragehilfe nachgefordert hast.

00:12:59: da wurdest du komisch angeguckt.

00:13:01: also beziehungsweise

00:13:01: Das wollte ich auch gerade sagen.

00:13:03: Ja!

00:13:06: Da will jemand was Gutes für die Gesundheit wie ihr braucht tun und will sinnvoll handeln sondern wie ihr brauch der Tragehhilfe kriegt ihr das nicht alleine hin?

00:13:15: Du denkst so ja alter... Hundertzehn Kilo im Tragestuhl Im Tuch.

00:13:23: Im Tucht zu zweit, ja?

00:13:25: Genau!

00:13:26: Oder selbst wenn sie nicht so schwer sind dann hast du noch bei einem Banneräer oder irgendwie hast du das Beatmungsgerät auf dem Rücken oder nur den Oxybag und der andere hat den C-III auch umhängen und so... Das ist ja alles enges Treppenhaus.

00:13:42: Alles erzint.

00:13:45: Vielen vielen Dank Marc.

00:13:47: Du bist herzlich eingeladen ... auch noch weiter dabei zu sein, aber wir verstehen auch... ... da wir alle sowieso Massen an Zeit haben.

00:13:54: Gar nichts zu tun haben!

00:13:55: Massenanzeit haben wenn du den Abend mit deiner Familie verbringst?

00:14:03: Das werde ich tatsächlich tun, allerdings erst um neun.

00:14:06: So lange höre ich einfach

00:14:07: noch zu

00:14:09: und winke ein bisschen.

00:14:10: Haben wir sonst noch was für vermischtes?

00:14:12: Nee, glaube nicht.

00:14:14: Wir sollten vielleicht noch kurz etwas kurze Kommentare sagen.

00:14:17: Ich habe vorhin nochmal kurz geguckt habe zumindest keine Kommentare, die ich jetzt hier beantworten wollen würde.

00:14:24: Aber wir freuen uns natürlich immer sehr wenn ihr uns Kommentare schreibt!

00:14:28: Wir haben nur von den letzten Folgen die meisten Kommentare, Wir freuen uns aber darüber hinaus natürlich immer sehr, wenn ihr uns auch sonst liebe Kommentare schreibt und schreibt das wir euch bei eurer Facharzt-Weiterbildung Ausbildung oder auch sonst im Leben begleiten.

00:14:48: Das ist sehr schön und bedeutet uns sehr viel!

00:14:52: Ja ich habe zu meinen Themen auch keine Kommentare die ich erwähnen müsste.

00:14:58: In diesem Sinne Ich wünsche euch noch einen schönen Abend bis bald!

00:15:01: Bis dann!

00:15:03: Tschüss!

00:15:04: Dankeschön, tschüss.

00:15:07: Das Kotfortsch für die Perle ist Schwerkraft!

00:15:12: Genau und alle, die jetzt zu uns gefunden haben, die haben es wahrscheinlich auch schon gesehen und gehört.

00:15:18: aber im Endeffekt möchten wir noch mal darauf hinweisen dass wir jetzt insgesamt drei unterschiedliche Feeds haben.

00:15:25: einmal den Hauptfeed für Hauptfolgen und Sonderfolgen davon gab's ja schon zwei diese Jahres und es gibt auch noch mindestens eine.

00:15:34: Die ist in the making sozusagen.

00:15:37: Und gleichzeitig gibt es aber auch noch die alten Folgen einmal zum Nachhören, in einem grünen Symbol von uns mit The Old Ones und einmal die Titriertfolgen, die wir sozusagen euch alle nochmal extra hochgeladen haben.

00:15:51: das findet ihr am gelben PinupDocs Logo Und da könnt ihr die ganzen Titriertfolgen auch noch mal nachhören und da werden auch zukünftig alle Titrierte folgen hochgeladen von den aktuellen Folgen, sobald sozusagen der Fünfzehnte des Folgemonats erreicht ist.

00:16:09: Zum einen vielen Dank nochmal an Henning fürs Hochladen das Ganze.

00:16:13: Du hast uns da großartige Arbeit geleistet.

00:16:16: Das zweite ist...

00:16:17: Auf jeden Fall!

00:16:18: Und LinkedIn hat auch viel Liebe gespendet.

00:16:21: ich habe ... Ich muss es ganz kurz sagen hier irgendwo.

00:16:26: Ich weiß nicht, ob ich es jetzt finde.

00:16:29: Ähm...

00:16:31: Schuldigung!

00:16:32: Es braucht ein bisschen absoluter Ehrenmann der Henning.

00:16:35: Hat Jan noch geschrieben?

00:16:36: das wollte ich noch erwähnen.

00:16:38: Find' dich auch.

00:16:39: Vielen Dank, Geht.

00:16:39: Genau.

00:16:42: Wichtig ist die, die das hier hören, die wissen's wahrscheinlich schon aber ihr könnt ja vielleicht es auch anderen Leuten erzählen Die alten Feeds werden nicht mehr, die sind noch da.

00:16:52: Sie sind nicht komplett weg aber sie werden nicht befüttert.

00:16:55: Das heißt... ...die Leute müssen die neuen Feeds abonnieren!

00:17:00: Also die Podgy-Feeds

00:17:02: Ja

00:17:02: Okay Gut Dann kommen wir zum Journal und klappt würde ich sagen.

00:17:07: Gut Willst du anfangen Henning?

00:17:10: Ich kann mal anfangen.

00:17:12: Ich habe mich mal etwas tiefer in die Intensivmedizin reingewagt Und hoffe das geht jetzt nicht voll in die Hose.

00:17:17: Ach was ich.

00:17:19: Meine Erfahrung beschränkt sich da ja so auf vier Wochen Charmolatur, deswegen an euch drei hier im virtuellen Raum und alle Hörerinnen daraus und immerhin mit Anmerkungen kommentaren.

00:17:29: Aber die erste Studie heißt Invasive Hemodynamic Monitoring Guided Resuscitation Improves Survival and Shock Systematic Correview and Matter Analysis von Liliana Naghi et al.

00:17:41: Im Annals of Intensive Care aus dem April twenty sechsundzwanzig.

00:17:46: Worum geht es?

00:17:47: Der Schock im Sinne von Diskrepanz zwischen Dörferstoffangebot und Bedarf ist ja eine Hauptursache für Moralität und Mortalität auf der Intensivstation.

00:17:55: Da liegen die Mortalitätsraten laut den Autoren in einem Bereich von dreißig bis sechzig Prozent, und dabei stellt uns häufig die hemodynamische Instabilität irgendwie vor Probleme und mit den konventionellen Überwachungsmaßnahmen also ATZV-Kaultraschall sind ja Aussagen über adäquate Gewebsperfusion nur schwer zu treffen.

00:18:14: Das sagt und zwar das erweiterte hemodynamische Monitoring Auch nicht so direkt über was aus, aber wir erhalten immer den ganzen Menge mehr an Daten mit denen wir die Behandlung geben und falls optimieren können.

00:18:25: Und ob sich die Anwendung von eben einem erweiterten hemodynamischen Monitoring gegenüber dem komiznellen Monitoring im besseren Outcomes-Wieger spiegelt hat diese Arbeit jetzt einmal untersucht.

00:18:36: Dazu wurde eine Literaturrecherche in drei großen Datenbacken durchgeführt, PubMed Cochrane Library & Embase und eingeschlossen wurden Klinical Trials Retrospektive und Prospektive auf Silvationsstudien, die eben den Einsatz eines erweiterten hemodynamischen Monitorings.

00:18:52: Darunter haben sie verstanden PAKPIKO und etwas das LITCO heißt, also Lithium-Dilution Cardiac Output, also eigentliches Verfahren wie PIKO, wie der PIKCO mit eben der Standardtherapie ohne dass erweiterte hemodynamische Monitoring verglichen haben.

00:19:08: Einschlusskriterien waren Patientinnen, achtzennäre oder älter, die einen Schock aus irgendeiner Ursache hatten oder hemodynamisch instabil waren, oder einen anhaltenden Bedarf an Kreislaufunterstützung hatten.

00:19:21: Schwangere Patientinnen und Patienten bei denen bei Studienbeginn bereits ein Organersatzverfahren etabliert war wurden ebenfalls eingeschlossen.

00:19:31: Genau jetzt interessant ausgeschlossen wurden unter anderem Studien bei denen die unkalibrierten Verfahren verwendet wurden also dieses Flowtrack und Vigileo was man so kennt.

00:19:41: Und als Primary Outcome haben sie festgelegt die Mortalität wobei sie da sowohl die In-Hospital-Mortality als auch die Dreißig-Tage-Mortalität betrachtet haben, das aber nicht so wirklich als kombinierter Endpunkt definiert haben.

00:19:55: Also Sie geben nachher beide Werte an, beide gelten als Primary Outcome.

00:19:59: Secondary Outcomes waren die Notwendigkeit von Organunterstützung Das kann von medikamentöse Unterstützung bis organe Satzverfahren alles bedeutet haben Die Dauer der Organunterstützung die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus, die Aufenthalzdauer auf der Intensivstation.

00:20:15: Die Menge an verabrechter intravenöser Flüssigkeit.

00:20:18: Verschiedene Scores des Organversages als zum Beispiel das Sofa und Komplikationen, die eben im Rahmen des erweiterten hemodynamischen Monitorings auftraten.

00:20:29: Zu den Ergebnissen es konnten insgesamt vierunddreißig Studien davon sieben ARCTs eingeschlossen werden und die hatten insgesamt sechshundertsechsund dreißigtausend vierhundert und vierzig Patienten Von den, und dann kommen wir auch schon zum primary outcome also die mortalität.

00:21:10: für In Hospital-Mortalität ergab sich bei ca.

00:21:14: vierhundertfünfzigtausend analysierten PatientInnendaten ein signifikant geringes Risiko für das Versterben im Krankenhaus mit einer Ortsregio von nullkommar sechsechs.

00:21:24: Für die dreißig Tage

00:21:24: Mortalität

00:21:26: ergab sich hierbei noch etwa dreizehntausende analysierten Patienten.

00:21:30: in den Daten kein signifikanter Unterschied mehr, aber eine Tendenz in Richtung Überlebensvorteil wenn das Erweiterte Monitoring verwendet wurde.

00:21:38: Dann haben sie eine Subgruppenanalyse gemacht für Patientinnen mit dem Cardiogen-Shock.

00:21:43: Und auch da sieht nicht viel kann.

00:21:44: reduzierte Mortalität, wenn der Pack oder der Pico angewandt wurde und gerade beim Pico hatten die dann eine Orts Ratio von Null Komma zwei Sieben das schon ganz gute Unterschied würde ich mal so sagen.

00:21:59: tatsächlich bin ich da schon mal wie gesagt ein bisschen verwirrt weil sie Mortalität als primären Endpunkt angeben aber das Ganze dann irgendwie auch nicht so als kombinierten Endpunkt.

00:22:10: Zu den Secondary Outcamps.

00:22:12: Bei den Patientinnen, die mit erweiterten hemmelnamischen Motoring versorgt wurden, wurden fast alle Formen der Afghanunterstützung häufiger angewendet.

00:22:19: Das erklärt sich die Autoren dadurch dass eben kritische Zustände wahrscheinlich eher erkannt werden konnten und dann auch besser gegen gesteuert wurde.

00:22:26: Es gab eine Tendenz in Richtung kürzere Beatmungszeit mit einer Differenz von fast zwei Tagen aber auch da kein signifikantes Ergebnis Und ansonsten keine Seizifikatenunterschiede in Bezug auf die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus oder auf Intensiv und auch keine Unterschiede, was die Mängern verabreichten.

00:22:43: Intermediate Flüssigkeitsmengen angehen.

00:22:46: Genau Aussage der Autoren ist dementsprechend das erweiterte hemodynamische Monitoring bei der Behandlung von Schockzuständen klinisch relevante Vorteile bringen kann und der größte Benefit sich eben bei den Patientinnen mit Cardiol geben Schock zeigte.

00:23:00: Die Einschränkung finde ich Ziemlich wichtig und sinnvoll, weil ja irgendwie so circa neun neunzig Prozent der Patienten dieser Studie... ...ebenen kardiogener Schock hatten.

00:23:09: Und sich da so eine... ...generalisierende Aussage aller... ...das erweiterte Monitoring verbessert die Überlebenschancen, sondern ein Schock wie es ja irgendwie im Titel steht... ...ja find ich bisschen schwierig!

00:23:20: Und das ist ja auch nicht der Alltag, der auf den meisten deutschen Initiation vorherrscht oder?

00:23:24: Also so neunneunzig prozent kardiogener Schock ist ja nicht das was ihr jeden Tag macht Paula Torben.

00:23:29: Nein,

00:23:29: äh gar nicht

00:23:31: Genau.

00:23:32: Also wir machen schon viel Kardiogenerschock und ich glaube, dass tatsächlich wenn man eben kein erweitertes hemodynamisches Monitoring macht das man häufig vielleicht denkt es ist ein rein sceptisches Geschehen und vielleicht dabei aber eben übersieht, dass der Patient auch noch eine sceptische Kardiomyopathie hat und vielleicht auch ne Kardiale Komponente hat?

00:23:52: Ich glaube das ist einer der Punkte die wahrscheinlich zu dem Überlebensvorteil in dieser Studie geführt haben nämlich an dass man dann eben differenziertere Schocktherapie machen konnte?

00:24:03: Nee, genau.

00:24:04: Aber es ist sicher auch sehr viel sceptischer und hemorragischer Schock.

00:24:08: Ja

00:24:09: ich würde sagen bei mir so achtzigsepte, naja wahrscheinlich, also auf jeden Fall ein Großteil sceptisch, dann hemorragesch und dann Kardiogen.

00:24:24: Weil ich würde das sagen bei uns ist hemorrhagesch auf Platz drei.

00:24:28: Okay nee ja kommt schon vor.

00:24:33: Ja, das war es zur ersten Studie.

00:24:34: Ich habe eine Frage.

00:24:35: Haben Sie die verschiedenen Arten des hemodynamischen Monitorings zufällig noch auseinandergerechnet?

00:24:42: Nee also ich kann dir halt für den Kailuginschock, haben sie für PAK und PICO getrennt berechnet aber sonst haben sie das nicht angegeben.

00:24:54: Und da waren nicht eins der beiden irgendwie überlegen... Da hat der PAK eine Ortsregio von Und der Pickhole von Null, zwei sieben.

00:25:07: Ich arbeite ja gerade das.

00:25:08: ich finde es super spannend weil ich arbeite hier gerade auf einer Intensivstation wo sehr viel mit Pack gearbeitet wird und dass ist ein Verfahren was mir vorher nicht geläufig war.

00:25:17: ich habe das hier kennengelernt und die Argumentation ist halt und das finde ich schon auch einleuchten bei allen Kritikpunkten die man am pack so äußern kann ist halt, dass dir eigentlich keines der Verfahren auch der Pico nicht so richtig was über das rechte Herz sagt.

00:25:35: Ehrlicherweise muss ich gestehen zu meiner Schande, dass ich das Rechteherz bisher sehr stiefmütterlich behandelt habe und eigentlich häufig nicht gecheckt hab wie groß das Problem wirklich ist bei Patientinnen Und erst seit ich quasi die Möglichkeit habe es zu messen Wie gesagt bei allen Kritikpunkten die man so haben kann über den Pack fällt mir auf, wie häufig das dann doch das Problem ist bei Intensivpatientinnen und deswegen fand ich das sehr spannend.

00:25:59: Dass sie das eben da auseinandergerechnet haben weil es ja bisher keine Studien gibt die vom Park irgendwelche Überlebensvorteile zeigen konnten.

00:26:06: Super spannende

00:26:09: Studie.

00:26:11: Monitoring Ich finde was ich tatsächlich schwer finde immer den Punkt zu finden Wann fange ich an, also auch den Assistenten klarzumachen.

00:26:21: Welcher Patient?

00:26:22: Weil es ja einfach auch zeitaufwendig ist und man kann ja nicht einfach jeden Patienten... wann ist der richtige Punkt um über erweiterte, semi-dynamisches Monitorie nachzudenken?

00:26:31: Voll das ist mega schwierig!

00:26:35: Hast du denn dafür dich eine Faustregel torben?

00:26:38: Also nee, also ich habe keine Faustregel, weil sie wird ja häufig dann so nach nach Werten gefragt, geht es ums Noor was läuft oder geht's um den Volumenbedarf.

00:26:51: Und für mich ist es meistens eher ein steady state oder eine dynamische Situation.

00:27:00: und immer dann wenn ich das Gefühl habe dass es dynamisch wird gerade jetzt immer schlechter Dann ist der Punkt für erweitertes Monitoring und wenn der auf niedrigen Niveau stabil ist Dann sollte man natürlich auch gucken, aber dann ist es glaube ich nicht so wichtig.

00:27:17: Also da muss man eher... Wir machen halt viel mit Sono oder am ehesten was mit Sono.

00:27:23: Pack haben wir nicht zur Verfügung, Pico wäre eine Option.

00:27:28: Ich finde es spannend.

00:27:29: für mich gibt's noch einen weiteren Aspekt und zwar wenn der Patient schlecht ist und ich nicht verstehe was genau das Problem ist.

00:27:36: Also, ist es die Hypovolemie?

00:27:38: Ist das eine distributive Komponente oder ist es eben die sceptische Kardiomyopathie und ist vielleicht das Herz schlecht und braucht etwas Inotropis.

00:27:46: Dann ist so ein bisschen der Moment.

00:27:48: also wenn du das Gefühl hast mit meinem initialen Ansatz komme ich nicht mehr weiter, ich stehe hier irgendwie an dann würde ich sagen spätestens den Moment wo man darüber nachdenken sollte.

00:27:58: Super!

00:27:58: Vielen Dank Henning.

00:28:00: Spannende Arbeit Paula Du bist dran

00:28:04: Genau, ich habe euch eine Studie mitgebracht und zwar bin ich da heute drauf gestoßen.

00:28:09: Und nicht fand sie so cool dass ich sie kurz noch schnell vorbereiten musste vorhin in der Bahn.

00:28:13: Und zwar ist es wirklich hot of the press.

00:28:16: Der Titel der Studie ist Profilaxis Of Opioid Induced Nausea In Helicopter Emergency Medical Service A Prospective Quasi Experimental Study Von Jürgen Knab et al Im Scandinavian Journal of Trauma Online Head of Print.

00:28:32: und es ist noch ein unedited Manuscript, also es ist nicht die finale Version aber sie haben's quasi vorab publiziert.

00:28:39: Und erschien das Ganze am siebten Mai im Jahr.

00:28:46: zu den Hintergründen.

00:28:47: Opioide werden bekanntlich in der präklinischen Notfallmedizin häufig zur Analgesie eingesetzt und die Autorinnen schreiben die Inzidenz opiid induzierter Übelkeit werde in der Literatur zwischen zwei und zwanzig Prozent angegeben.

00:29:01: Zwanzig Prozent ist natürlich schon wirklich mega viel, muss man sagen!

00:29:04: Und die gängige Praxis ist dass man halt PatientInnen prophylaktisch Antimetika gibt zum Beispiel fünf hat hier drei Antagonisten wie das Onlern-Syndronen Hier bevor irgendjemand schreibt ja ich gebe aber immer Womax nicht online-Sydronen.

00:29:18: Das ist eine Studie der in der Schweiz durchgeführt wurde und In der Schweiz ist Womac's nicht zugelassen.

00:29:23: sehr zu meinem persönlichen Leidwesen, aber deswegen beschäftigt sich die Studie explizit mit Online-Sythronen und nicht mit Vomax.

00:29:30: Egal für welches Antimetikum gibt es für den Nutzen einer prophylaktischen, antometrischen Therapie keinerlei Evidenz – das ist in der Regel auch ein Offlabel Use.

00:29:41: Wofür es hingegen Daten gibt?

00:29:42: Ist dass die Aromatherapie mit Isopropylalkohol bei der Therapie von Übelkeit im postoperativen und Notaufnahmesetting der Therapie mit fünf HT-III Antagonisten überlegen ist.

00:29:54: Das dürfte den meisten von euch geläufig sein, und die AutorInnen haben deswegen eine quasi experimentelle Studie durchgeführt bei der schweizerischen Luftrettung REGA und die Effektivität dieser prophylaktischen antiibmetischen Therapien bei opioidinduzierter Übelkeit getestet.

00:30:14: Zu den Methoden?

00:30:15: Die Studie wurde auf sechs Regabasen in der Schweiz durchgefügt Und zwar zwischen Februar, April und April.

00:30:23: Dazu muss man sagen, dass früher eingeschlossen wurde auf drei Basen ein bisschen später.

00:30:29: Ich denke aber das hat keinen Einfluss auf das Outcome dieser Studie.

00:30:34: Eingeschlossen wurden alle Patientinnen in den über sechzehn Jahren die aufgrund akuter traumatischen Schmerzen eine Opioidtherapie erhielten.

00:30:43: Das Medikament der Wahl war in diesem Fall fentanyl weil es halt auf den Hubschraubern verfügbar ist und entsprechend auch eingesetzt wurde, und zusätzlich konnte je nach Entscheidung des Behandlungsteams auch noch Ketamin verabreicht werden.

00:30:56: Ausgeschlossen wurden lebensbedrohlich verletzte Patientinnen, Patientinnen mit Kopfverletzungen oder neurologischen Beeinträchtigungen, PatientInnen mit Allergien auf die prophylaktische Medikationen und PatientInnenden, die eine Aromatherapie mit Isopropylalkohol verweigerten.

00:31:12: Für die Übelkeit wurde dann eine Art Wasch-Score zwischen null und zehn, null keine Übelkite, zehn maximale Übelkeit verwendet.

00:31:20: Und dieser wurde vor der Opiatgabe und bei Übergabe im Zielkrankenhaus erhoben.

00:31:25: Was sie dann gemacht haben ist, Sie haben in einem alle sieben Tage rotierenden System entsprechend eine Woche keine prophylaktische antometrische Therapie gemacht – einfach grundsätzlich!

00:31:37: Dann eine Woche lang vier Milligramm Online-Syndronen IV gegeben von der Opiatgabe und eine Woche Aromatherapie mit Isopropylalkohol.

00:31:46: Um den Placeboeffekt in allen Gruppen gleichermaßen zu bedienen, wurden die PatientInnen informiert, dass sowohl das Ondernsytronen-Eis auch der Aromatherapie gegen Übelkeit helfen sollten, damit die Patientinnenhei zum Beispiel in der Aromaterapiekruppe nicht einen höheren Placeboefekt hatten als es in der Ondern-Syndronengruppe.

00:32:03: Und eine therapeutische, antimetische Therapie – wenn dem Patientenheil dann im Verlauf doch noch schlechter wurde war zusätzlich in einen Gruppen erlaubt.

00:32:13: Zu den Ergebnissen Es wurden insgesamt zweihundert fünf Patientinnen eingeschlossen, davon sechsunachtzig in der Gruppe ohne Profilachse, vierundsechzig in die Online-Zitromengruppe und fünfundfünfzig in eine Aromatherapiegruppe.

00:32:27: Und man kann die Ergebnisse sehr kurz zusammenfassen.

00:32:29: es gab nämlich keine Unterschiede hinsichtlich der Verbesserung oder Verschlechterung der Übelkeit.

00:32:37: Median wurden ungefähr hundert Mikrogramm Fentanyl verabreicht und eine Rescue Anti-Emitika-Gabe erfolgte bei vier Patientinnen in der Gruppe ohne Prophylaxe, und bei einem Patienten in der Aromatherakpigruppe die alle keine Besserung ihrer Übelkeit nach der Gabe erlebten.

00:32:58: Drei Patienten aus der Grupe ohne Prophylaxe erbrachen während des Transports Und sie haben dann noch eine Bereinigung für alle Confounder durchgeführt, also Geschlechtart der prophylaktischen Behandlung und zusätzliche Ketamingabe.

00:33:13: Und selbst nach dieser Regressionsalernöse die Sie da gerechnet haben gab es weiterhin keinen Unterschied hinsichtlich der Übelkeit in den verschiedenen Gruppen.

00:33:25: Jetzt noch zur Diskussion und zu den Limitationen.

00:33:28: was die Autorinnen selbst diskutieren ist Was ist an dieser Stelle der Effekt des Operis und was ist an diese Stelle vielleicht auch der Effekte des Helikopterflugs?

00:33:38: Diejenigen unter euch, die so wie ich unter Reiseübelkeit leiden können sich vielleicht vorstellen dass es in einem wackeligen Hubschrauber nicht nur das Operid sein könnte sondern eben auch das Fliegen.

00:33:48: Und sie sagen halt auch – und das finde ich ganz plausibel – dadurch, dass Sie halt so wochenweise randomisiert haben kann's halt sein, dass in einer Woche das Wetter total gut war es nicht deugewindet hat und der Hubschrauber deswegen weniger gewackelt hat, und den Patienten entsprechend schlechter oder weniger schlecht war.

00:34:04: Und was sie halt auch nicht untersucht haben ist der Effekt der Lagerung beim Transport also ob Patienten die vorwärts- oder rückwärzt transportiert wurden oder sitzen oder liegend mehr oder weniger Übelkeit hatten.

00:34:16: Nichtsdestotrotz finde ich das eine sehr spannende Studie weil wir doch finde ich alle häufig dazu verleitet sind prophylaktisch Antiaemätika zu geben Weil ich finde, wenn dem Patienten super schlecht ist, ist es halt auch für das Behandlungsteam irgendwie schwer auszuhalten.

00:34:32: Wir können uns da glaube ich alle gut reinversetzen, möchten mir den Patienten gerne helfen oder ihm das ersparen und entsprechend find' ich's einfach sehr spannend dass er in dieser Studie gar nix gebracht hat.

00:34:44: Super spannend!

00:34:46: Ich meine bei PONF macht man ja auch profilaktisch was also.

00:34:49: es ist hier am OP durchaus auch etabliert.

00:34:52: ansonsten bin ich tatsächlich umso länger ich Medizin mache mehr bin ich skeptisch gegenüber prophylaktischen Gaben von irgendwas, weil ich das Gefühl habe dass dieses undifferizierte wir geben einfach mal meistens mehr Nebenwirkungen macht als Wirkung.

00:35:12: Aber Ponf ist ein gutes Gegenbeispiel.

00:35:14: will ich auch ehrlich sein.

00:35:16: bei Ponf klappt es ja also

00:35:18: voll da gibt's ja auch gute Evidenz für

00:35:21: Ja

00:35:22: Und PONF ist ja auch viel hilft, viel muss man ja sagen.

00:35:25: Da machen wir ja tendenziell eher Studienlagen mäßig zu wenig PONFF Profilaxe

00:35:31: noch.

00:35:31: Aber

00:35:33: mir ging es auch so als ich das gerade eben gehört habe wie dir Tom, dass man genau diesen Vergleich zieht und auch, dass ich zunehmend differenzierter denke, ist das jetzt gerade indiziert wirklich oder versuche ich einfach nur aus einem Handlungsdrang etwas

00:35:50: zu tun?

00:35:50: Ja voll!

00:35:51: Ich glaube, es ist zutiefst menschlich.

00:35:53: Man kennt eine Nebenwirkung oder ein schlechtes Ereignis muss ja keine Nebenwirkung sein und man will prämtiv schon etwas tun um das zu verhindern.

00:36:04: also das ist ja ne zutieft menschliche Handlung.

00:36:06: ich glaube nur dass es in vielen Fällen der Medizin eher nicht klappt oder andere Probleme.

00:36:13: denn wie er macht Ja Gut dann komme ich zum meiner Studie Und meine Studie trägt den Namen Clamping the Endotrackle Tube to preserve the level of PEEP during disconnection from the ventilation circuit survey on routine practice.

00:36:36: Bin ich ja froh, habe ich die nicht vorbereitet?

00:36:37: Liebe Grüße

00:36:38: an Jan!

00:36:39: Kennst du einen Autoren oder

00:36:42: die Grüße?

00:36:42: Nee, ich hatte sie nur auch auf meiner Liste von Studien über die ich nachgedacht hatte.

00:36:47: Okay Die Studie, also ist eine deutsche Studie.

00:36:51: Sie ist im April diesen Jahres im BMC Anesthesiologie erschienen.

00:36:58: Tubusklemmen wer von euch macht es?

00:37:01: Wann?

00:37:02: und ja Paula macht das?

00:37:06: Also

00:37:07: Inspiration, Expiration.

00:37:10: Optimalerweise würde ich sagen am Ende der Inspiration um halt möglichst viel Luft in Patienten zu halten.

00:37:17: Ich hab das so gelernt, tatsächlich während Covid dass man halt bei den Patienten mit einem hohen Piep äh den Tubus klemmen soll um den Piepverlust zu vermeiden und weiß ich nicht.

00:37:30: Also ich muss eigentlich bestehe nicht drauf aber wenn die Pflege sagt so wir klemm jetzt den Tubuz dann widerspreche ich auch nicht aktiv.

00:37:37: Dana ein Kopf geschüttelt du machst es nicht?

00:37:41: Extrem selten also ja in den Covid Zeiten.

00:37:44: mit Sicherheit war das mal eine Phase, wo wir es eigentlich sehr regelhaft gemacht haben.

00:37:50: Aber ansonsten eher selten?

00:37:52: Genau!

00:37:53: Was ist die Rationale dahinter?

00:37:55: um das nochmal kurz zusammenzufassen?

00:37:57: Man will natürlich einen Derecuitement vermeiden.

00:38:01: Das heißt also man will eine Atelektase-Bildung durch den Piepverlust vermeiden und das wurde auch schon in Tiermodellen nachgewiesen dass es Verlust zur Atlektasebildung kommen kann.

00:38:17: Nichtsdestotrotz gibt es keine generellen Empfehlungen zum standardmäßigen Klemmen des Tubus und es gibt auch keine Studien, die Autoren gefunden haben oder die ich gefunden habe – ich hab das ja noch mal geguckt – die den Vorteil von einem Klemm des Tubes zeigen oder einen Nachteil also die da irgendwie eine klare Evidenz zu liefern.

00:38:42: Was haben sie also gemacht?

00:38:43: Wir haben, die haben eine Umfrage gemacht und haben einfach ganz viele Intensivstationen.

00:38:50: Aber nicht nur ... Also nicht nur Intensiftationen, Sie haben Intensiverzte aber auch Notärzte, Intensif-Krankenschwestern und Krankenpfleger und Notaufnahmekrankenschwester und Krankepflegar und Paramedics gefragt, Fragebogen ob sie den Tubus klemmt.

00:39:11: Das Ganze passierte im November und Dezember zwanzig, fünfundzwanzig.

00:39:19: Und ja es wurde elektronisch gemacht an über Fünftausend Mitglieder der DVI.

00:39:27: Von den Fünf tausend oder über Fünftausende haben geantwortet Tausendraunertviernvierzig das sind ungefähr sechsundzwantig.

00:39:38: Nein, es sind genau neunzeigundzwanzig nicht ungefähr als sechsundzwantigkommar zwei Prozent.

00:39:42: Die Antwortrate war bei Ärzten oder bei ärztlichen Personal und bei Fachpersonal nahezu gleich.

00:39:50: Ärztliches Personal hat zu vieren zwanzigkommaeins Prozent geantwortet und Fachpersonal zu Neunzwanziggommer sieben.

00:39:58: Das heißt das ist auch ungefähr vergleichbar.

00:40:01: von den Leuten die geantwortete haben Arbeiten fünfundsebzig Prozent auf einer Intensivstation, was natürlich bei Beatmitteln Patienten auch irgendwie Sinn macht.

00:40:12: Die anderen dann präklinisch oder in der Notaufnahme.

00:40:19: Genau und die meisten das fand ich beeindruckend.

00:40:21: also, seventy- acht Prozent haben angegeben dass sie über zehn Jahre praktische Erfahrung haben.

00:40:27: Also das ist gut.

00:40:29: aber

00:40:30: also fast eighty Prozent zehn jahre es schon Beeindruckend.

00:40:36: Was denkt ihr?

00:40:37: Jetzt haben wir hier bei uns, Paulout ich kenn's mit Klemmen, Dana kennst du mit Nicht-Klemmen was meint ihr und was ist in der Studie rausgekommen?

00:40:44: Ein

00:40:44: bisschen gleich um hier.

00:40:47: Ja sogar noch ein bisschen krasser.

00:40:48: also sieben achtzig Prozent klemm den Tubus.

00:40:54: Krass!

00:40:55: Und nur dreizehn Prozent klemmen den Tubis nicht von denen die den Tubes nicht klemmen.

00:41:02: die Aussagen warum Sie das nicht tun ist, dass es erst zu zweiundsechzig Prozent in deren Arbeitsumfeld nicht üblich ist.

00:41:12: Fünfzig Prozent weil es keine Beweise oder Guidelines dazu gibt.

00:41:18: Neundreißig Prozent.

00:41:20: Es gibt keine SOP dazu.

00:41:23: Dreiund dreißig Prozent ist nicht notwendig und fünfundzwanzig Prozent, weil es Schaden hervorrufen kann.

00:41:31: Somit haben wir da ein relativ gemischtes Bild.

00:41:34: Wann wurde geklemmt?

00:41:36: Oder was war der Indikator zu klemmen?

00:41:37: Paula, was ist dein Indikatur zu klemmen?

00:41:39: Wir haben jetzt Covid gesagt aber gibt es da irgendein anderen Indikateur wann du sagst außer die Pflegekraft die sagt hier lass uns mal klemmen.

00:41:49: Ja also ja ich würde sagen bei einem Patient der jetzt einen Fünfer Piep hat und kein respiratorisches Problem würde ich ganz klar nicht klemme.

00:41:59: Ich würde sagen Piep größer gleich acht und je höher, desto eher klemmen.

00:42:08: Genau also die Cutoffs hier sind ganz ähnlich.

00:42:11: Achtundfünfzig Prozent haben so als Grenze Piep von zehn angegeben, also ab dem sie klemmten deutlich weniger.

00:42:21: Also siebzehn Prozent haben schon bei einem Piep vom sechs geklemmt.

00:42:27: das mache ich ehrlicherweise auch nicht.

00:42:29: Und ... äh, sechs Komma sechs Prozent haben erst ab einem Piep von über fünfzehn geklemmt.

00:42:37: Ich hab selten Patienten die einen Piepen von über fifteen haben wenn ich ehrlich bin.

00:42:41: Ja ja jetzt zur Zeit war wir ... ja schweres ADS also wir haben gerade wieder eins.

00:42:49: aber es ist natürlich auch nicht tagtäglich dass sie das so hochhaben.

00:42:55: genau Ja, man kann jetzt noch darüber diskutieren.

00:43:00: was für eine Klemme.

00:43:02: Die beste Klembe das wurde habe ich übrigens in den anderen Studien die ich nach gelesen habe scheint die ECMO-Klemme zu sein also die Klemmen mit denen auch die ECMOSchläuche geklemmt sind weil sie am wenigsten schaden machen und am besten klemmen.

00:43:17: Das macht es gut.

00:43:18: Die sind ja für Schläuche gemacht?

00:43:19: Ja genau!

00:43:20: Also wir nutzen die auch obwohl wir keine ECMO im Haus haben.

00:43:24: Hundert, sieben und dreißig Komplikationen vom Klemm wurden berichtet.

00:43:30: Dabei war die höchste Rate mit hundert, vier einen Schaden am Tubus oder am Cuff der dann durch das Klemmen aufgetreten ist.

00:43:41: Sechsundzwanzig Leute haben angegeben dass es Probleme gab die Klemme wieder zu öffnen.

00:43:46: Dreizehn haben Pressen berichtet oder zehn Agitationen die noch weniger da waren, die möchte ich euch ersparen.

00:43:56: Darf ich ganz kurz reingretschen?

00:43:58: Ja!

00:43:59: Ich möchte an dieser Stelle apropos Schaden am Tubus noch einen kleinen Mikrolieblingsfehler berichten.

00:44:06: Ich war schon dabei als ein Woodbridge-Tubus geklemmt wurde.

00:44:11: Tut das

00:44:12: nicht?!

00:44:12: Er hat einen Draht und der biegt sich nicht wieder zurück wenn ihr die Klemme öffnet und dann könnt ihr den Tubus wechseln.

00:44:21: Und es ist auch nicht so einfach, dann ein Bougie durch diesen geklemmten Tubus reinzufädeln.

00:44:28: Weil der wirklich eng und flach wird?

00:44:30: Ich kann das nicht empfehlen!

00:44:33: Das Gleiche ist bei mir schon mal in der Covid-Zeit mit einer armierten Trachealkalüle passiert.

00:44:46: Da war auch so Routine COVID Patient.

00:44:49: Ich war gar nicht dabei, ich war nachtdienst.

00:44:51: Pfleger wollte irgendwie Barmus-Gerät wechseln oder System wechselen und wollte in dem Moment klemmen... ...und dann der Torbende muss kommen!

00:45:04: Und im Endeffekt habe ich es mit der Klemme erst mal wieder aufgebogen dass man das überhaupt erstmal wieder Luft da rein ging also so ein bisschen gerade gebogen und dann strukturiert gewechselt.

00:45:15: war eine chirurgische Tracheotomie deswegen nicht so Risikohaft, wie bei der Dilletativen.

00:45:21: Aber...

00:45:23: Das wäre meine nächste Frage gewesen.

00:45:25: Bei einer frischen Dildrach wär es ein extremes Problem gewesen?

00:45:29: Also muss man ehrlich sagen.

00:45:30: Weil dann hast du echt ordentlich coolen Phänomen wenn du da einmal Schwierigkeiten hast irgendwie und die Kanüle raus ist.

00:45:39: Könnte

00:45:39: man im Zweifel überlegen ob man doch wieder konventionell intubiert also aufbiegen, gucken ob man es einstellen kann und wenn man's einstellen können rausziehen.

00:45:50: Und im Zweifel konventionell intubieren.

00:45:54: Ja

00:45:55: genau am Ende ist das ja eine Umfragenstudie.

00:46:01: deswegen ist der Wert für die Klinice Praxis lässt sich dann nicht direkt draus ableiten weil wir können nichts sagen ob das Klemmen jetzt besser oder schlechter für die Patienten ist.

00:46:14: Obwohl es keine Guidelines und keinen sicheren Beweis von einem Vorteil gibt, scheint es aber gut clinical practice zu sein muss man ehrlich sagen trotz der Schäden die auch beschrieben sind.

00:46:25: Ein Piep von zehn scheint zurzeit so der Cut-off zu sein um das Manöver zu machen so deutschlandweit gesehen.

00:46:35: Ich glaube auch da du musst halt die herausfinden für die ist vielleicht wirklich einen Nutzen haben könnte Und wahrscheinlich auch hier wieder nicht Gießkannen prinzipmäßig, das einfach bei allen machen.

00:46:46: Ich meine ich habe beide auch gesagt beim Piep von fünf ist vermutlich der Nutzen relativ gering und du hast noch mehr Zeit die im Zweifelsfall ohne Beatmung ins Land geht durch das Klemmen möglicherweise aber klar im schweren ARDS oder PatientInnen mit Bauchlage die könnten ja durchaus schon davon profitieren.

00:47:03: und dann warum nicht?

00:47:06: Genau also...

00:47:07: Das ist schon wieder eine Studie für die Liste!

00:47:09: Ja Die nach unten und oben auf der Liste.

00:47:14: Also...

00:47:17: Die werden wir abarbeiten, wenn wir alle akut Langweiler haben!

00:47:22: Okay also nie.

00:47:26: Aber wenn man wirklich mal eine Doktorarbeit, ne?

00:47:28: Wenn du Themen für eine Doktarbeit suhst und unsere Podcast jetzt bis zur fünfundachtzigsten Folge gehört hast dann hast auf jeden Fall genug Ideen.

00:47:36: Dana Wir sind inzwischen bei Folge neunund achtzig.

00:47:42: Bald neunzig.

00:47:43: Ja, bald hundert.

00:47:45: Ja aber dieses Jahr nicht mehr.

00:47:46: Nächstes Jahr ist Hundertste.

00:47:47: Da müssen wir uns noch was überlegen um schon mal Druck aufzubauen.

00:47:51: Super

00:47:52: und selbst weil wir ja nichts zu tun

00:47:53: haben.

00:47:54: Also ich habe schon eine Idee!

00:48:00: Großartig.

00:48:00: Nicht jetzt schon verraten.

00:48:02: das baut so viel Druck auf.

00:48:03: Boiler nicht.

00:48:05: Gut okay dann kommt Paula oder Henning wieder?

00:48:12: Ich glaube ich muss Du darfst.

00:48:15: Ich darf, ja ich darf genau.

00:48:17: Dann kommen wir zur zweiten Studie.

00:48:19: Die trägt den Titel The Predictive Body Weight Equation overestimates lung sizes of female critically ill patients and analysis of randomized controlled trials in real world clinical data von WDL et al aus intensive care medicine im Mai twenty-sextenzwanzig.

00:48:39: Worum geht es diesmal?

00:48:40: Aktuelle Guidelines zum Beatmung beim IDS empfehlen zur Berechnung des angestrebten Tidalvolumens, das sogenannte predicted body weight zu verwenden.

00:48:49: Das wird im Deutsch manchmal auch als Idealgewicht oder ideal bodyweight bezeichnet kurz IBB und dem zugrunde liegt eine Formel die bereits in den neunzehlt achtziger Jahren an zweihundertvierzig

00:49:00: gesunden

00:49:00: Erwachsenen Nichtraucher innen validiert wurde.

00:49:04: Jetzt gibt es allerdings Hinweise darauf dass diese dadurch prognostizierten Lungenvolumina anhand dieser Formel bei Frauen überschätzt werden was in der Folge zu einer erhöhten Rate an ventilator-assistierten Lungen schäden und damit zu höherer Motilität führen könnte, so die Hypothese der Autorennen.

00:49:20: Und um das zu untersuchen haben sie folgendes gemacht es wurden Daten gesammelt von kritisch kranken Patientinnen, achtzend Jahre oder älter, die invasiv beatmet wurden und zwar aus zehn LCTs und zwei großen klinischen Datenmanken in den USA und dann haben sich verglichen immer in Bezug auf das Detailvolumen ausgeht vom predicted body weight.

00:49:42: Das Risiko für einen zu hohen Driving Pressure, da die Grenze definiert als fünfzehn Zentimeter Wassersäule und die anatomischen und belüfteten Lungenvolumina ermittelt aus CT-Bildern wenn diese vorhanden waren.

00:49:53: Das sind dann immerfällig zwischen Frauen und Männern.

00:49:57: Um es uns praktisch formulieren zu formulieren haben also eine Mann und eine Frau genommen mit dem gleichen predicted bodyweight das berechnet wurde eben verglichen, wie groß jeweils der Driving Pescher und die Lungenvoluminer waren und Compliance und so was.

00:50:10: Und in der Folge haben sich dann auch die Mortalität in diesem Zusammenhang angeschaut und sie hatten auch noch Spirometriedaten von gesunden Probandinnen ebenfalls aus einer großen Datenbank in den USA.

00:50:21: So zu den Ergebnissen.

00:50:22: es wurden instantly analysiert die Daten von dreißigtausend fünfhundertsechzehn invasiv bearbetten PatientInnen davon neundreißigkommar vier Prozent weiblich und zweiundzwanzigkommer fünf hatten ein ARDS von dieser Gesamtmenge.

00:50:37: Frauen wurden mit einem höheren Tidalvolumen beatmet, im Median sieben Kilogramm per Kilogramme Predictive Body Weight zum Vergleich die Männern mit sechs Komma achten Milliliter pro Kilogramms Predictives Body Weight.

00:50:51: das sind beides die Medienwerte.

00:50:54: Beatmung mit einem zu hohen Driving Pressure wurde bei thirty-vier Prozent der Frauen beobachtet und bei twenty vierzehn Prozent drei Prozent der Männer.

00:51:02: Das ist ein signifikanter Unterschied.

00:51:05: Jetzt könnte man ja sagen, das erklärt sich durch die erhöhten Totalvolumenumilar.

00:51:09: Tut's aber nicht weil sie haben für dieses Tier-Volumen attestiert.

00:51:12: und dann hatten die Frauen ein um vier Komma zwei Prozent Erhöhtes

00:51:16: absolutes Risiko

00:51:17: mit einem zu hohen Driving Pescher beabend zu werden.

00:51:21: also unabhängig von dem der Volumen Ein Zu Großer driving Pechern bei den frauen zur Achtundzwanzig Tagesmortalität Die lag Bei Den Fraunen Bei Einen Zwanzig Kommand Neun Prozent Und Bei Den Männern Achtzehn Komma acht Prozent.

00:51:35: Und ja, auch da sieht man leider hier die Frauen hatten.

00:51:38: Eine erhöhte adjustierte Orts-Ratio von einen Eins Komma Vier für die Achtundzwanzig Tagesmortalität und die Autorinnen konnten dann berechnen das acht Komma vier Prozent dieser Überrechterblichkeit auf die Beatmung mit den zu hohen Driving Pressures zurückzuführen sind.

00:51:53: durch die

00:51:55: Ja ist schon heftig.

00:51:56: Durch die untersuchten CT Studien konnten sie zeigen dass die Lungenvolumina Bei vergleichbarem Productive Body Weight von Frauen kleiner sind und zwar einmal im Midian.

00:52:08: Dreihundert, dreinvierzig Milliliter für das anatomische Volumen und hundrat achten achtzig Millilitern für das belüftete Volumen ist ja auch echt schon ganz Unterschiede sind wenn man sich irgendwie vor Augen hält dass es ja beim ARDS bei der Lungenproduktiven Beatmung schon um ja gefühlt jeden Militär und jeden Druck Schritt geht ne?

00:52:30: Das waren jetzt auch irgendwie eine Menge Zahlen, deswegen einmal die Take-Home-Message der Autorinnen hier.

00:52:35: Die Formel zur Berechnung des Bulleted Bodyweight überschätzt das Lungenvolumen bei Frauen was sich auf die Mortalität auswirken kann.

00:52:41: Ärztinnen sollten individualisierte Konzepte im Betrag ziehen um sicherzustellen dass die PatientInnen optimal versorgt sind.

00:52:48: Bisschen zu Diskussion, das ist natürlich eine retro-spektive Arbeit.

00:52:52: Die Bestimmung in der Körpergröße bei IntensivpatientInnen ist ja jetzt auch mal nicht so genau.

00:52:57: wird es ja gemacht als Initiation da.

00:53:00: Klar, man könnte einfach messen.

00:53:01: Aber ein Eindruck, dass er auch oft einfach so ein bisschen über Daumen gepeilt wird?

00:53:04: Sehr

00:53:04: sicher!

00:53:07: Ich habe irgendwie noch nie jemanden mit dem Maßband auf der Intensiv gesehen oder einen Zollstock.

00:53:13: Das wäre auch nicht so kompliziert.

00:53:18: Entschuldigen Sie Frau Haag was haben sie da in Ihrem Kicker?

00:53:21: Das ist

00:53:21: mein Zoll Stock

00:53:23: Und wahrscheinlich beeinflussen natürlich auch noch andere Faktoren außer Größe und vielleicht das Lungenvolumen, die jetzt hier nicht untersucht wurden.

00:53:30: Aber trotzdem fand ich es irgendwie eine spannende Studie, die halt wieder der nächste Schritt in Richtung gendersensibler Medizin ist.

00:53:40: hoffentlich, dass man da ein bisschen einen Auge drauf hat.

00:53:44: Ich finde es auch spannend weil du hast absolut recht und das ist der richtige Schritt.

00:53:47: aber darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht.

00:53:51: Ja auch nicht,

00:53:52: weil ein Frauen oder Männer unterschiedlich sein könnte.

00:53:55: Natürlich macht super Sinn wenn man es aber ich hab bis zu diesem Moment bist du angefangen hast zu reden und nicht drüber nachgedacht was das ein Thema sein könnte.

00:54:04: ja

00:54:05: same.

00:54:06: schön

00:54:06: dass wir das dadurch in die breite Masse dieses Nachdenken bringen können.

00:54:11: ja genau

00:54:12: das gefällt mir.

00:54:13: ja.

00:54:13: also

00:54:13: ich bin auch noch darüber gestolpert mit ihr auch noch nie vorher eingedanken verschwendet leider aber ja mega spannend Richtig, richtig cool.

00:54:21: Danke dass du dir mitgebracht hast die Studie Henning.

00:54:24: Ja gerne

00:54:26: Ich hab einen dieses mal wieder aus meiner kleinen Serie Paula findet ein Chameleon auf der Intensivstation und einen damit ein hergehendes Rabbit Hole Ein klein Beitrag mitgebracht Und zwar habe ich euch möchte ich euch von einem Patienten berichten.

00:54:43: es geht um einen fünfzigjährigen Herrn der in einem kleineren Krankenhaus einen In-Hospital cardiac arrest erlitten hat aufgrund eines Demis.

00:54:55: Dort im Krankenhaus zusammengebrochen ist, gestürzt ist im Rahmen des Kreislaufstellstandes und dann dort reanimiert wurde ein Roskatte und dann in den Maximalversorger transportiert wurde.

00:55:07: Dort coronarangiografiert wurde Stens bekommen hat und eine Impeller bekommen hat weil er im Cardiogin Schock war und es sehr schlechte Pumpfunktion hatte.

00:55:16: Der Patient hat als Komplikation dann noch ein akutes Nierenversagen erlitten, war am Filter und wurde insgesamt vier Tage beatmet.

00:55:27: Weil der Heidkreislauf instabil war und erstmal stabilisiert werden musste, wurde nach vier Tagen extubiert und hatte schon auch Zeichen einer hypoxischen Encephalopathie, war nicht ganz orientiert, hatte aber eine GCS von Vierzehn nach Extubation.

00:55:42: Was dann auch viel ist, dass der Patient zwar seine Arme wunderbar bewegen konnte aber nicht seine Beine und zwar beide Beine nicht.

00:55:50: Was man dann erst mal gedacht hat ist könnte das vielleicht traumatisch sein aufgrund dieses Sturzes im Rahmen des Kreislaufstillstands?

00:55:58: Man hat halt leider auf dem ganzen Weg dieses Patienten nie ein Trauma CT gemacht weil er halt sehr instabil war und direkt ins Koro ist weil man das Demi-EKG gesehen hat und das einfach prioritär war.

00:56:10: Und in instabilierenden Patienten mit Impeller fährt man ohne einen harten klinischen Verdacht ja jetzt ehrlicherweise auch nicht freiwillig durchs CT.

00:56:18: Einfach auf so immer Sinne der Risikonutzen-Abschätzung.

00:56:23: Weiß nicht, so leitlinienmäßig irgendwie bezüglich Cardiac Arrest.

00:56:26: grundsätzlich ist das ganze Kapazität schon irgendwie mitindiziert.

00:56:31: aber

00:56:32: ich verstehe schon

00:56:33: auch den Punkt

00:56:33: voll bin ich voll bei dir macht sicherlich auch Sinn.

00:56:36: Ich glaube halt, in diesem Fall wurde einfach aus logistischen Gründen darauf verzichtet.

00:56:40: Weil die Ursache des Stillstands relativ offensichtlich war und der Patientheit nach dem Korot dann so instabil war... Verstehe ich!

00:56:48: ... dass man mit ihm nicht durch das CT fahren wollte.

00:56:51: Genau.

00:56:51: aber ja, ich gebe dir völlig recht, es wäre sicher elegant gewesen hätte man das irgendwann gemacht.

00:56:55: Hätte uns in diesem fall aber leider nicht weitergeholfen weil er seine Beine persistierend nicht bewegen konnte ein MRT der ganzen Wirbelsäule durchgeführt und hat dort einen ischämischen Spinaleninfarkt, der grauen Substanz gesehen auf Höhe BWK-X bis LWK I passend halt eben zu dieser Paraplegie der Beine.

00:57:18: Und das hat mich so'n bisschen dazu verleitet, mich da mal auf die Suche zu machen weil ich ehrlicherweise noch nie gehört hatte dass das als Komplikation einer Reanimation auftreten kann Und aber die KollegInnen der Kardiologie und Neurologie, die diesen Patienten mit uns zusammen visitiert haben gesagt haben.

00:57:35: Ah ja klar!

00:57:36: Natürlich da gibt es doch ein Case-Report dazu und ich war so wie, ah das scheint ein Ding zu sein irgendwie dass das passieren kann.

00:57:43: Dann habe ich mal eine kurze nicht repräsentative Literaturrecherche gemacht und habe leider erstaunlich wenig dazu gefunden.

00:57:51: was ich gefunden habe ist ein case report aus dem Januar Aus meiner eigenen Klinik mit dem Titel Spinal ischemia after prolonged resuscitation and coronary angiography under impeller protection erschienen von Anna Rom et al.

00:58:07: im European Journal of Grace reports in internal medicine.

00:58:11: Was ist die dort?

00:58:12: Ich muss kurz

00:58:12: einhaken, Paula.

00:58:13: Aber das erklärt, warum jemand aus deiner Klinik sagt, da gibt es doch Case-Report dazu... Absolut!

00:58:17: Weil wenn bei mir auf einer Visite irgendwer irgendein Case- Report zitiert, denke ich immer, was?

00:58:25: Nein,

00:58:26: nein, nein.

00:58:27: Hast

00:58:27: du dir ausgedacht?

00:58:28: Hast du die ausgedachten?

00:58:29: Diejenigen, die gesagt haben, dazu gibt's einen Case-Report und das haben wir schon mal gesehen stehen zufälligerweise selber als Co-Autorn auf diesem Case-Report drauf.

00:58:41: Nichts ist so.

00:58:42: trotz, hat mich das komplett gecatcht dieses Thema.

00:58:46: Und ich habe mich dann halt gefragt wenn es offensichtlich schon zwei Fälle gibt in unserer Klinik die das haben?

00:58:53: Ist das vielleicht total häufig und hab' ich das einfach bisher nicht mitbekommen?

00:58:57: oder übersehen wir das vielleicht irgendwie strukturell?

00:59:01: Und zwar scheint es so zu sein, dass Spinalischemien mit ca.

00:59:04: ein bis zwei Prozent aller neurovascularen Erkrankungen ein eher seltenes Ereignis sind – ganz kurz zur Erinnerung an die Zeiten wo wir alle Anatomie gelernt haben!

00:59:14: Die Blutversorgung der Wirbelsäule erfolgt über drei große Gefäße eine anteriore Spinalarterie und dann parige posteriori-Spinalarterien, die alle von den Arterievertebrales entspringen und zusätzlich noch Zufluss aus den Rami-Spinalis, also radikulären Arterien enthalten.

00:59:32: Und es gibt eine sehr große radikulere Arterie die Arteria Radicularis Magna auch genannt Arterias Adamkewitz, die dann in der Arteriaspinales anterior mündet und dort zur Perfusion von T neun bis T zwölf beiträgt.

00:59:51: das ist bei seventy fünf Prozent der Menschen so.

00:59:53: Bei den restlichen, ist das Versorgungsgebiet entweder ein bisschen höher oder etwas tiefer.

01:00:01: Das Rückenmark scheint auch eine Art letzte Wiese zu haben und diese letzte Wiesel ist zwischen T-IV und T-VIII weil dort einfach besonders wenige von diesen radikulären Arterien vorliegen.

01:00:15: Bezüglich der Klinik ist es so dass eine Ischemidia arteriaspinales anterior zu einem bilateralen Verlust der Motorik, des Schmerzempfindens und der Temperaturwahrnehmung führt.

01:00:24: Kaudal, Delision – das war bei unseren Patienten der Fall – und eine Ischämie der arterial-spinales Posterior für zu einem Verluster pro Preokzeption und der Sensibilität.

01:00:34: Hier ist es häufig so, dass auch nur ein Bein beteiligt sein kann, wen eben nur eine der beiden Arterien betroffen ist.

01:00:42: Und die häufigsten Ursachen für eine spinale Ischemiesennahortenschirurgie und Aortendesektionen.

01:00:48: Und es gibt aber auch beschriebene Fälle, Spinalerischemin nach schwerer Hypotonie oder eben Reanimation und es gibt beschriebenne Fälle im Zusammenhang mit VA-Ecmo und mit Einlage einer IRBP.

01:01:01: Jetzt noch kurz zu dem Fall der in diesem Case Report beschrieben ist – die KollegInnen beschreiben eine fortyzeigjährige Patientin, die ein Out of Hospital Cardiac Rest erlitten hat mit Refractariumkammerflümmern Und die dann unter mechanischer Reha mit Autopulse ins Herzkartettelabor gebracht wurde, kompulativ wurde die Patientin eine Stunde und vierzig reanimiert.

01:01:23: Hat eine Impeller bekommen hat eine PCI der LAD bekommen und die Impeller wurde unmittelbar nach der Intervention bei stabilem Kreislauf und befürchteter Ischemie des rechten Beins entfernt.

01:01:35: Die Patientin wurde dann am ersten Tag nach dem Kreislaufstillstand extubiert hatte in den GCS von vierzehn Und konnte auch ihre Beine nicht bewegen.

01:01:43: Man hat dann auch einen MRT durchgeführt, einerseits vom Kopf und andererseits von der Wirbelsäule.

01:01:50: Im Kopf hat man multiple fleckige Akute- und Subakuteinfarkte Bilatteraisupra und Infratentorial gesehen am ersten hypoxischen Ursprungs.

01:01:59: Und im MRT der Wirbelsäule hat man einen spinalen Entfarkt subth V des gesamten Myolons bis zum KONUS medularis gesehen dass hier eben auch eine ischemische Genese am wahrscheinlichsten ist, weil Embolien in allen drei Spinalarterien sehr unwahrscheinlich sind.

01:02:19: Weil das komplette Rückenmark betroffen ist und nicht nur des Versorgungsgebiet zum Beispiel der Anterion-Spinalarterie.

01:02:26: Ich habe dann einfach meine kurze Pubmetrecherche gemacht, was mich wirklich interessiert hat.

01:02:31: Und es gibt zu Spinalischemien nach Reanimationen und insbesondere auch zur Spinalichemin nach mechanischer Kreislaufunterstützung extrem wenig.

01:02:41: Es gibt diesen einen Case Report, der aktueller ist.

01:02:44: es gibt einige alte Case Reports aus den neunzenneinziger Jahren zu Spinaler Ischemia nach Reha bei Erwachsenen.

01:02:51: Es gibt eine sehr spannende Studie von zwei tausend Zwei wo hundertfünfeinundvierzig Menschen die nach Reher oder schwerer Hypotension verstorben sind obduziert wurden und sechsundvierzig Prozent davon hatten eine ischemische Myelopatie meistens Lombosacral.

01:03:08: Die meisten Schreiben.

01:03:09: die Autorinnen dieser Studie aber erlangten vor dem Tod das Bewusstsein ich wieder, sodass keine Aussage über die Korrelation des pathologischen Befunds und der klinischen Relevanz getroffen werden kann.

01:03:21: Das heißt man weiß nicht ob diese PatientInnen während sie denn wach geworden eine Paraplegie der Weine gehabt hätten oder nicht?

01:03:28: Und dann gibt es – das fand ich sehr spannend – noch eine Studie und einen Literaturereview bei Kindern nach Reanimation und auch hier scheint es beschriebene Fälle zu geben.

01:03:45: Ich fand's sehr eindrücklich, dass halt für die pthatrische Population offensichtlich deutlich mehr Case Reports geschrieben wurden so das man das besser zusammenfassen kann weil bei den Erwachsenen scheint es häufig hinten runterzufallen.

01:03:57: was ist also meiner Schlussfolgerung?

01:03:59: Nach diesem kurzen Exkurs in PubMed?

01:04:04: Es scheint eine sehr hohe Dunkelziffer zu geben Häufiges Ereignis, aber es scheint auch doch offenbar ab und zu vorzukommen weil es ist beschrieben.

01:04:15: Ich habe mich dann noch gefragt gibt es irgendwelche Möglichkeiten wie man das vielleicht früher bemerken könnte?

01:04:21: Weil wir hätten mir das bei diesen Patienten früher be merkt Dann hätte man möglicherweise ja mit einer Lombardrennage oder so Vielleicht noch irgendwas an der Situation verbessern können.

01:04:32: Gibt es vielleicht Risikofaktoren?

01:04:34: Das kann man natürlich überhaupt nicht sagen, weil wir einfach gar keine Daten haben zu diesem Thema.

01:04:39: Und was auch noch eben im Zusammenhang mit VA-Ecmo und der IRBP beschrieben ist, ist ein Abschern der radikulären Arterien – insbesondere der Arteriaradikularis Magna durch das Device, was Aortal eingelegt wird, die ja aus der Aorta entspringen Und dass das halt möglicherweise eben auch eine Ursache für spinale Ischemin nach mechanischem Kreislaufsupport sein könnte.

01:05:06: Es bleiben also viele Fragen offen und ich denke, das ist aber auch wieder ein schönes Beispiel, das halt irgendwie zeigt, dass wir uns mit solchen selteneren Dingen beschäftigen müssen um unsere Patientinnen doch einfach daran zu denken wenn unsere Patienten so etwas haben und dass wir tatsächlich, wenn wir solche Dinge begegnen eben doch vielleicht ein Case-Report schreiben sollten, damit andere Leute die dann recherchieren Dinge haben auf die sie stoßen können wo sie das nachlesen können.

01:05:33: Fand's sehr spannend!

01:05:35: Damit Paula ins nächste Rabbit Hole fallen kann.

01:05:38: Sorry Ja ist gut ich kann das supergut nachvollziehen.

01:05:43: Voll interessant also auch wenn selten.

01:05:46: es wird glaube ich bei mir im Kopf bleiben Wenn sowas auftritt.

01:05:50: Denk mal eine spinale Ischimie Wobei MRT der Wirbelsäule ja ... beatmet maximal schmerzhaft lange dauert.

01:05:57: Oh ja!

01:05:58: Ätzende Untersuchung?

01:06:00: Ganz schrecklich...

01:06:03: Aber...

01:06:04: Da war aber dann die Impeller schon wieder draußen.

01:06:07: Ja, das war tatsächlich eins der Probleme.

01:06:10: Warum man das nicht früher machen konnte.

01:06:14: Das hätte ich mich ansonsten gefragt wie du... Danke.

01:06:20: Impella mit ins MRT was mir nicht klar war.

01:06:24: Ich weiß gar nicht, wie das bei euch in den Kliniken ist.

01:06:26: Aber habe ich gerade gelernt wir haben einen MRT Hamilton also ein barmungsgerät für das MRT und da ist eine Sauerstoffflasche mit dran.

01:06:38: und dann bin ich ins MRT drauf geguckt und auf der Sauerstoffsflashe stand MRT fähig und dachte ich super hat ja wer mitgedacht.

01:06:48: aber ich festgestellt alle Flaschen bei uns im Haus sind MRT-fähig.

01:06:53: Und das sind diese Steiflaschen, also sie sehen zumindest optisch aus wie diese Steilflaschen und ich dachte so abgefahren.

01:07:00: für mich waren das immer die Steiflaschen, die ich im Rettungswagen auch verbaut habe und diese garantiert nicht MRT fähig.

01:07:07: Spannend!

01:07:08: Das

01:07:09: hätte ich jetzt auch nicht so gedacht.

01:07:11: Naja unserem ist so dieser lange Sauerstoff schlauch dran halt.

01:07:14: Der ist auch noch dran um dann an die Wand zu kommen.

01:07:19: Also wir haben in der Tat kein Hamilton, sondern Triggergeräte.

01:07:23: Aber da gibt es ja auch immer MRT-Fege.

01:07:27: Wir haben auch noch ein Fabius um eine Kose zu machen.

01:07:28: Der Hamilton ist tatsächlich für die Intensivpatienten ganz praktisch.

01:07:35: Ich bin ein großer Fan muss ich sagen weil in meinem aktuellen Haus gibt es eben diesen Hamilton fürs MRT und im letzten Haus hatten wir so einen uralten MRT Leon von hier Hein-Löwenstein und das Problem war halt, dass das einzige Gerät dieser Bauart war.

01:07:55: Und das heißt wenn du dann mit diesem Patienten eh schon in der Umgebung warst wo du dich eh schon... Ich finde MRT ist halt einfach immer irgendwie nicht so das allerkulste Setting, dann funktioniert das Monitoring nicht richtig Dann es ist immer irgendwie schwierig mit den Artifakten.

01:08:09: und dann noch ein Gerät womit du dich jetzt nicht so hundert Prozent versiert fühlst fand ich immer so ein bisschen schwierig, deswegen freue mich immer sehr über diesen Hamilton.

01:08:19: Ja und ich finde es auch deswegen praktisch weil wenn wir sonst die Kinder also hoffentlich sind ja Kinder, wenn sie nicht von Intensivstation ist... Wenn die wirklich einen Tubus brauchen dann müssen wir die woanders einleiten und rüber fahren.

01:08:33: Dann hast du dauernd Wechsel zwischen Einleitungsbeatmunggerät, Transport-Beatmungsgerät dann in unseren Fällen Fabius MRI und mit dem Hamilton Schaltest da einmal um und machst alles damit.

01:08:47: Muss ja kein Hamilton sein, aber mit diesem Transportbeatmungsgerät was MRT fähig ist.

01:08:52: Ja gut das war unser Journal Club und wir haben noch gar keinen Passwort, Code Wort passwort rausgegeben.

01:08:58: Wir

01:08:59: können nicht Atelier Adamkiewicz nehmen weil das kann keiner schreiben.

01:09:04: Das stimmt!

01:09:06: Wir könnten gender sensibel nehmen.

01:09:09: Ja das ist ein schönes Code Wort.

01:09:13: Gut dann kommen wir schon zu unserem Hauptthema oder?

01:09:16: Genau.

01:09:18: Wir haben mit Doreen Rheinbacher separat das Hauptthema aufgenommen, mit dem Thema Bias in der Notfallmedizin bzw.

01:09:27: Bias an der Medizin und hört selbst rein worüber wir so reden?

01:09:33: Ja Dana Paulout ich habe Doren zu Gast, Doren schon dass du da bist möchtest du einmal ein paar Worte zu dir loswerten?

01:09:42: Ja, gern.

01:09:44: Mein Name ist Doreen Reinbacher und ich komme aus Berlin...

01:09:48: Aus Berlin?

01:09:49: Für die Komplierer!

01:09:53: ...und komm mit geboren in Karl-Marxstadt jetzt kennen wir es wie wir bereits erörtert haben und bin Fachärztin für innere Medizin und habe die Zusatzbezeichnung klinische Akute Notfallmedizin und NotfallMedizin und bin leidenschaftliche Notfall Medizinerin.

01:10:10: Schön dass du da bist.

01:10:12: Wir wollen heute über ein Thema reden, wo du bereits einen Artikel zu verfasst hast den ich super gut finde und der Titel des Artikels laut ist.

01:10:22: Fallstrecke des Denken, Spies!

01:10:25: Und ich habe diesen Artikel Korrektur lesen dürfen oder beziehungsweise Review'n dürfen und hatte sehr viele Aha-Momente und konnte dadurch gar nichts kritisieren glaube ich.

01:10:39: Ja wie bist du zu dem Thema gekommen?

01:10:43: Ich bin irgendwann mal über so ein Podcast gestolpert, ich glaube das war ten vor ihm oder so von dem Justin Morgenstern.

01:10:49: Und er hat da irgendwas über Bayes geschrieben und ich dachte mir so komisch interessantes Konzept und hatte mir das Buch gekauft dass er mitgeschrieben hatte dieses Decision Making an Emergency Medicine.

01:11:01: und dann muss ich zugeben ist mir das erste Mal aufgefallen ist wie viele Entscheidungen wir eigentlich jeden Tag treffen und das es ganz bestimmte Arten und Weisen gibt, wie wir zu diesen Entscheidungen gelangen.

01:11:12: Was mir vorher auch nicht bewusst war.

01:11:14: Und dass es immer irgendwas gibt, dem wir aufsitzen, wenn wir zu den Entscheidungen gelangen.

01:11:19: Das will ich aber auch unterschiedlich angehen können.

01:11:21: Ich hatte davor irgendwann mal so ein Artikel im New England Journal gelesen.

01:11:24: da ging's um einen Fallbericht.

01:11:27: Wie während der Corona-Zeit eine junge Frau in die Notaufnahme kamen dieses Universitätskrankenhaus Veränderungen im CT der Lunge hatte und alle davon ausgegangen sind, dass es Covid war.

01:11:41: Aber die Covid-Teste waren alle negativ.

01:11:43: Und die dann halt so Trarialabstriche gemacht haben und eine BAL und alles... Es war immer noch negativ!

01:11:48: Und dann meinten sie irgendwann nach Tagen, nachdem sie da am Tubus lag, die junge Frau ... Jetzt müssen wir mal uns was anderes überlegen.

01:11:55: Und da haben Sie das erste Mal darüber gesprochen, dass sie von so einem Typ eins denken in einem Typ zwei denken umgespitscht sind und vor dem offensichtlichen, in was nicht Offensichtliches gegangen ist.

01:12:03: Es war so ein New Indian Journal Case wieder einmal, es glaubte irgendwie da irgendwas, was ich da gebissen hatte oder sowas relativ untypisch war.

01:12:11: Dass die erst dazu darauf gekommen sind als die wirklich... bewusst umgespitscht haben.

01:12:17: Aber die waren so von Covid-Umgebung von allen und hatten diese typischen Veränderungen für Covid, dass sie wirklich nur eine Erkrankung gedacht haben.

01:12:24: Und ewig!

01:12:25: Obwohl die dieses super Boston Message Shows jetzt Ding da sind, das ist immer die tollsten Fälle, die Sie ja jede Woche oder Schildern nicht draufgekommen sind.

01:12:32: Da habe ich dann bei den Just-a-Morningstern dran gedacht und hab gedacht, das würde ich mir mal näher angucken.

01:12:36: Deswegen habe ich mir das Thema für den Artikel damals ausgesucht, um es einmal richtig zu recherchieren.

01:12:41: Ich dachte, ich lese jetzt mal kurz dieses Daniel Cardemann-Sinking Fast and Slow... Und das war eine große Fehlentscheidung, übrigens.

01:12:48: Weil dieses Buch ist einfach unlesbar.

01:12:50: Das ist echt furchtbar!

01:12:53: Alle so, oh, das habe ich gelesen und ich so glaubte es keinem mehr... Ich hab mich dann halt wirklich sehr, sehr quer gelesen dieses Buch.

01:13:00: Habe ich mir als Hörbuch runtergeholt und nochmal auf Deutsch gekauft, damit ich die Begriffe dann auch noch mal richtig hinkriege und habe mich dann weiter eingelesen.

01:13:08: Und es war wirklich cool.

01:13:09: Also, das ist ein wirklich ganz, ganz spannendes Thema und wenn man einmal darauf sensibilisiert ist und das auch bei sich selber dann sieht, dann ist es wirklich absurd.

01:13:16: Also ich habe mich damit jetzt ja super viel auseinandergesetzt und ganz viele Artikel auch gelesen oder ganz viele Bücher und so.

01:13:23: Es ist echt... Ich stehe trotzdem noch da und verzweifle an mir selbst.

01:13:28: Ist ganz spannend!

01:13:29: Jetzt hast du schon Typ eins und Typ zwei erwähnt.

01:13:33: Das musst du glaube ich erstmal erklären im Podcast, weil ich glaube das ist wichtig.

01:13:40: Also es ist so dass ganz früher ist man ja davon ausgegangen, dass es so ein Unterbewusstsein gibt und einen Bewusstsein.

01:13:46: dann kam auch so Freud und Jungen

01:13:47: usw.,

01:13:48: die da ganz viele Theorien zu träumen hatten und dem über Ich und dem Ich und wie sie alle heißen.

01:13:53: und davon ist man jetzt so ein bisschen neuerdings also seit diesem Jahrhundert nicht so ganz abgekommen aber hat er es noch ein bisschen erweitert den Begriff Und geht davon aus, dass es ein Typ eins Denken gibt.

01:14:03: Also so eine Art Denken, das die ganze Zeit mitläuft und mitschneidet.

01:14:07: also alle Eindrücke, die man hat alles was man zum Fernsehen sieht, die kulturellen Einflüsse was man beigebracht kriegt als Kind aber auch sowas man liest was man hört Das fließt alles ungefähr auf einen ein und wird einfach aufgenommen und als wahr angenommen.

01:14:26: und daraus strikt Im Unterbewusstsein sozusagen, man selbst das Denken ein Weltbild und erzählt die ganze Zeit unablässig eine Geschichte in der man der Protagonist ist.

01:14:41: Und die die Welt praktisch erklärt.

01:14:43: wenn ich euch das zum Beispiel sage so Der Wallfisch hat den Schmetterling gefressen dann habt ihr sofort dieses Bild im Kopf wie ein Wallfischer und Wetterling fängt.

01:14:52: und dass ihr dieses Bild im Kopf habt.

01:14:55: Das ist ein Teil dessen, ne?

01:14:57: Ihr habt diese Information, drei Sätze, drei Worte sofort verarbeitet, habt sofort dieses Bild am Kopf und die Geschichte, wenn ich sie euch erzählt habe nur mit diesen drei Wörtern!

01:15:06: Und jetzt kommt aber Typ zwei denken, Typ zwei ist das rationale Denken, das Ding erabwegt, das zweifelt und das Dinge bewertet... Auch auf Grundlage zum Beispiel von Moral, von Ethik.

01:15:17: Von Nachdenken und von rationalem Denken.

01:15:19: Von Statistik z.B Und dieses Typ II-Denken würde ich sagen... Der Wal hat den Schmetterling gefressen?

01:15:25: Wie kommt der Schmetternling überhaupt dahin wo der Wal ist?

01:15:28: An welcher Wassertiefe können Wale schwimmen?

01:15:29: Können Schmetterslinge so weit rausfliegen?

01:15:31: Bei den Inseln ist er auf dem Boot gefahren.

01:15:33: Wieso was?

01:15:34: Welche Paar war dieser Schmetterming?

01:15:35: Warum macht das überhaupt Sinn?

01:15:37: Ja!

01:15:38: Und dieses typ II-denken zweifelt dieses Bild an oder bewertet das.

01:15:43: Das heißt, Typ eins Denken nimmt einfach nur auf und erzählt eine Geschichte.

01:15:47: Typ zwei Denken bewertete diese Geschichte.

01:15:50: Und wo es jetzt halt so ein bisschen trubelig wird für uns ist dass das Typ Eins Denken umso besser funktioniert, umso weniger Informationen.

01:16:01: wir haben wenn ich euch jetzt sage ja Der Blauwahl namens, nennen wir ihn mal Timothy.

01:16:08: Ja?

01:16:09: Der Blauweil namens Timothy schwamm gerade durch die Nordsee und freute sich des Tages pfiff ein fröhliches Lied und traf dann auf den kleinen Schmetterlinge namens Ben.

01:16:21: Und dann trafen sich die beiden Ben-Sätze sich auf die Nase von Timothy und Timothy Frasbenn.

01:16:26: Es ist viel zu lang.

01:16:28: Dann irgendwo gemerkt ihr schon dass ihr bei der Geschichte verloren geht wenn ihr euch nicht aktiv konzentriert Und das sind einfach zu viele Details.

01:16:35: Das heißt, um so weniger Worte drin sind, umso weniger Details ihr habt ... Umso einfacher fährt euch Typ eins denken.

01:16:43: Typ zwei denken fährt dich immer schwerer, weil es hat viel mehr Rechenpower braucht und umso schwieriger ist es für euch diese Geschichte nachzudenken.

01:16:54: Das Problem ist, dass Typ zwei Denken mit Unwohlsein einherkommt.

01:16:58: Ihr merkt, er werdet müde, keine Lust mehr, gelangt bald!

01:17:02: Wenn so viele Details dabei sind, die nicht richtig übereinstimmen und keinen Sinn machen, fühlt ihr euch unwohnt gegen diese ausführlicheren Geschichten.

01:17:10: Das heißt wenn jetzt zum Beispiel auf dem S-Bahnhof steht als Notarztin oder als Notärztin und da liegt ein älterer Mann mit einem Rauschebad unter einer Grecke und die Mütze ins Gesicht gezogen und davor ihm rollt eine Wodkaflasche und er schleich ganz laut ist in sich eingekuschelt hat halt so eine ganz tiefe schneichende Atmung, dann wisst ihr schon alles klar und betrunken.

01:17:35: Obdachlos-betrunken.

01:17:37: Und dann ist die Geschichte vor euch aber schon zu Ende erzählt, dass ihr jetzt ja auf diesen Bahnsteig kommt und sagt ... Mensch, ob da betrunken oder bewusstlos?

01:17:46: Tiefe schleichende Atmung.

01:17:47: Bewusstlos!

01:17:47: Jetzt muss ich erst mal ABCDE machen.

01:17:50: Gucken wie sind die WG-Lands?

01:17:51: Wie ist der GCS in der Zucker?

01:17:53: Was könnte der Patient haben?

01:17:55: Was sind die Beakleidungsstände, wie man es eigentlich machen sollte?

01:17:58: Das fällt euch schwerer.

01:18:00: Das ist ein aktives ... bediene von typ zwei denken und das wird euch schwerer fallen als die erste geschichte mit vodkaflasche obdachlos getrunken.

01:18:10: Und es kann man ja auch gar nicht verhindern, dass das passiert.

01:18:12: also das passiert ja ganz automatisch und Also keine ahnung mehr geht es halt auch voll.

01:18:17: oft so wenn mir zum beispiel die kolleginnen aus der notaufnahme auf intensiv übergabe machen dass ich eigentlich in dem moment wo ich den patienten sehe schon anfange mir ein eigenes Bild zu machen und das Typ eins denken, einsetzt bevor ich mir die Übergabe überhaupt zu Ende angehört habe.

01:18:31: Und wenn ich ehrlich bin, naja je nach übergehendem Kollegen oder Kolleginnen verliere ich auch schon nach der Hälfte der Übergaben manchmal das Interesse.

01:18:40: Ja aber es liegt ja nicht an den Kollegen sondern es gibt daran wie schnell sie reden und wie wach oder wie müde du bist voll und wie viel Informationen die übermitteln in diesem Zeitraum.

01:18:51: Deswegen, das ist aber so das Problem.

01:18:53: Also Typ eins denken fällt uns leicht, das machen wir automatisch.

01:18:56: Typ zwei denken ist immer mit Aufwand, mit Wachheit, mit Aufmerksamkeit verbunden Und das braucht Energie und wir werden bestraft, wenn wir Typ zwei denken benutzen.

01:19:06: Wir werden mit Unwohlsein bestraft?

01:19:07: Wir werden manchmal so wie Übelkeit, Verunsicherung... Also alles so negative Gefühle bestraft damit wir möglichst wenig Typ-Zwei-Denken bedienen weil es einfach sehr aufwendig ist.

01:19:19: Das kann man sich wie beim Computer mit der RAM vorstellen.

01:19:21: Wir haben nur begrenzte Arbeitskapazität.

01:19:27: Jetzt ist gerade in der Differenzialdiagnostik Typ eins denken eher hinterlich, außer wir müssen schnell handeln.

01:19:35: Dann hilft es uns ja.

01:19:37: wahrscheinlich aber hast du Tipps und Tricks wie wir aus dem Typ eines Denken rauskommen können?

01:19:45: Und vielleicht bewusst ins Typ zwei denken kommen können?

01:19:49: Also ich disse jetzt ja gerade Typ eins denken, weil das halt uns so einfach fällt und mit weniger Informationen umso besser.

01:19:55: Und Sachen einfach so annimmt und immer so Lücken in den Geschichten automatisch auffüllen und so.

01:19:59: Das ist aber nichts Schlechtes!

01:20:00: Wir bedienen uns ehrlich gesagt die allermeiste Zeit des Typ-Eins-Denkens.

01:20:05: Weil es einfach schnell ist, weil es wenig Ressourcen braucht... ...und weil wir als Notfallmediziner natürliche Heuristik haben.

01:20:17: Das gibt auch das Concept of Snatchal Decision Makings und was wir uns dann mit viel Erfahrung, sehr viel Repetitio bedienen ist so etwas, das nennt sich by Cognition Prime Decision Making.

01:20:28: Was hat damals Herr Gary Klein praktisch definiert?

01:20:31: Deswegen es ist nicht nur schlecht man kann es auch nehmen.

01:20:34: Das Problem ist nur dass der Herr Kanemann, der das Buch geschrieben hat sondern auch so etabliert hat gemeint hat, dass man dieses Verküpnischen Prime Decision Making in der Notfallmedizin nicht einsetzen kann oder nicht verlässlich einsetzen.

01:20:48: weil die Bedingungen halt nie gleich sind.

01:20:50: Das heißt, man kann eigentlich keine richtigen Patterns recognizing, weil das drumherum so chaotisch ist, dass man halt keine richtige Pattern etablieren kann.

01:20:58: Also ich will nur sagen es ist nicht alles... also Typ eins denken ist nicht immer schlecht!

01:21:02: Es gibt das Konzept dieses Recognition und dieses Pattern, die man sich antrainieren kann.

01:21:08: aber man muss halt aufpassen, dass es Fehler geben kann.

01:21:11: Und das Problem is', dass wir diesen Fehlern, diesen Beis gegenüber halt blind sind.

01:21:15: Also per Definition können wir selbst nicht erkennen, wenn wir ein Beiß aufgesessen sind.

01:21:19: Das möchte ich noch mal anmerken.

01:21:21: also Typ eins denken ist nicht nur schlechtes Spartenergie, Typ zwei denken isst nicht nur gut es braucht Energie und ist vor allem davon abhängig wie müde wir sind, wie gut hüteriert, wie ausgeschlafen, wie glücklich viele grüne Kügelchen mehr so am Start haben.

01:21:34: das beides nicht so ganz unfehlbar.

01:21:36: aber wie gesagt dem Typ Eins denken da müssen wir halt aufpassen.

01:21:40: Kennt ihr das?

01:21:41: Wenn man abends, weil der Arbeitstag anstrengend war.

01:21:44: Weil man viel nachgedacht hat wenn man so müde ist dass man nichts mehr entscheiden möchte

01:21:47: Ja

01:21:49: Was gibt's oder was wollen wir essen is mir egal.

01:21:52: Entscheidt du das?

01:21:54: Ganz schlimm finde ich nach dem Nachtdienst morgens im Supermarkt wenn ich so richtig los zwischen diesen Regalen stehe und einfach überhaupt nicht entscheiden kann was ich jetzt essen möchte.

01:22:05: Das Problem ist, dass was du dann isst, wahrscheinlich Pizza ist und irgendwas ist, das ganz viel Kohlhydrate hat.

01:22:10: Weil das ist es, was du craves und was dein Instinkt unter deinen Typ eins denken, wo er dich hinleitet.

01:22:17: weil Typ zwei denken gerade nicht mehr Lust hat gute Entscheidungen zu treffen.

01:22:23: Dadurch, dass es in der Schweiz so unfassbar gute Schokobrötchen gibt sind's bei mir meistens Schokobraötchen

01:22:30: Und bei mir will sowohl Typ eins als auch Typ zwei denken Pizza.

01:22:38: Ja, aber Tom dann ist es wenigstens gut abgewogen wenn Typ zweidenken das möchte.

01:22:44: Stimmt.

01:22:46: Hauptsächlich fettig und holnhydrate.

01:22:49: Gut, aber wie gesagt auch die Pizza am Morgen nach dem Nachtdienst ist ein prudentes Typ eines Denkes.

01:22:55: Wie gesagt, wie kommen wir jetzt von Typ einstecken auf Typ zwei denken?

01:22:58: Also wie gesagt wichtig ist halt wie immer.

01:23:00: Ich glaube das ist wahrscheinlich jetzt in jedem Podcast und in jedem Vortrag so Schlaf essen trinken mental load reduzieren weil es ist die Ramm ja Eures Denkens dass Typ Zwei Denken wenn ihr relativ wenig Ram zur Verfügung habt dann wird es auch schwieriger sein da reinzukommen.

01:23:14: Und natürlich auch so Stress und Druck sind natürlich auch nicht so.

01:23:17: gerade Freundes Typ Zweitenkens wie man da reinkommt kann.

01:23:20: Es hat einfach bewusst um zu switchen zu merken, okay das hier ist jetzt eine Situation da könnte ich jetzt gerade Typ eins denken aufgesessen sein.

01:23:30: deswegen Gehe ich jetzt bewusst in Typ zwei Denken über.

01:23:34: Das kann man zum Beispiel merken, wenn man an der Diagnose hängt wie diese Kollegen aus dem New England Journal oder wenn man weiß, ich bin jetzt in so einer typischen Situation.

01:23:42: Ich liebe ja immer das ganze Gender-Problem in Deutschland weil es sich so gut eignet, weil Frauen auch immer in den ganzen Studien mit erhoben worden sind als Geschlecht.

01:23:51: deswegen kann man das auch ganz gut nachvollziehen.

01:23:53: Und was zum Beispiel nachvollzogen komplett erklärt worden ist und auch schon erforscht worden, das halt so dieser Gender Pain Gap.

01:23:59: Dass Frauen weniger Schmerzmittel bekommen, Schmerzen später erkannt werden unterbewertet werden, verzögerte Schmerzwittel gaben und so ist ja ganz gut erforschen mittlerweile.

01:24:09: Deswegen eignet sich das dann auch als Beispiel für... zwischen Typ eins und Typ zwei denken.

01:24:14: Und wenn man dann mal so eine Frau vor sich hat, und es ist jetzt egal welche politische Überzeugung wir haben, es ist egal wie wir persönlich dazustehen, wir sind gesellschaftlich und sozial dazu erzogen Frauen... Schmerzen von Frauen nicht so ernst zu nehmen, wie wir das gerne würden, ja?

01:24:29: Wenn wir jetzt von einer Frau stehen die Schmerz hat und jammert in Anführungszeichen Dann sind auch wir neigen auch wir dazu dass wir diesen Frauen weniger Schmerzmittel geben, seltener weniger, weniger starke Schmerzwitte als wenn es Männern tun würden.

01:24:43: Und was man halt machen kann ist dann zu sagen okay diese Frau steht gerade vor mir und sagt, sie hat Schmerzen, acht von zehn.

01:24:51: Und hat Gänsehauten oder ein Ruto von hundertsechzig und eine Herzfrequenz von hundvierzig.

01:24:55: gibt's Opioid-Time.

01:24:57: Ja?

01:24:58: Egal was ich jetzt denke... Man merkt dann diesen Widerwild!

01:25:01: Man spürt das,

01:25:01: ne?!

01:25:02: Also man spürte den Widerbild und sagt ach die simuliert doch.

01:25:04: und dann ärgert sich halt so selber weil man dann weiß dass es dieser Bayes ist umso.

01:25:09: Man kann aber nichts dafür, man kann dagegen auch nichts machen außer das Bewusst zu merken und bewusst zu sagen nee über NRS fünf Jetzt ist es Zeit.

01:25:18: Und das ist ganz wichtig, dass man das wahrnimmt.

01:25:21: Als Notärztin passiert es ja ständig.

01:25:23: Ich bin nachts um drei oder vier aufgeweckt worden zu einer Frau mit Unterbauchsschmerzen, wie Anfang Mitte zwanzig und schwanger Zeit so sechs Wochen ... Und wir hatten ganz lange probiert schon und IVF und so was, dann kam ich da hin.

01:25:37: Ich war so müde und alle waren super genervt.

01:25:42: Sie hatte Schmerzen nach dem Stuhlgang und der zukünftige Vater weinte und sie weinte.

01:25:49: Alle weinten und waren komplett rüber und wir waren alle so genervt!

01:25:53: Und dann dachte ich mir so einen Moment mal ganz kurz, die sagt hier zehn von zehn Schmerzen nach dem Stuhlgang.

01:25:58: Sie ist gerade nicht untersuchbar weil sie so drüber ist.

01:26:01: und aber das ist jetzt nicht ihr Problem es ist dein Problem.

01:26:05: du hast grad ein Problem weil du müde bist, weil du grade geweckt bist und es ist mitten in der Nacht.

01:26:09: Du hast grad'n Problem.

01:26:09: uns ist eine Frau und du musst... Ich war auch noch dunkel heute also doppelt dabei ist ja und hab gesagt okay stopp.

01:26:15: Jetzt gehen wir hier einmal durch.

01:26:17: NRS über fünf, sie kriegt ein anschläiges Schmerzmittel, die ist schwanger und kann das oder das nicht haben.

01:26:21: Also kriegt ihr jetzt das und das?

01:26:22: Und dann habe ich sie wirklich extrem schmerzfrei gehabt.

01:26:24: Habe sie untersucht, hatte sie auch ein bisschen Abverspannung, Rechenunterbauch natürlich okay nach Defikation IVF vor sechs Wochen für Ausrechnungen aus dem NEF wo das Sonor kaputt war.

01:26:33: Da dachte ich mir so ach Moment mal!

01:26:35: Und da dachte ich mehr so eine O-Bariatrosion.

01:26:37: War auch so.

01:26:38: Aber ich musste bewusst innerlich zwei Schritte zurückgehen und sagen stopp Ich ging jetzt mal alles runter.

01:26:45: Differenzialdiagnosen, was könnte es sein?

01:26:48: Klassiker das und dass es ist.

01:26:50: Aber ich musste erst die zwei Schritte von mir selber zurückgehen also von der Lüdigkeit und von diesem Genervt sein geweckt worden zu sein.

01:26:58: Was du ja im Endeffekt beschreibst dann am Ende, dass man sich an Checklisten entlang hangelt weil du ja ganz bewusst sagst okay...ich bin hier vielleicht gebeist aber Mach es jetzt ganz klar nach Schema.

01:27:15: NRS über fünf, ob man jetzt Checkliste nennt oder Score oder Algorithmus aber ich arbeite an einer Struktur ab?

01:27:28: Genau die Berliner Feuerwehr hat eine Handlungsanweisung, übrigens ist ganz tolles.

01:27:34: und da steht NRS Schmerztherapie.

01:27:36: Ich hab bestimmte Sachen auf dem Auto, die man in der Schwangerschaft geben darf und nicht, deswegen war ich relativ alternativlos.

01:27:44: Und dann habe ich mich einfach an den SOP gehalten.

01:27:47: im Moment.

01:27:48: Man kann bewusst diese Situation erkennen und sich bewusst in dieses Type II-Denken umswitschen.

01:27:53: Es gibt Möglichkeiten das systemisch zu integrieren zum Beispiel so if-, when-Szenarien zu etablieren, z.B.

01:28:00: auch in der Notaufnahme.

01:28:01: oder so wenn man sagt okay, Frau mit Brustschmerz ... Dann kann man halt sagen, dann kriegt ihr dieses Laborprofil.

01:28:06: Dann kriegt die auf jeden Fall einen Echo um zum Beispiel eine Perilatitis auszuschließen, Punktfunkzone zu bestimmen, Broken Heart-Zyndrom was weiß ich.

01:28:12: Das kann man da alles dinken.

01:28:12: Da muss man an jedes Ding irgendwie ein Hickchen machen und so.

01:28:15: Dann braucht sie einen EKG, dann braucht sie das.

01:28:17: Und ob man das DD mehr macht oder nicht, das kann man auch überlegen.

01:28:20: Man muss aber den Wellscore gemacht haben oder dem Perkscore oder wie auch immer.

01:28:23: Das können wir machen in einem If-When-Szenarien etabliert für bestimmte Situationen, wie z.B.

01:28:29: Brustschmerzen bei Frauen oder so was?

01:28:31: Man kann auch überlegen, ob man einen Teil Checklisten macht und dann wirklich die Checkliste ganz klar abhat.

01:28:36: Was man ja auch gut machen kann mit den ganzen IT-Lösungen ist das zum Beispiel nicht in das nächste Fenster kommt, dass man nicht weitermachen kann, wenn man nicht bestimmte Sachen gemacht hat.

01:28:45: Wenn man zum Beispiel der Berliner Feuerwehr kommt, Scheinlich fertig machen oder so, wenn man nicht alle Vitalparameter ausgefüllt hat.

01:28:54: Man muss mit allen Patienten alle Vital-Parameter aus geführt haben und man muss auch Blutzucker gemacht haben.

01:29:00: Man muß in Temperatur gemessen haben, man muß eine Atemfrequenz bestimmt haben.

01:29:04: Und das sind ja häufig die Dinge, die ein bisschen mit Extraaufwand verbunden sind, gerne unter den Tisch fallen.

01:29:09: Das wäre zum Beispiel ne sinnvolle IT-Lösung um uns so n bisschen ... Auszubremmen mit unseren Shortcuts.

01:29:15: Mit allen Dingen, die uns unbequem sind oder aufstoßen.

01:29:19: was man auch machen kann ist.

01:29:20: Man hat den Blindspotbias zum eigenen Bias, ja?

01:29:23: Also ich merke halt nicht wenn ich einen Bias aussitze aber wenn der Praktikant neben mir steht oder die Praktikannte neben mir steht und sagt so Edoreen du bist gerade hier racist sexist bitch.

01:29:33: Ja dann muss ich halt sagen Moment jetzt muss im Skritt zurückgehen.

01:29:37: Jetzt bin ich jetzt... Ich habe hier grad ein Problem.

01:29:39: Ich sitze hier grade Vorurteilen auf.

01:29:42: Das Problem ist natürlich dass wenn ich jetzt sage hoch Ach Doreen, das ist eine Frau mit Schmerzen.

01:29:48: Willst du ihr nicht mehr Schmerzmittel geben?

01:29:50: Oder ich glaube, es ist gerade ein Bias auf.

01:29:52: Dann hört sich das netter an.

01:29:53: aber was man halt diese Sachen wie Rassismus oder Sexismus oder Vorurteile oder Überheblichkeit sind sehr stark konnotierte, negativ konnotierten Begriffe.

01:30:04: Das ist so ne Feedback-Culture zu etablieren wo man safe sagen kann, hör zu!

01:30:08: Ich glaub, du hast ja grad'n Biasproblem wirklich ganz ganz schwierig ist und ganz viel Kommunikation und ganz ganz viel CRM bräuchten.

01:30:15: Ja, weil das ja auch heute schon persönlich ist.

01:30:19: Fängt leider ja auch schon auf der Anfahrt an.

01:30:21: bei bestimmten Einsatzstichworten muss man sagen.

01:30:25: Wenn du irgendwie schon auf die Anfahrthörsteel OP oder in irgendeiner Form dann kann es halt immer noch der Schlaganfall sein.

01:30:32: aber wir sind schon mal darauf geprimed so wie du eben den Herrn beschrieben hast der auf dem Bahnsteig sitzt und die Wodkaflasche vor sich hat.

01:30:41: Johannes Pott hat irgendwann mal für sich gesagt, ich versuche jedem Patienten mindestens zehn Sekunden meiner ungeteilten Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

01:30:51: Weil wir in den ersten zehn Sekunden schon ganz viel auch wahrnehmen und erkennen können wenn die Leute anfangen zu sprechen beziehungsweise wie die Anamnese machen.

01:31:02: Manchmal kommt dann da doch noch was anderes heraus, als wir vielleicht am Anfang vermutet haben.

01:31:07: Und ich finde gerade diesen Ansatz insgesamt sehr gut.

01:31:10: ob es jetzt nur zehn Sekunden sein müssten oder vielleicht auch länger sei jetzt mal dahingestellt man abgesehen davon wenn jetzt jemand bewusstlos ist keine Atmung hat und so weiter wie andere Dinge einleiten müssen das ist natürlich klar.

01:31:22: aber dass wir halt grundsätzlich uns irgendwie immer hinterfragen könnte könnten wir da einem bei es aufgesessen sein.

01:31:30: Das, was du beschreibst, das versuche ich schon auch im Rettungsdienst relativ viel zu machen.

01:31:34: Wir haben eine Frequent Flyer Patientin und das werdet ihr alle kennen die wirklich sehr häufig den Rettungssienst alarmiert und zwar immer wieder mit unterschiedlichen Sachen mostly Psyche aber häufig auch so Abhebeschwerden Atemnot, DD Panik Attacke Und natürlich ist es so dass Man schon die Adresse kennt und weiß, da fahren wir jetzt wieder hin.

01:32:02: Okay?

01:32:03: Aber nichtsdestotrotz kommt es finde ich immer sehr darauf an wie wir den Leuten dann auch begegnen Und das kann halt trotzdem Auch wenn sie zum zweihundertdreundzwanzigtausendsten Mal angerufen hat Immer noch sein dass sie Dann Den infarkt hat und Ich finde Das dann zu übersehen würde mir persönlich so wirklich So leid tun als Dass.

01:32:24: ich sage okay Wir checken Es einmal ab Und schauen uns einmal die Vitalparameter an und wenn das alles in Ordnung ist, dann können wir immer noch zu unserer weniger krassen Diagnose gehen oder beziehungsweise weniger tödlichen Diagnose in Anführungszeichen.

01:32:43: Deswegen ist es super wichtig dass wir heute drüber sprechen.

01:32:47: Das sind jetzt nur die Biasis, die wir jetzt mitbringen!

01:32:49: Es gibt auch noch eigene Biasises, die dem Denken selber eigen sind.

01:32:54: Ich hab da noch so ein paar Studien mitgebracht.

01:32:57: Und zwar ist zum Beispiel eine Studie, die gezeigt... Also es gibt hundertsieszig Biasis oder halt so Fallstrecke des

01:33:03: Denkens

01:33:04: und Verurteile.

01:33:05: Aber nicht alle sind für der Medizineigen.

01:33:08: Und ich habe noch so'n paar Paper hier, so Crosscare jetzt so dreißig beschrieben.

01:33:13: Ein paar andere haben so in der Notvermeldung vier oder fünf oder sechs oder sieben oder acht beschrieben?

01:33:17: In dem Antike den ich hatte ja auch nur begrenzt Platz und hab da auch ein Paar mit reingenommen.

01:33:21: Und über etwas, was wir zum Beispiel sprechen sollten ist Anchoring.

01:33:25: Anchoring ist einer der häufigsten Beises in der Notfahrmedizin und er trifft uns halt im ganzen kompletten Ablauf der Patienten.

01:33:31: anchoring heißt dass wir uns an der Verdachtstiagnose festhalten die als allererstes fällt.

01:33:38: wenn wir zb als Notärzene als Notarzt auf einem Stichwort Artennot fahren dann fahren wir auch Artennoten bewerben.

01:33:44: die Patienten unter dem Begriff der Atennot überlassen uns da leiten und gehen dann zum Beispiel auch so sagen hat auch so Die Patienten bringen dann als Krankenhaus mit dem Verdacht auf exerzipierte COPD.

01:33:54: Dort werden sie auf exorzipierte CoPD behandelt, werden dann, wenn Sie resparaturisch insuffizieren oder hematare schlecht werden, als mit exerzapierte COPD auf die Intensivstation verlegt dort weiterbehandelt und vernebelt.

01:34:06: und was weiß ich?

01:34:07: Und dann sind sie so Tafikart weil sie ja soviel Salbutamol gekriegt haben und so viel vernebelt worden sind.

01:34:12: und dann haben sie noch das Tabutadien bekommen und was weiss ich?

01:34:16: Dann irgendwann sind sie tot Und deswegen müssen wir halt aufpassen, an was wir uns festan können.

01:34:24: Was mir aufgefallen ist, was man ganz gut machen kann, ist zum Beispiel dass man mit seinem Fahrer oder seiner Fahrerin als Not in der Notfallmedizin zum Beispiel sagen kann Mensch, mal gucken was die wirklich haben.

01:34:35: Wir gucken mal was die Leitstelle gesagt hat ob das stimmt und dann automatisch so ein Zweifel reinbringt, aber halt auf spielerische Art und Weise.

01:34:42: Und von mir ist auch auf zerkastliche Art und Weise.

01:34:44: Aber zu sagen okay wir halten uns jetzt nicht an diesem Stichwort fest!

01:34:50: die Verdachtsdiagnose zu sagen, aber halt auch immer zu wissen.

01:34:53: Die Notarztin oder der Notarz hat jetzt gedacht ... Also wenn ich im Schockraum stehe zum Beispiel dann okay, die Notarinotarzt geht jetzt vom Schlaganfall auf, aber der Mund ist komplett gut verschmiert, wir haben hier ein krasses C-Problem, vielleicht ist es doch die gastrointestinale Blutung?

01:35:07: Und dann kommt plötzlich die BGA wieder und dann ist das Kreer Acht oder so.

01:35:12: Da muss man denken, okay, ich muss mich lösen von der Verdachtstiagnose der anderen bewusst wieder einmal alles durchgehen.

01:35:23: Ich sammle jetzt einfach mal Informationen und gucke mir das noch mal an, bewusst in einem ruhigen Moment wo ich Zeit habe, muss einmal kurz nochmal mit Typ zwei denken auseinanderzusetzen weil dieses Anchoring ist echt real!

01:35:33: Und einer der Gründe warum wir uns heute Abend zu später Stunden am Sonntag treffen ist dass dieses Anchorings zum Beispiel und diese Verdachtstiagnose die in der Notaufnahme oder notfamilien besteht Fünfzehn Prozent teilweise nicht übereinstimmt mit der Entlastdiagnose im Krankenhaus und diese Diskrepanten, deutlichen Mortalität zum Mobilitätsanstieg für die Patienten bedeutet.

01:35:59: Es gab irgendwie mal um die zweitausende so eine To-Ares Human große, große Studie über Fehler in dem Krankenhaus mit ungefähr dreißig Prozent der Patientinnen aufgrund von medizinischen Fehlern.

01:36:10: zu Schaden gekommen sind und fünfzehn Prozent davon waren diagnostischer Natur.

01:36:15: Und darin hat dieses Denken, diese Heuristik einen ganz großen Anteil.

01:36:20: Wenn wir das schaffen so ein bisschen auszumerzen oder anzusprechen, also die Biasing ist auch so ein Awareness-Teaching bewusst werden, es ist auch ein Mechanismus wie man dem herwerden kann.

01:36:33: dann senken wir die Mortalität und Morvidität unserer Patienten und Patientinnen.

01:36:38: Ja, aktiv.

01:36:39: Also deswegen bitte... also zum Beispiel Anchoring ist eine dieser Dinge.

01:36:42: da sollte man sich einfach dessen bewusst sein dass man sich dran festhält im Kopf.

01:36:46: Man lässt das Typ eins denken und hat im Dunkeln und greift sich das erste Zeichen, das erste Licht was es sieht und klammert sich fest.

01:36:54: und das Problem ist er sich nur an nicht nur daran festklammern sondern dass ich dann auch schwierig fällt davon abzuweichen.

01:37:00: Also, selbst wenn ich jetzt von Arten Not rede und COPD und von

01:37:04: L.A.E.,

01:37:04: dann ist es für euch alle immer noch gut nachvollziehbar.

01:37:07: Wenn ich das gesagt hätte ... Ah!

01:37:08: Die Patientin hat Stichwort bei Atemnot.

01:37:11: Und die Patientin hatte aber jetzt irgendwie ein sceptisches Recht des Beinen.

01:37:15: Dann fällt es euch noch schwerer sogar, wenn ich euch diese Geschichte erzähle, das für euch klarzumachen.

01:37:20: Wenn ihr jetzt darüber nachdenkt, dass ihr selbstes Artenfrequenz bleibt erblau oder so.

01:37:24: Aber dann fällt es Euch noch schwer auf diese Diagnose zu kommen.

01:37:27: Das heißt, ihr müsst euch dessen bewusst sein, dass euch das wirklich ein ganz, ganz großen Stein in den Weg legt.

01:37:33: Diese Übergabe zum Beispiel auf der Intensivstation und das Stichwort der Leitstelle im NEF.

01:37:39: die Übergabe an der Notaufnahme, das legt euch einfach große, große Steine in den Leg.

01:37:42: Deswegen lohnt es sich ab und zu mal in einer ruhigen Minute alles noch einmal zu re-evaluieren wo ihr gerade seid

01:37:47: Voll, ich finde das ist mega wichtig.

01:37:49: Weil ja wie du sagst ganz oft einfach Diagnosen halt dann diese PatientInnen oder Verdachtsdiagnose eigentlich oder Arbeitsdiagnosen aus der Präklinik die Patienten ihren ganzen Weg während ihres Krankenhausaufenthalts begleiten Und ich glaube, dass diese Übergabesituationen mega wichtig sind.

01:38:06: Dafür um eben sich aktiv seines Typ zwei Denkens zu bemühen und halt sich einmal zu überlegen ist es wirklich alles so plausibel wie mir das hier gerade erzählt wird?

01:38:17: oder gibt's vielleicht irgendwelche Dinge die nicht zu dieser Verdachtsiagnose passen?

01:38:20: Und der ganzen Puzzleteile alle einzeln nochmal umzudrehen und sich anzuschauen.

01:38:26: Übergabe sind übrigens auch ein super Moment für Feedback, also so für könnte es ein Weiß sein.

01:38:33: Weil man in dem Moment ja einen aktiven Feedback-Moment hat und auch andere Leute das zum Beispiel mit einbringen könnten.

01:38:40: Und

01:38:41: zu Parlers Punkt vielleicht auch noch oder auch zu deinem dass wir Grundsätzlich vielleicht versuchen könnten, in der Notfallmedizin mehr anhand von Leitsymptomen zu arbeiten und gar nicht unbedingt immer überhaupt eine Diagnose stellen zu müssen.

01:38:55: Weil wenn wir die Leits Symptome gut behandeln im Endeffekt ja ein ganzes Krankenhaus, ne ganze Maschinerie noch haben, die dann am Ende eine Diagnose stellen müssen.

01:39:03: natürlich sollte man jetzt nicht irgendwie keine Ahnung die Amputationen am Bein übersehen und jemandem mit Atemnot fahren weil er halt gerade irgendwie bisschen Schmerzen hat.

01:39:13: Darum geht es mir nicht so sondern halt wirklich irgendwie zu sagen, ich kann das gerade nicht sagen ob es jetzt vom rechten Herzen oder doch von der Lunge kommt.

01:39:21: Und ein Punkt, den finde ich mit dem Anchoring total einhergeht ist noch zusätzlich die Inattention in Blindness dass wir sozusagen drum herum vieles ausblenden noch was da nicht ins Bild passt.

01:39:34: Und das sind diese Denkfehler, die wir versuchen sollten in der Notfallmedizin strukturell immer mehr zu vermindern.

01:39:43: und wenn wir darüber Bescheid wissen ist es ja schon der erste Punkt des Bessertes zu machen.

01:39:48: Dana!

01:39:48: Was war eine tolle Überleitung zum Confirmation bei uns?

01:39:52: Das ist mich einer der zweiten... ist auch einer der Haupt-Biasistien zu der Notfallmedizin auflauern, ist der Confirmation-Biessungsweis.

01:40:00: Das ist eine exerzipierte COPD und wenn ich jetzt hier irgendwie den... Ich übersehe dann einfach alles andere.

01:40:08: Dann ist die Herzfrequenz halt zu hoch wegen dem Salbutamol oder wegen dem, was ich gemacht habe und der Druck ist halt so niedrig.

01:40:14: war.

01:40:14: das ist ja eine kleine Frau und hat immer so niedrig ein Blutdruck hat sie gesagt.

01:40:18: Wie oft habt ihr schon gehört?

01:40:20: Ach, der Blut-Druck, der ist ja immer so niedrig!

01:40:22: Inzwischen seid ihr alle gewiefft, intensiv von Notfallmedizinerinnen und wisst dass der Bluttdruck never so niedrich ist und euch das immer aufhorchen lassen sollte.

01:40:29: aber wie gesagt es sind solche Sachen diese Aussagen.

01:40:33: Die Ursache dafür sind halt bei es.

01:40:34: Und was Konfirmation-Weißheit ist, ich hab was und ich klammer mich da jetzt fest und alles andere, was ich wahrnehme muss zu dieser Verdachtstiagnose passen.

01:40:46: Und das andere, alles was drum rum ist und was eigentlich nicht dazu passt, das blende ich aus.

01:40:50: Jetzt zum Beispiel der Obdachlose da auf der Parkbank mit der bewusstlosen oder noch die Wodkaflasche wegrollt und so ne?

01:40:57: Der ist dann halt klatschnass und er wird dann halt ins Auto getan und es wird halt ausgeblendet.

01:41:01: Er ist halt so besoffen und hat sich bestimmt eingepinkelt und er macht eigentlich gar nichts mehr so richtig.

01:41:06: Ja naja das ist halt weil er so betrunken isst und deswegen und so richtig mitmachen tut er auch Arschloch ist und hat so betrunken.

01:41:14: Es wäre ja nötig, die Gegend getragen werden und sowas.

01:41:16: Und keiner macht denmals eine Körpertemperatur.

01:41:18: In Wirklichkeit hatte er halt sechsundzwanzig Grad weil es super kalt draußen ist.

01:41:20: aber die Kälte ist ausgeblendet worden der Wind ist ausgeplandet worden Die Nässe ist ausgeplanted worden Weil da ist ja getrunken Der muss jetzt betrunkem sein.

01:41:30: Und das zweite Problem ist, und ihr spürt es schon.

01:41:33: Wenn ich euch jetzt sage, es ist nachts um vier Uhr und der Rettungsdienst hat euch den gebracht mit A wieder der Begleiche.

01:41:37: Den kennen wir schon alle.

01:41:38: und wieder so ein Frequent Flyer mit seinem Spitznamen.

01:41:41: Das ist ja wieder Klausi hier, der ist wieder besoffen wie zehn Russen bei uns.

01:41:46: Der ist ja total besoffene.

01:41:49: und jetzt legen wir ihn hier... hier euch vorne auf die Trage, damit er sich ausnüchtern kann.

01:41:53: Er macht gar nichts mehr.

01:41:55: und dann fällt halt nicht auf, dass es irgendwie fünf Grad draußen sind und geregnet hat und Klausi super nass ist.

01:42:03: Und dann fällt das erst auf, wenn man Blut abgenommen hat, dass er null Promille hat und dann fängt man sich an Sorgen zu machen.

01:42:09: Aber wie gesagt, das ist dieser Confirmation.

01:42:11: Das heißt ihr habt ein Anchoring-Bias von Achtes Betrunken.

01:42:13: der Licht jetzt hier vorne.

01:42:14: Wir nehmen wir Mama Blutab und geben ihm sein W-Eins.

01:42:16: Dann merkt ihr aber so hoch ... Das stimmt ja eigentlich gar nicht.

01:42:20: Und ich habe mir gerade von den ganzen Lassen Klamotten gepeilt und irgendwie hat keiner jemand eine Körpertemperatur gemacht, der ist ja eiskalt!

01:42:25: Ja?

01:42:26: Der ist einfach bewusst transkriminiert, weil er so kalt ist.

01:42:30: Es hat mir mehr als einmal schon passiert genau dieses Szenario.

01:42:34: auch mit dem gleichen Patienten, ehrlich gesagt.

01:42:36: Also das ist Confirmation Bias.

01:42:37: und das Problem ist jetzt der Confirmations-Bias umso schlimmer wird und die Schwelle für diesen Conformation Bias um so niedriger liegt, umso mehr Stress ihr habt und umso müder ihr seid.

01:42:46: Das heißt wenn wir eine Overcrowding Situation in der Notaufnahme haben und Klausi kommt rein ja?

01:42:52: Und ihr fasst Klausie an beim Umlagern usw.

01:42:54: oder wer im Flut abnimmt, denkt euch shit er is ja arsch kalt!

01:42:58: Dann gibt es einen kurzen Moment wo ihr innehaltet und je nachdem wie viel los Sagt euch eine kleine Stimme in eurem Kopf.

01:43:04: Nee, nee, nee!

01:43:05: Das kann jetzt nicht eine Hypothermie sein weil ihr habt gerade zwei Schockräume.

01:43:10: Es kann es nicht eine hypothermie sind.

01:43:11: ich habe keinen ETS-Bett Ja und dann müsst ihr ganz toll aufpassen oder wer auch immer das hört.

01:43:17: Weil umso stressiger es ist Um so mühler ihr seid umso weniger Kapazitäten ihr habt umso höher ist die Wahrscheinlichkeit für den Confirmation bei uns umso mehr müsst ihr auf eure Patienten aufpassen Und auf euch Ja, dann wird man ganz unmoralisch.

01:43:31: Auch bei den Tumor-Patienten ist das CRP von hundert Tumorbedingt.

01:43:36: Umso stressiger und umso voller die Notaufnahme ist.

01:43:40: Um so weniger ETS-Betten ihr habt.

01:43:42: Und mehr ist es tumorbedingt.

01:43:44: Ich habe mal als ich noch internistische Notaufnahmen tätig war, genau diesen Alkoholklausi Gott sei Dank noch auf einem IMC-Bett gelegt Aber habe nicht gerafft, dass er nur zwei Promille hat und das Klausi zwei Promiller eigentlich null beeindrucken sollten.

01:44:03: Und am nächsten Morgen hat Gott sei Dank wer mitgedacht oder noch mal drüber nachgedacht und der hatte eine Menigitis.

01:44:10: Ja ja natürlich Disaster also aber passiert.

01:44:17: Genau

01:44:17: richtige

01:44:20: Zielgruppe also Gemeinschaftsunterkünfte immun supprimiert

01:44:24: Ja, das zeigt halt einfach nur wie häufig.

01:44:26: Das ist... Ich hätte auch noch einen Fall wo das passiert ist.

01:44:29: und ganz am Anfang meiner Zeit in der Medizin habe ich FSJ gemacht in Berlin in einer kleinen Notaufnahme Und da hatten wir auch ein Patienten Der kam mindestens einmal die Woche weil er akkualisiert wieder von irgendwelchen Bemütenpassanten auf der Straße aufgegabelt wurde und kam dann mit dem RTV zu uns hat bei uns ein Raus geschlafen und es wieder gegangen.

01:44:49: eigentlich ganz freundlicher Kerl Ja, und als er dann halt irgendwie zum Wiederholten mal irgendwann auftauchte... Aber irgendwie lange nicht wach wurde, der wurde dann halt in seiner Kurie abgekippt hat.

01:45:01: Da geschlafen und ist dann irgendwann taucht er auf den Flur auf normalerweise Und ging dann seiner Wege und irgendwann ja es er dann halt da irgendwie eine Stunde lag und irgendwie nicht wieder auftauchte sind wir dann mal gucken gegangen und Dann vielheit auf dass auf dieser trage plötzlich ne riesige blutlache war und das sehr wohl offensichtlich Auf seinen hinter Kopf gestürzt hatte massiv halt aus seiner kopfschwarte geblutet hat.

01:45:22: zum glück Hat er geblütet sonst hätte es noch deutlich länger gedauert bis wir das gecheckt hätten.

01:45:26: Weil der gute Mann war nämlich dann nicht wie Gelands gemindert, weil er zu viel Alkohol getrunken hatte.

01:45:31: Sondern er hatte leider eine Hirnblutung.

01:45:33: und das Schlimme ist ja fand oder finde ich manchmal noch dass wir uns zum Teil untermüchte Ich mich jetzt gar nicht mit selber auf ausnehmen.

01:45:42: aber das wird zum teil Dann noch sagen naja der Patient hat halt angefangen Und da müssen wir finde ich auch vorsichtig sein weil mega.

01:45:49: Ja natürlich sind die Patienten mit ihren Symptomen erst mal diejenigen, die in Anführungszeichen anfangen.

01:45:57: Aber wir sollten uns da nicht aus unserer Verantwortung mit rausnehmen, sondern schon auch gucken wie sind wir dann mit der Situation weitergegangen?

01:46:06: Wie sind wir damit umgegangen?

01:46:08: haben wir dann wenigstens unser bestmögliches gegeben?

01:46:10: und damit meine ich gar nicht mehr unbedingt alle Alkoholmenschen, sondern halt auch wir keine Ahnung, den Sceptiker, den wir intubieren und der uns dann bei der Narkose verstirbt.

01:46:21: Weil halt einfach der Patient sceptisch war ja und die Narkoße nicht überlebt hat weil endogene Katiolamine weg waren.

01:46:31: Ja auch da muss man immer vorsichtig sein und sich dann fragen hätte ich vielleicht die Nackoseführung anders machen sollen können müssen?

01:46:39: Ich habe mit dieser der Patient hat angefangen.

01:46:42: eigentlich wollte jetzt nicht politisch werden aber hier Darfst du gerne.

01:46:50: Der Patient hat angefangen, dieses Narrativ ist halt auch schwierig weil es a unsere Federkultur stört.

01:46:57: also okay damit du dich dann wieder besser fühlst finde ich auch super.

01:47:01: ja also der Gedanke ist ja nett aber das Problem ist dass es halt unsere Federculture stört.

01:47:06: und ein andere Problem ist zum Beispiel momentan gerade so narrativ breitragen was so heißt ah die Bagatellefälle Die Bagatellfälle belasten die Notfallmedizin, die müssen alle weg.

01:47:16: Die müssen alle getrageiert werden.

01:47:18: Ich höre dann so bei Vorträgen Sachen wie ... Ja, die Patienten haben ja alles einen umgehinderten Zugriff auf das Gesundheitssystem oder sowas?

01:47:26: Oder was wollen die überhaupt hier?

01:47:29: und es ist ein Problem.

01:47:30: Und wenn ihr das mal googelt, so bagatellfelle Notfall-Medizin sind eigentlich gar nicht so ein großes Problem.

01:47:33: Die Exemplücke sind das große Problem beim Overcrowding.

01:47:36: Aber tausend Artikel und Vorträge und so gibt es ganz viele Emotionen dazu.

01:47:41: und was transportiert wird dieses Narrativ von Bagatellfall.

01:47:46: Wovor ich Angst habe ist, dass unser Typ eins denken so sehr gefüttert und geprimed wird auf diese Bagatellfälle das wir anfangen Junge... kranke Patienten und Patientinnen zu sehen.

01:47:56: Hier der junge Mander, hier der neunzehnjährige mit dem Halsschmerzen und habe jetzt mal blau gemacht.

01:48:01: Und dann muss man sich immer aufpassen, dass man sich die blauen Patienten relativ früh rausbeschweißt.

01:48:05: Weil ich hab das Gefühl, die haben manchmal eine etwas hohe Motivität... Da muss man auch passen, dass dann halt so diese ganzen Emotionen und dieses ach was will der schon wieder von mir?

01:48:14: Ich bin so müde.

01:48:14: Meine Notaufnahme ist overcrowded noch einer von denen und so.

01:48:18: da muss man aufpassen, dass man jetzt nicht die neunztenjährige Tonsilitis oder halt den Abstess übersieht, der dann da auch mal sein kann oder halt die Meningitis oder wie auch umwandelt, dass man wirklich aufpasst.

01:48:30: Was haben diese Patienten und Patientinnen?

01:48:32: Ich fand es bei Covid manchmal besser weil auch manchmal sehr junge Patienten krank waren und die jenisens einen Pulsoxyman drauf gekriegt haben.

01:48:40: Und jetzt nicht eine Herzrequenz von hundertvierzig mit, der war so aufgeregt oder er war so ängstlich abgetan hat und die dann auch anständig reagiert hat.

01:48:48: Deswegen muss man ganz toll aufpassen, dass wir dieses Narrativ nicht unterstützen.

01:48:56: gefallen tut, was uns von Bayes angeht.

01:48:59: Wir werden Patienten die jung sind und sehr krank sind verpassen weil wir uns vom bayes erliegen wenn wir das zulassen dass das Narrativ ist von dem jetzt ausgeht, dass diese Menschen nur da sind um uns zu stören oder zu nerven.

01:49:11: Das ist übrigens auch so ein Problem.

01:49:12: das nennt sich affektive Heuristik Also, dass alles was bekannt ist und was uns unser Typ eins denken erzählen.

01:49:20: Diese kleinen Geschichten von dem Obdachlosen da mit der Wodkaflasche das erzeugt wohlwoll'n.

01:49:24: Das erzeugte ein Wohlgefühl.

01:49:25: ich gehe in eine Zähne, ich gehe an einen Einsatzort Ich habe einen Patienten, ich weiß genau was der Patient oder die Patientin hat.

01:49:31: Ich weiß genau... Dann blickt

01:49:32: es sofort!

01:49:33: Sofort!

01:49:34: Ja.

01:49:35: Genau.

01:49:36: Steh in der Tür, ich sehe den STEMI, ich rufe schon im Herzkatheter-Labor an.

01:49:40: Es gibt noch gar kein EKG.

01:49:42: hab ich schon getan Hatte recht, hatte Glück.

01:49:45: Aber war sehr cool?

01:49:47: Ist cool gut?

01:49:48: Nein!

01:49:48: Das ist nicht cool.

01:49:50: Der häufigste Bayerist der uns alle trifft, ist der Overconfidence-Bayers und das heißt auch Deutsch selbst Überschätzung.

01:49:56: Deswegen nehmen wir das Englisch Award bitte.

01:49:58: Und dieser Overconfidence bayes passiert allen Altersgruppen egal wie... Berufsanfängermann ist oder wie fortgeschritten, wie erfahren man es und das ist der häufigste Bayes mit über zwanzig Prozent.

01:50:09: Und dieser Bayes sagt einfach ich komme irgendwo hin.

01:50:11: Ich sehe die Situation und ich bin einfach geil und kann das!

01:50:14: Ich weiß genau was los ist.

01:50:15: Das ist der Moment wo unsere Patienten zu Schaden kommen Wenn wir sagen, wir wissen was los ist.

01:50:21: Das ist der Moment wo wir anfangen abzukürzen und alle Vitalparameter erheben.

01:50:25: Wo wir mit Therapien einleiten, wo wir Diagnosen machen die andere Leute sich festenken können.

01:50:31: Die wir dann bestätigen usw.

01:50:33: Der größte Problem das wir haben ist diese Overconfidence bei uns.

01:50:36: Und warum dieser Overconfidence dabei ist?

01:50:38: Uns alle so trifft es weil es Dinge zu wissen gut zu können oder einfach mal zu wissen... Lässt uns einfach wohlfühlen, das lässt uns toll fühlen.

01:50:48: Das lässt uns gut fühlen.

01:50:49: wenn wir sagen ach ich weiß nicht und ich zweifle und ich bin mir nicht so sicher dann ist es für die Patienten super aber für uns macht das ein ganz ganz großes Unwohlsein.

01:50:57: Wenn mit dem Patienten der da auf der Parkbank liegt Mit seiner Wodkaflasche einen Blutzuckermessen Und der Blutzucker ist nicht messbar, dann gibt es so einen Moment wo wir uns alle fühlen als ob gerade jemand ein kaltes Glas Wasser über uns gekippt hat.

01:51:09: So einen kurzen Moment der Angst.

01:51:10: wie fühlen uns extrem unwohl?

01:51:12: Immer wenn wir zweifeln, wenn wir anzweifeln und nachdenken fühlen wir uns unwohl.

01:51:16: Wenn wir uns wohlfühlen und denken wir wissen was wir tun Dann haben wir dieses Typ eins denken und das wird belohnt.

01:51:23: Das müssen wir uns bewusst sein dass aller Zweifel gut für unsere Patienten ist und sich aber schlecht anfühlt.

01:51:29: Das heißt, wir müssen immer gegen dieses Wohlgefühl angehen.

01:51:32: Und das andere Problem ist aber dass alle Leute von uns erwarten... ...das wie der Chef oder die Chefin sind,... ...dass wir die Pringer oder der Pringer drin sind und uns alles genau wissen auf den ersten Blick und alles im Blick haben!

01:51:42: Das wird auch von uns vom Team erwartet, von den Patienten in der Warte.

01:51:46: Von den Angehörigen erwartet und von unserer Umgebung erwartet.

01:51:49: Dass wir Fehler zugeben.

01:51:50: Es gehört alles oder nicht so gerne zugegeben wurden oder Zweifel nicht so gern zu geben.

01:51:54: Und es passt alles zu diesem Overconfidence-Bias.

01:51:57: Der häufigste Bias aller Medizinerinnen.

01:52:03: Eigentlich hätten wir diesen Artikel stolz und verurteilen nennen sollen

01:52:06: aber... Absolut!

01:52:10: Ja, dann hätte ich mir Ärger bekommen.

01:52:13: Wenn wir jetzt anfangen über Overconfidence und über affektive Heuristik zu sprechen und dass die Dinge, die uns bekannt vorkommt, Geschichten, die wir als wahr wahrnehmen, wo wir die Helden unserer Geschichte sind, das wir dagegen angehen sollen und in das Unwohlsein stürzen?

01:52:31: In den Dingen, die unbequem sind?

01:52:33: In dieses Knatschen und Knautschen, wenn wir besonders nachdenken oder uns anzweifeln ... Das ist das, wo es dann politisch wort relativ schnell.

01:52:40: Die Leute sich einfach sehr unwohl fühlen.

01:52:43: Also sie ja dieser ganzen Genderdebatte sobald man irgendwo in einem platzenden Sternschulor

01:52:47: wohin

01:52:48: ist die Werte halt wirklich unwohl.

01:52:50: und dann sagen Sie, das kann ja nicht richtig sein!

01:52:52: Die deutsche Sprache Ja, aber es hat nichts mit der deutschen Sprache zu tun.

01:52:56: Es hat etwas mit dem Mare Exposure Effekt zu tun weil wir es einfach nicht gewohnt sind zu lesen und so im Satz zu sehen.

01:53:01: Deswegen gender ich auch wirklich Penne dran damit sich die Ohren dran gewöhnen Und die Augen dran gewöhn'n Damit man umso gewöhnter Mann dran ist umso weniger fühlt man sich umwohl umso gemeint und so Normaler wird's.

01:53:13: Tom macht da manchmal so ein generisches Femininum, finde ich ganz schön.

01:53:17: Weil er diese Interpunktion in dem Wort einfach so übergeht und dann zum letzten beim Vortrag am Wochenende gesagt hat wir sind beide Anesthesistinnen, so ungefähr.

01:53:30: Und ja, ich fand das erfrischend!

01:53:33: Ich mag das.

01:53:36: Eine Story muss ich euch dazu erzählen.

01:53:39: Ich war FSJ-Dlerin, wir sind in einem Wohnheim für Asylanten gefahren und Asylantinnen.

01:53:46: Und

01:53:46: die ganze Szenerie und Situation war total unklar.

01:53:50: Der Patient hat immer nur an den Hals gefasst und konnte sich aber überhaupt nicht äußern.

01:54:00: Das ganze Team, wirklich das ganze Team außer mir.

01:54:03: Ich hatte viel zu wenig Erfahrung.

01:54:05: wie gesagt FSJ.

01:54:05: wir sind da als Rettungshelfer damals gefahren und ich habe diese Situation nicht überblicken können.

01:54:13: ja wir waren eines der wenigen Bundesländer wo es ging in Hessen und das ist aber inzwischen auch nicht mehr so.

01:54:19: auf jeden Fall habe ich die ganze Zeit gedacht Boah der wirkt irgendwie so als wäre der als hätte der was und alle wirklich alle in diesem team ich meine zwei tausend zehn das ist sechzehn jahre her muss man auch sagen haben gesagt morbus mediterranius alle ja dass es das kann gar nicht sein.

01:54:40: morbis mediterranius und naja wie teilweise waren eigentlich auch soweit okay und die polizei sagte dann noch da hättest wohl irgendwie so eine rauferei gegeben.

01:54:53: was war?

01:54:54: Der Patient ist in der Notaufnahme durchs CT gegangen, er hatte einen kompletten Trarialabriss.

01:55:00: Er hatte nur Glück, dass das so einigermaßen aufeinander stand ... Dass er irgendwie Luft bekommen hat und kein cooles Phänomen noch hatte.

01:55:08: Aber das war quasi einmal komplett durch.

01:55:11: Weil irgendeine krasse Gewalt anscheinend gegen den Hals gewirkt haben muss?

01:55:17: Wie wissen wir nach wie vor nicht?

01:55:20: In dem Moment habe ich für mich In meiner Laufwand als Medizinerin irgendwie gesagt, niemals möchte ich diesen Begriff noch irgendwann mal verwenden.

01:55:31: Weil er so falsch war in dieser Situation und ich ja nie weiß ob ich nicht vielleicht irgendwann mal genauso in so eine Situation tappen würde, würde ich das annehmen.

01:55:43: Und ich fand diesen Fall so eindrücklich und so einprägstahm dass es mich wirklich sehr sehr gegroundet hat, dass meine Kollegen – und da muss ich leider nicht gendern – das damals so gesehen haben.

01:55:55: Aber ich glaube auch, dass wir inzwischen sechzehn Jahre weiter deutlich weiter sind und jeder sagen würde okay, das ist rassistisch ja?

01:56:03: Und es ist gut so, dass we das so denken.

01:56:06: Also Morbus Mediterraneanus sagt mal bitte… Bist du

01:56:08: nicht einverstanden?

01:56:09: Ich bin absolut einverstanden!

01:56:10: Ich glaube nur nicht, dass da weitläufige Kritik geäußert wird, besonders wenn derjenige, der das äußert vielleicht noch viele Pickel auf dem Schulter klapper hat ohne dass ich selbst hier beim Bund war.

01:56:29: Aber ich glaube... Ja!

01:56:29: Ich befürchte auch.

01:56:32: Okay

01:56:33: dann war es mein naives und irgendwie hoffentlich besser werdendes Weltbild was ich woran nicht festhalte idealistisch

01:56:44: Also wie gesagt, Weltbild und so weiter.

01:56:47: Wir behandeln unsere Patienten wirklich besser mit deutlich besserer Mortalität und Morbidität.

01:56:53: wenn wir Sachen die Rassismus und Sexismus benennen das sind halt einfach bestimmte Bias ist die bestimmten Namen haben.

01:57:00: Ja, also ganz objektiv.

01:57:02: Wie gesagt es macht ganz viele Gefühle und ganz viele Ansichten

01:57:05: usw.,

01:57:06: wir haben alle diese Sachen... Also diese Ansichten in uns die wir aber reflektieren müssen und sagen müssen.

01:57:11: das ist ein Moment wobei es passiert.

01:57:15: Wir

01:57:15: sind allweist in dieser Gruppe!

01:57:17: Das muss man ja auch schon mal sagen.

01:57:18: Aber ich finde es ein ganz wichtigen Punkt, ehrlich gesagt was du sagst.

01:57:21: Weil wenn wir über Beiß nachdenken dann macht das ja dass wir uns super schlecht fühlen selber und dass Wir uns fühlen als wären wir schlechte Ärztinnen oder schlechte.

01:57:30: Ja keine Ahnung nicht schlecht ist nicht mehr ein ärztliches medizinisches Personal irgendwie oder auch Ich bei mir mache das manchmal ehrlich gesagt auch dass ich mich fühle als wäre ich ein schlechter Mensch.

01:57:40: Und ich glaube das ist total wichtig dass wir Uns alle bewusst machen dass wir grundsätzlich nichts dafür können, dass uns diese Biasse passieren.

01:57:49: Aber das wir halt daran arbeiten können, das besser zu machen und dass wir damit umgehen müssen, dass wir dem auf den Leim gehen quasi.

01:57:59: Und das ist aber nicht an uns als Mensch liegt sondern einfach an der Art wie unsere Hirne funktionieren.

01:58:05: Doch es liegt ja an uns ein Mensch weil wir Menschen sind und weil es komplett menschlich ist da so zu machen.

01:58:09: Ja voll!

01:58:10: Aber nicht an unserer Persönlichkeit, das wollte ich sagen.

01:58:13: Ja ja, ich bin völlig klar was du sagen wolltest.

01:58:15: Ich fand nur den...

01:58:16: Voll!

01:58:17: Nein nein, du hast voll recht

01:58:19: Und ich glaube was wir daraus lernen müssen aus dem Ganzen ist zum einen Wir müssen den Bayes von anderen identifizieren aber wir müssen auch offen sein wenn unser Bayes identifiziert wird.

01:58:32: Also wir müssen diese Kritik zulassen können und gerade das ist ja auch in unserer hierarchischen Medizinwelt manchmal vielleicht ein bisschen schwierig oder auch ego-getriebenen Medizinwelt.

01:58:43: Ist ja nicht nur Hierarchie, ist ja auch... Da treffen ja wenn man's positiv formuliert Charaktere, wenn man negativ formuliert Narzisten aufeinander.

01:58:55: Naja und es ist ja nie schön darauf selber hingewiesen zu werden.

01:58:58: also das ist einfach kein schönes Gefühl und das ist total menschlich dass das kein schönem Gefühl ist.

01:59:05: Also man mag es ja natürlich auch nicht, dass man angezweifelt wird oder dass man jetzt als Rassist oder Sexist oder Homophoge oder so was beschimpft wird.

01:59:13: Das mag niemand!

01:59:14: Aber das Problem ist, muss man sich dessen auch bewusst sein?

01:59:17: Auch wenn man irgendwie einer Minderheit oder sowas angehört heißt es nicht, daß man immun ist gegen Beiß.

01:59:23: Ja, das ist mich auch immer ganz gerne... Wenn man zum Beispiel eine Frau ist, dass man jetzt nicht Frauen... Also es ist schon so das Frauen dann besser diagnostiziert und schneller in Diagnosen kommen wenn sie durch andere Frauen behandelt werden aber halt um acht Prozent oder so.

01:59:39: Das ist gar nicht passiert.

01:59:40: also ich glaube wenn man sich dessen bewusst ist, falls mal hier Schimpfwörter benutzen darf ein Arschloch ist Und ich denke, okay.

01:59:47: Ich bin von rund auf dem Arschloch weil ich diese ganzen Sachen die auch mich einprasseln dessen nicht her werden kann Auch jetzt mit diesem ganzen Tread-Wife und diesen ganzen Krempe der es gerade so auf uns einströmt.

01:59:58: Ich werde auch sexistischer sein gegenüber Frauen.

02:00:01: Ja einfach grade wie die politische Lage ist und was einfach die ganze Zeit auf mich einpraßelt Egal wie sehr ich mich davon versuche fernzuhalten.

02:00:08: ja Ich werde rassistischer seien Weil das einfach gerade diese war einfach dieses Diese politische Strömung und diese Nachrichtenflut, die auf uns einprischt, immer schlimmer wird.

02:00:20: Aber umso mehr muss ich mich, wenn ich das möchte dessen bewusst entgegenstellen und bewusst in dieses Unwohlsein gehen und bewusst die Zähne zusammenbeißen und sagen so nicht.

02:00:31: Und bewusst sagen jetzt muss ich kümmern, dass diese Patienten besondere Aufmerksamkeit bekommen.

02:00:38: Wenn eine Frau mit zum Beispiel stechenbrustschmerzen zu den Notaufnahmen bekommt oder zu meinen Assistenten oder so dann bekommt die von mir automatisch eine dreißig prozent höhere Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt einfach damit ich mein Eivenbeis rausrechne.

02:00:53: Ich bin bei diesen Patientinnen vorsichtiger Versuche, mehr auf dir aufzupassen.

02:00:57: Versuche den Meer eine Stimme zu geben.

02:00:59: Dieser Morus mediteraneos mit diesen Schmerzgeschichten... Das ist ja ne andere Schmerze, bei dem ohne andere Art Schmerzen zu äußern.

02:01:06: Eine andere, ein komplett anderes kulturelles Konzept, wenn sich einmal damit auseinander gesetzt hat, dann macht das ja total Sinn und es auch gar nicht mal so blöd und also gar nicht so schlecht.

02:01:15: Ja?

02:01:16: Das Problem ist aber ich muss halt sagen okay Wie viel Zeit will ich dafür auf mich nehmen, wie sehr will ich mich weiterbilden?

02:01:22: Was mache ich für Weiterbildungen?

02:01:23: Wie ändere ich meine eigene Sichtweise auf die Dinge und was sagen die Daten.

02:01:27: Und dann zu sagen okay, ich gehe in dieses Umwohlsein.

02:01:29: Ich beobachte mich selber.

02:01:31: Ich gebe mir selber die Erlaubnis, mich selber auch scheiße zu finden.

02:01:35: Ja!

02:01:35: Und das dann bewusst zu sagen, dass und da bin ich problematisch... Da muss sich an mir arbeiten.

02:01:40: Das ist natürlich im Englischen würde ich sagen eine Grace die man sich auch selber manchmal geben muss.

02:01:47: Und wo man bewusst reingehen muss, sonst wird es nicht besser und so wird man auch nicht besser.

02:01:53: Nicht nur als Mensch sondern auch als Arzt oder Ärztin.

02:01:56: Das muss man ganz klar sagen.

02:02:00: Ich finde das super was du sagst aber man muss halt wissen wo man ein Arschloch ist.

02:02:06: Jeder von uns ist ein Arschloch in irgendwelchen Sachen.

02:02:09: Aber auch zum Beispiel den Ärztinnen, Ärzten in Weiterbildung gegenüber gibt es Situationen wo man bestimmt manchmal ein Arschloch ist und man muss das einfach am besten reflektiert bekommen aber auch versuchen sich selbst zu reflektieren weil nur wenn man weiß in welchen Situation man Arsch lochs kann man an sich arbeiten.

02:02:32: Definitiv.

02:02:34: Und bei den Assistenzärzten, also bei der Ärztinnen- und Ärzte in Weiterbildung ist es auch häufig so das... Also es hat doch was mit diesem Overconfidence beistetun.

02:02:41: Es gibt ja dem Daniel Krüger Effekt, denen die Kurve werde ich euch jetzt nicht im Podcast erzählen können.

02:02:46: aber es ist so dass Ärztin oder überhaupt Menschen im medizinischen Beruf mit wenig Erfahrung trotzdem sehr selbstbewusst sind aber eine höhere Fehlerquote haben und diese Selbsteinschätzung einfach mit wenig Erfahrungen Falsches häufig.

02:03:01: Sie aber trotzdem die gleiche Selbsteinschätzung oder die gleich Konfidenz haben, wie Leute mit mehr Erfahrung, aber die Stimmtheit weniger.

02:03:10: Also deswegen dieser Overconfidence bei ist es wie gesagt bei jüngeren und bei älteren oder weniger oder mehr erfahren.

02:03:15: Aber die Jüngeren schätzen sich häufiger falsch gut ein Und das muss man sich halt auch bewusst sein.

02:03:21: Die können ja auch nichts dafür, dieser Dining-Güter-Effekt wo man erst mal so denkt oh Gott ich kann nicht und ich weiß nicht.

02:03:26: und dann denkt oh ich bin super und kann aber eigentlich nichts.

02:03:29: und dann gibt es haben wir alle und wir haben das auch schon alle durch alle diesen einen Fall oder diese mehreren Fälle wo man so richtig auf die Nase gefallen sind ein Leben lang weiter begleiten weil man halt so hat auf die nase gefallen ist und wo man dann eine Demut lernt Und das muss man halt sagen, da muss man versuchen diese jungen Kollegen und Kolleginnen abzuholen um in hoffentlich diesen Fall auf die Nase und die Sicherheit seiner Patienten.

02:03:52: Also diesem Fall auf der Nase zu ersparen oder die Sicherheit deiner Patientinnen zu schützen weil man weiß dass es so ist.

02:04:00: Weißt du was ich an dieser Danninkrögerkurve ganz schlimm finde?

02:04:06: Wenn man sie anguckt ein zeitliches Ende vermittelt Und in Wirklichkeit geht das immer weiter.

02:04:15: Also man kommt da ja nicht raus, also ich meine dann ist man irgendwie... hat man zwar ein bisschen mehr Erfahrung aber dann hat man trotzdem wieder einen Hoch wo man sich überschätzt und dann haben wir wieder einen Tief wo man vielleicht auch durch das Tief eher unsicher und dadurch harternd auftritt.

02:04:33: Aber das geht immer weiter

02:04:37: In der Notfallmedizin, wo man dann auch immer mal so in irgendwelchen Fachbereichen landet.

02:04:42: Wo man dann plötzlich denkt ach keine Ahnung jetzt habe ich es verstanden doch nicht ja kann nichts unterscheiden

02:04:49: reden aber glaube ich wenig Leute drüber weil du hast immer nur die vor Augen die immer in Anführungszeichen so ihre Peak-Performance hinlegen.

02:04:59: Und es gibt ja Leute, wo du so genau ... Ich könnte ein paar Leute aufzählen, wo ich sagen würde, die kriegen das einfach immerhin und viele von denen reden aber natürlich wenig über die Fehltritte an Anführungsteichen, die sie in ihrer Laufbahn vielleicht schon hatten und auch die jetzt in kürzerer Zeit vielleicht erst mal passiert sind oder sind dafür auch selber gar nicht so versiert, die noch zu erkennen?

02:05:24: Weil auch da müssen wir ja sagen, ich habe jetzt einen Beitrag der nächsten Monat erscheinen wird aufgenommen über perioperative Organschädigungen.

02:05:33: und naja also so wenig ausmacht es schon auch nicht was wir in der Anästhesiologie manchmal so machen.

02:05:42: Also auch da muss man einfach ein bisschen drauf achten und vielleicht immer wieder uns fragen könnten wir einem beies Aufgesetzen sein?

02:05:52: Was ich bei der Ausbildung, also auch wenn man jetzt ein bisschen weiter ist im Beruf.

02:05:56: Bei der Ausbeutung von jüngeren Kollegen und Kolleginnen ganz praktisch finde als Free Framing ist das Wenn man es geschafft die jüngere Kollegen und Kollegen so auszubilden dass sie einen selber auf Fehler hinweisen dann hat man auch was geschafft.

02:06:09: Ich hatte mal so einen Patienten, der kam aus einem betreuten Wohnen für Alkoholkranke und hat da einfach so göttelförmige Schmerzen, Ausstrahl in den Rücken.

02:06:18: Und er hat gar kein Deutsch gesprochen und ist auch so ein bisschen schweißig aus.

02:06:22: und am Tatineurbauch, wie als ich ihn draufgefasst habe... ...und es war einfach ganz klar eine Pankreatitis.

02:06:26: Und dann sagten wir, alles klar, ja Pankcreatitis!

02:06:29: Wenn losgegangen sind nach Fortbildung, kam dann wieder und hab nochmal geguckt und was ist rausgekommen?

02:06:34: Dann stand meine Weiterbildungsassistentin von mir gesagt Bör habe.

02:06:40: Ich hab halt irgendwas hat nicht gestimmt, dann hab ich ihn übersetzt, da hab' ich Google Translate genommen und er erzählt, der hat gebrochen... ...ich hab ihm einen CT gemacht, der liegt schon in der Charité auf dem OP-Tisch.

02:06:49: und dann dachte ich mir so...

02:06:50: Geil!

02:06:53: Er dachte mir so, uch?

02:06:54: Aber ich muss sagen, ich war gar nicht mal so peinlich berührt wie es hätte sein müssen.. ..ich war einfach so stolz und ich bin's eigentlich immer noch.

02:07:01: deswegen erzählt die Geschichte auch in diesem Podcast.

02:07:03: Ja, weil dann hat man auch was geschafft wenn.... Die Schüler, den Meister einfach an.

02:07:09: Und da dürfen wir absolut und da dürfen die Pflege nicht aus dem Fokus verlieren.

02:07:16: Wir müssen auch den Pflegekräften sie darin bestärken uns zu kritisieren.

02:07:22: Weil...

02:07:23: ...und die Notfallsanitäter sind also Rettungsdienstpersonal alle.

02:07:26: Alle, die wir sozusagen jetzt mit denen zusammenarbeiten.

02:07:30: Genau.

02:07:31: Ja, auf Flache wir rachieren!

02:07:33: Ich

02:07:33: glaube das ist ein Einschlüssel

02:07:36: Ja.

02:07:37: Dutzen und Keks retten Leben, ja?

02:07:40: Absolut!

02:07:41: Café auch, aber das ist ein anderes Thema.

02:07:45: Mir fäh ist noch eine Sache eingefallen, was auch Leben rettet.

02:07:49: Und ich find's voll wichtig dass wir das nochmal kurz betonen weil du hast vorhin gesagt Dorian, dass wir gerade diesem schnellen Denken und diesen Bayes es besonders aufsitzen wenn wir müde sind Wenn wir auf Toilette müssen, wenn wir Hunger haben Durst haben usw.. Ich glaube ich möchte einfach meine Landse brechen dafür dass auch grüne Kügelchen leben retten und Dafür halt dass wir eben wirklich auf unsere eigenen grünen Kügelchien auch aufpassen sollten um eben nicht ständig eben dieses schnelle Denken und in diese Bias ist rein zu rutschen.

02:08:18: Völlig unbewusst.

02:08:20: Ja, wollen wir noch einmal... Ich weiß jetzt halt das kurz im Ende, wollen mir noch einmal, wo wir schon bei Kühne Kübelchen und Bayes sprechen auch Albebacke das KI-Thema anreißen?

02:08:28: Gerne!

02:08:28: Und ich würde Zartens Law noch gerne drin haben weil ich es einfach durch dich gelernt habe.

02:08:34: also Zebras kannte ich schon aber den Begriff.

02:08:37: deswegen fände ich cool wenn man's zumindest einmal kurz drinnen.

02:08:43: Das ist ganz praktisch, weil ich habe bis letztens wirklich in so einer Notaufnahme gehört.

02:08:49: Ich fange mal mit dieser Geschichte an.

02:08:50: Ich war als Leasingerbchen irgendwo unterwegs und hatte da jüngere Menschen nicht auch mit betreut haben.

02:08:57: Und wir hatten bestimmte Differenzialdiagnosen bei einem Patienten besprochen.

02:09:01: Dann kam der Oberärzt der Chirurgie ins Arztzimmer und sagte dann so ... Wir wollen noch die wahrscheinlichste Diagnose denken!

02:09:12: Nein, das wollen wir nicht.

02:09:15: Also es gibt Sutton's Laws.

02:09:16: Sutton war ein Bankräuber in den dreißiger Jahren in den USA.

02:09:20: also vorher war er Bankangestellter und war dann in der großen Depression desillusioniert und ist zum Bankräufer umgesattelt.

02:09:27: Deine Karriere?

02:09:29: Ja!

02:09:29: Und auch supererfolgreich übrigens und war gut ausgebildet Und war dann sehr, sehr erfolgreich.

02:09:34: Er war so ein Volksheld gewesen in den dreißiger Jahren und ist dann aber dingfest gemacht worden.

02:09:39: Also auch ganz nett.

02:09:39: Niemanden umgebracht immer nur die Banken ausgerobt.

02:09:42: Ist Ding festgemacht worden stand dann vorm Richter und der Richter fragte es hatten why are you robbing banks?

02:09:49: Und dann guckt ihn satt'n so an und sagt well that's because that's where the money is at.

02:09:54: und dieses Setswhere The Money Is At wurde ein Sprichwort der USA Also im amerikanischen Sprachgebrauch ein typisches Sprichwort.

02:10:03: Warum machst du das und dass?

02:10:04: Because Setsworlds are money's add, da finde ich das was ich

02:10:07: suche.".

02:10:07: Und das hatte dann irgendwie in den sechzeiger Jahren gerade mal so eine Vorlesung für irgendwelche Lebererkrankungen.

02:10:12: Da haben die Mediziner dort ins medizinische Getragen und haben gesagt, wenn wir jetzt hier eine Leberwerte erhöht haben

02:10:19: usw.,

02:10:20: machen wir eine Lebewoxie.

02:10:21: because SetsWorlds are Money's Add.

02:10:23: Wir machen das, was die wahrscheinlichste Diagnose bringt untersuchen das, wo die wahrscheinlichste Diagnose ist.

02:10:32: Und das hat man natürlich jetzt vor allem in der Notvermilchung über die Jahre revidiert.

02:10:36: also ich meine wir haben ja immer gleich zehn verschiedene Differenzialdiagnosen wie wir abarbeiten.

02:10:39: Also wenn ich sage ach der jemand hat Prostschmerzen, dann habe ich erstmal einen EKG und einen Proponienverlauf und eine Eche usw.

02:10:45: Und wenn ich das alles aus... Because that's where the money is at?

02:10:48: Ja because da der wird schon Herzinfarkt haben.

02:10:50: aber wenn ich jetzt Und danach kann ich mir ein paar andere Gedanken machen, was sie sonst doch haben könnten.

02:10:55: Das macht man ja nicht mehr.

02:10:56: Wir machen immer gleich zehn- zwanzig Differenzialdiagnosen wie abarbeiten und deswegen nennt man das heutzutage nicht mehr Sutton's Law sondern Sutton Slip.

02:11:04: Das ist dieses Hoch!

02:11:05: Wenn du Hof getrappelt hörst dann sind es Pferde und keine Zebras.

02:11:09: Das is obsolät.

02:11:11: Ja?

02:11:11: Das muss man einfach sagen.

02:11:12: Und wenn du sagst auch, es tut schon einen Pferd zählen und kein Zebra, dass nennt sich Sutton slip und das ist ein Bias.

02:11:19: Ja

02:11:20: genau also Man muss es ja so ein bisschen wie beim Aufklären, beim Risiko aufklären.

02:11:28: Du musst immer die Sachen aufklär'n, die häufig sind und die, die besonders gefährlich sind Und so ein bißchen funktioniert Notfall-Diagnostik ja auch so.

02:11:38: Also du musst diese Sachen vom Tisch haben Die Häufig sind aber auch die...die Leute umbrücken Auch wenn sie selten sind.

02:11:50: Da gibt es auch einen Begriff, das ist eine Row heuristisch, das gefährlichste auszustießen.

02:11:59: Es nennt sich Rule Out Worst Case Scenario und das ist auch ein bestimmter... Das ist eine Art zu denken und eine art zu diagnostizieren die Funktion mit Row World out worst case scenarios in bestimmter Art zu denken, die aber der Notfall nicht ganz gut funktioniert.

02:12:15: Aber man muss halt wissen dass es eine Art zu Denken ist.

02:12:18: Aber dann gibt's ja auch sehr prominente Beispiele für wie ich denke jetzt an die Big Five des Torachsschmerz zum Beispiel.

02:12:23: Ich glaube das haben alle ja irgendwann mal gehört und gelernt Und ich glaube schon dass es da halt einfach genug.

02:12:29: auch prominente Beispiele gibt.

02:12:30: sich mein abcdes im Grunde genommen geht Es Ja auch sehr in die Richtung.

02:12:39: Aber

02:12:39: wir hatten ein Thema Trauchung für eine Notfallmedizin.

02:12:42: Voll,

02:12:42: voll!

02:12:44: Ja aber genau das war nicht nur Notfall-Medizin.

02:12:47: also ich glaube ich mache relativ viele CCTs auf Intensivstationen wenn ich oberärztlich tätig bin weil ganz oft wird jemand verzögert wach dass passiert halt und weil es mir schon passiert ist Bin ich ja auch ehrlich, immer denke.

02:13:06: Ja aber wenn wir jetzt den Stroke verpassen dann können wir nichts mehr tun.

02:13:09: das heißt wir müssen den jetzt also auch wenn es vielleicht einfach nur der Überhang ist Wir müssen das jetzt einmal ausschließen.

02:13:15: in dem Moment wo jemand sagt Das dauert aber ganz schön lange Brauche eigentlich ein CCT In der heutigen Zeit und gerade in Trombectomy Zeiten.

02:13:28: Ich hatte auch mal eine intensiv stationäre Vergangenheit, ich wollte ja als Intensivmedizinerin werden.

02:13:32: Und da hat sich noch relativ neue Einfalle, wo jemand den Stroke übersehen hat und es war ein sehr großer Stroke bei einem relativ jungen Mann.

02:13:39: und dann habe ich den Mann final extubiert während die gesamte Familie im Haltkreis Umien saß und hab halt nur noch gesehen wie einer Träne aus seinem Auge lief und das war so furchtbar dass ich auch sehr viele CTS gefahren habe.

02:13:52: Das nennt sich übrigens Availability by its.

02:13:54: wenn man eine Diagnose ganz vorne im Kopf hatte, weil die so emotional.

02:13:58: Also entweder wenn man gerade am Abend vorher was darüber gehört hat oder halt, weil man grad was dazu belesen hat... Mal

02:14:02: gucken, mal gucken, was die Leute morgen alles durch das Hör an dieses Podcasts anders machen weiß es grade gehört.

02:14:08: Ja, aber also wenn man auch emotional an einer Diagnose dran hängt dann ist sie auch more available.

02:14:16: Das muss man nur daran denken.

02:14:19: Also, wenn man jetzt die Hypo-Glychemie übersehen hätte oder halt dann kann es sein dass man die Person eher ins CT fällt weil man dem Stroke einmal übersehen hat und das so dramatisch war.

02:14:29: Und übersiedern, dass der Insulinperfuser die ganze Zeit gelaufen ist obwohl keine Nahrung hängt.

02:14:33: Ja also wie gesagt aber ansonsten torben bin ich komplett bei dir weil das war auch sehr eindrucksvolles Erlebnis.

02:14:41: Tut es, dass es bestimmt auch nur Form vorbei ist.

02:14:44: also absolut

02:14:45: Gut, ganz frei davon werden wir nicht werden.

02:14:48: Also

02:14:49: gar nicht...

02:14:50: Ganz frei von Bayes und vielleicht auch manchmal in positiver Form wie bei Torben jetzt beispielsweise.

02:14:57: wenn dadurch dann vielleicht ein, also eine Number needed to treat irgendwann relativ hoch ist aber trotzdem einer davon profitiert hat, das ist ja auch gut.

02:15:08: Man muss es nur wissen und sagen okay, dass jetzt daran, weil ich so emotional betroffen war oder Ist es jetzt richtig?

02:15:14: Nein, der Wirt ist hier lange nicht wach.

02:15:15: Es ist hier so und so wie Stunden.

02:15:17: Jetzt ist Zeit fürs CT.

02:15:18: Kann ich das sicher machen?

02:15:19: Ja, ich kann es jetzt sicher machen.

02:15:20: Es sind genug Leute da.

02:15:21: Es is okay wenn ich jetzt fehle oder wie auch immer.

02:15:23: Und so dass nur einmal kurz anzutatschen und so wissen ... Moment!

02:15:26: Ich weiß, es ist gerade ganz vorne in meinem Kopf... Is' es jetzt diese Situation ja-oder

02:15:31: nein?!

02:15:32: Klick, klick, der wird lange nicht wach.

02:15:34: Das ist jetzt alles nicht.

02:15:36: Kann ich hier gerade sicher weg?

02:15:37: Ja, ich kann sicher weg.

02:15:38: Hätte das eine therapeutische Konsequenz, ja es hätte eine.

02:15:41: Mache ich das!

02:15:42: Ist nun zu wissen... also ich wollte den Availability-Buyes noch unterbringen heute weil es einer der häufigsten ist in der auch Notfallmedizin und Medizin

02:15:53: Und ich glaube, wir müssen schon auch aufpassen.

02:15:56: Ich meine mit zunehmender Erfahrung hat man einfach eine zuneemende Anzahl von blöden Dingen die einem schon passiert ist

02:16:02: und ich glaube

02:16:03: das was du gerade gesagt hast es mega wichtig dass wir halt immer überlegen liegt es daran dass sich davon emotional betroffen war oder bringt das diesen Patienten jetzt wirklich machen?

02:16:13: Oder mache ich jetzt hier einfach ultradefensive Medizin und völlig über Diagnostik weil ich selber Angst habe dass mir das noch mal passiert?

02:16:23: Also ich kann euch sagen, dass egal wo ich bin innerhalb von sechs Wochen hat irgendjemand in der Ordnung was man entweder torakal oder aufgewinell

02:16:30: kam.

02:16:32: Ich schaff das auch wenn ich irgendwo am Ende der Welt irgendwie als leasingerzen bin.

02:16:37: also es ist wirklich absurd.

02:16:38: und und es kann natürlich jetzt sein dass es jetzt so eine sehr füffeligen prophecy oder paranoid oder es liegt halt daran dass sich nach Dass ich halt drauf aufpasse.

02:16:47: Oder merke, oder dass ich halt immer mal einen Schalkopf in der Hand habe und denke Moment!

02:16:52: Wie lange bin ich hier?

02:16:53: Und was ist das denn für Bauchschmerzen?

02:16:56: Weil es einfach... keine Ahnung, ich hab überdurchschnittlich viele Maueradmessikzungen gesehen in meinem Leben.

02:17:00: Ich weiß auch nicht.

02:17:01: In unterschiedlichsten Kombinationen.

02:17:05: Ja, und immer dramatisch natürlich.

02:17:09: Also die Frage, die ihr immer gerne gestellt wird ist.

02:17:11: Wird KI uns alle retten?

02:17:12: Ja!

02:17:13: WirdKI uns vor und selbst retten, wird KI uns vor unserem Bayes retten?

02:17:16: und ist KI eigentlich der bessere Mensch von uns sein?

02:17:19: Und man muss dazu sagen dass es ganz viele Studien und ganz große Studienlagen gibt das KI einfach nur unsere Bayeses verstärkt.

02:17:27: im Endeffekt ist KI ein großer Taschenrechner Und was man ihn reinfüttert, das spuckt er auch aus.

02:17:33: Ein anderes großes Problem ist dass ganz viel KI gerade in der Hand von gewissen Regimes ist die als sie an die Macht gekommen sind, wo es ganz bewusst viele Stichworte und viele Studien die Worte wie Black und Gay oder Diversity oder was auch immer oder women oder female bewusst gestrichen hat Aus allen möglichen offiziellen Dokumenten KI verstärkt bei ist.

02:17:59: Und das ist jetzt nicht nur so was, was ich irgendwie mehr erzählt habe oder so sondern es ist nicht der bessere Mensch, er ist verstärkbar und ganz vieler Hinsicht.

02:18:08: Wenn jemand denkt dass das die Lösung ist, dass man sich nicht selber arbeiten muss und sich nicht unwohl fühlen muss und seine Beis aktiv bearbeiten muss dann muss sich diesen Wunsch leider enttäuschen.

02:18:19: Schade aber auch!

02:18:21: Ja also es ist ja häufig so ach, dass KI das dann praktisch rausrecht oder so, aber Zlatte wirklich nicht der Fall.

02:18:29: Also, das kann man ehrlich gesagt auch relativ kurz beantworten.

02:18:34: Gibt ja schön die Social Media Variante des Ganzen wo die KI der... ...das Nazi-Aschloch geworden ist nach kurzer Zeit.

02:18:47: Wollen wir nochmal kurz also nach der tollen Darstellung nochmal kurz die Lösungsmechanismen ohne dass es jetzt ... eine Lösung, die Lösung gibt.

02:19:00: Aber wie können wir uns helfen... ... um diesen Bias nicht aufzuerlegen?

02:19:04: Wollen wir das noch einmal kurz durchgehen für die Höhrenden?

02:19:07: Erstens, die Biasing aktiv fördern und wissen es ist, dass es geht.

02:19:11: Awareness!

02:19:12: Es gibt Bias, es gibt verschiedene Bias,... ... sich einfach mal vier fünf davon raussuchen... ...und aktive Strukturveränderungen diesbezüglich anstreben.

02:19:22: Wie zum Beispiel Anchoring Bias.

02:19:24: Leitsymptome, Stichworte, Übergaben müssen aktiv angespfeifelt in den Übergaben angesprochen und gerechtfertigt werden.

02:19:32: Das wäre übrigens... Zweitens sind wir schon beim Punkt Orte suchen oder Zeitpunkte suchen an denen aktiv auf Beis eingegangen wird wie Übergabe.

02:19:41: zum Beispiel Die Frau mit dem Prostschmerzen die würde schon nichts haben, sie sind irgendwie stechen- und oft druckauslösbar.

02:19:46: Oftdruck auslösba hat keinen negativ prädektiven Wert das ist komplett egal dieser Aussage es Nicht zielführend.

02:19:53: Was sind die Risikofaktoren?

02:19:56: Drei Drittens ist, wenn Szenarien für bestimmte Beiß einfach etablieren wird es wie gesagt Frau mit Brustschmerzen braucht einfach eine Perkscore, brauchen Weltscore, brauchen Hardscore.

02:20:08: Das tut mir leidlich.

02:20:09: Newscores, merkt man gar nicht.

02:20:12: Und auch mehr strukturierte Abarbeitungen.

02:20:14: Patienten mit Sepsis oder hier mit GCS-Veränderung oder sowas brauchen einmal eine komplette Sepsiscoring und eine Sepsissabklärung solche Sachen if, when, Szenarien etablieren.

02:20:26: Patientinnen mit Alkoholintoxikern oder intoxikierte Patienten brauchen einen Zettel der ausgefüllt worden ist.

02:20:32: Können die alle vier Gliedmaßungen bewegen?

02:20:34: Wie sehen die Popülen aus, gibt es einen Blutzucker?

02:20:36: Wissen wir was die Leute genommen haben?

02:20:37: Gibt's eine Törpertemperatur?

02:20:39: Haben ihr B-I gekriegt?

02:20:41: Braucht mein Patient mit einer intoxen Zugang?

02:20:43: Ja, kriege ich deine BGA?

02:20:44: Ja!

02:20:45: Gibt da noch ne Frage zu?

02:20:46: Nein.

02:20:48: So was also if, wenn Szenarien komplett machen und dann sind wir auch schon beim nächsten Thema Checklisten, die dann komplett abgeben... von mir aus als Zettel in der Akte liegen müssen, wenn ihr so drauf seid.

02:20:58: Wenn ihr im Computer seid, dass da Häkchen gemacht werden müssen.

02:21:01: Sonst schließt sich die Seite nicht, dass diese Sachen einfach komplett einmal mit Redundanz eingepflegt sind und das man zum Beispiel nicht weiter kommt, wenn man versucht, digitale Seite umzuwettern.

02:21:12: Vitalwerte müssen immer alle zuverlässig erhoben werden und auch wiederholen, dass man z.B.

02:21:17: sagt hier meine Intox... alle Stunde, alle zwei Stunden gibt's eine Vitalwertkontrolle oder eine GCS-Kontrolle.

02:21:24: Ist man das einfach etabliert?

02:21:29: Jetzt muss ich einmal kurz kritisch sein also weil mit diesem Dokumentationsding... Ich verstehe was du meinst!

02:21:37: Ich bin nicht sicher ob dieser Zwang der da aufgebaut wird wirklich zu bessere Dokumentationen oder mehr zum Lügen fördert bei Personal Ja.

02:21:50: Das muss halt sinnvoll gestaltet sein, oder?

02:21:52: Also ich glaube das Problem ist halt wenn es Überhand nimmt und immer mehr Dokumentation wird um an den Sinn dahinter nicht sieht Ich glaube dann ist es problematisch

02:22:01: Und es muss halt machbar sein.

02:22:02: also ich war in meiner Notaufnahme da hatten dass jeder Intox-Patient hat ganz ganz viele optoplose Patienten hat einfach so ein Zettel gekriegt und dann bewegen die alle vier Gliedmaßen sind die Propellenisokor was wir sich Zucker und Dings und das war jetzt auch keine Sache von Neunzig Sekunden und der zettel lag dann ... auf der Trage und dann konnte man Hickchen machen.

02:22:23: Also so war es zum

02:22:24: Beispiel.

02:22:24: Ich war jetzt gerade bei diesem digitalen System, weil ich... also ich verstehe was du meinst?

02:22:32: Also ob das jetzt das Pad ist im NEF oder auf Intensivstation aber umso mehr Pflichtfelder habe die mich ja im Zweifel auch nerven.

02:22:48: Ich bin nicht sicher ob das immer gut ist, also ob die Qualität immer erhöht.

02:22:52: Wenn es immer nur noch für eine Wand rennt.

02:22:56: Also wenn das System auch schlecht gestaltet ist und du nicht mal weißt warum du nicht weiterkommst.

02:23:05: Vitalwerte, Newscore kann ja die KI machen.

02:23:07: Also das ist ja dafür sicher.

02:23:09: Zum Beispiel Newscores, wir müssen mal eben eine Newscor erhoben.

02:23:12: wie schlimm.

02:23:12: aber ehrlich gesagt, wir machen eh die Vitalwertes.

02:23:16: Das muss man immer eintragen und das kann sogar ich kodieren.

02:23:24: Bei unserem System ist es auch so dass du nicht gemessen ankreuzen kannst und dann zumindest nochmal darüber nachgedacht hast.

02:23:31: achja habe ich vielleicht vergessen oder, also gerade wenn du im Auto auf dem Transportweg bist und die Temperatur eben noch nicht gemessen hast.

02:23:42: Ja dann kannst du dir nochmal aktiv Gedanken darüber machen.

02:23:45: möchte ich die Temperatur jetzt messen?

02:23:47: Oder gebe ich einfach an Nicht-Gemessen?

02:23:49: gut bei einem Orthermometer was im Zweifelhausnummern Mist I know.

02:23:53: aber das jetzt einfach nichts zu machen erschließt sich mir der Sinn nicht so richtig.

02:23:59: vielleicht finden wir ja doch noch irgendwas was uns dann hinterher dazu bringt zu denken, ah ja könnte auch vielleicht irgendwie ein sceptischer Fokus sein oder so.

02:24:09: Ja,

02:24:10: alles gut.

02:24:10: Aber es ist ja wichtig, dass du sagst, wenn der Widerstand wieder so hoch ist ... Weil der Stress so hoch is, dann ist das natürlich auch wenig.

02:24:17: Aber man kann dafür kann man sich halt Lösungen schaffen, dass man keine Werte z.B.

02:24:22: berechnen muss oder den News gar nicht zusammenklöpeln muss und so weiter.

02:24:26: Wenn man die ganze Zeit immer eine Temperatur machen will, immer einen Zucker macht und ich einen Zugang lege, dann gebe ich automatisch schon mal Maschinisten den Stöpfel mit ein bisschen Blut, damit er automatisch den Blutzucker macht, Weil er weiß, ah den müssen wir eintragen.

02:24:42: Und nicht so oh du reden wir jetzt aber am Bootzucker haben da ist auch eine ganz große Hürde die dann weg ist weil es einfach dann auch schon so automatisiert läuft.

02:24:49: Ja

02:24:50: gut

02:24:52: Sind wir mit den Lösungsvorschlägen durch?

02:24:54: Oder habe ich dich unterbrochen und das fehlte noch was?

02:24:58: Ich glaube wir sind durch.

02:24:59: Also ich habe jetzt alles so ein bisschen Freestyle gemacht, ich hoffe ich hab nichts vergessen, ansonsten darf ich mich gerne in irgendwelchen Kommentaren gross

02:25:05: werden.

02:25:05: Nee

02:25:06: da wird keiner grosses, das war mega gut!

02:25:08: Genau was man glaub' ich noch an die Führungskräfte, die das hören sagen kann ist halt unsere Aufgabe es eine Atmosphäre zu schaffen, die genau das erlaubt, die die Awareness erlaub't, die Kritik erlaub's und das kritische Denken erlaubts.

02:25:27: Und das ist unser Part.

02:25:32: Das müssen wir uns auch anziehen, den Schuh.

02:25:36: Es

02:25:37: wäre jetzt schön und wünschenswert wenn wir es schaffen könnten eine Kultur zu etablieren in der wir kritisch und selbstkritisch sein dürfen und Zweifeln dürfen auch an uns selbst ohne das Gesicht zu verlieren.

02:25:49: Danke dafür!

02:25:50: Vielen vielen Dank für deine Zeit.

02:25:53: Der Artikel hat mich schon geflasht und das Gespräch darüber war nochmal besser.

02:25:59: Toll, dass du dich dem Thema gewippt mit hast.

02:26:04: Wir bräuchten noch einen Code Wort.

02:26:05: Ja, er hätte ich wieder verkackt.

02:26:11: Deswegen

02:26:11: haben wir hier eine offene Fehlerkultur.

02:26:15: Stolz und Vorurteil

02:26:16: Stolze?

02:26:17: Ich lieb alles daran.

02:26:19: Okay Das Code Wort dafür ist Stolzen vorurteilen.

02:26:28: Die Frage ist, nehmen wir wirklich alle drei Wörter?

02:26:30: Ja.

02:26:31: Geht das mit unseren...

02:26:32: Ja geht es, dass du das tun kannst, ob die Leute das hinkriegen.

02:26:37: Mal sehen!

02:26:38: Aber es ist ja nicht so richtig misszuverstehen.

02:26:44: Das stimmt.

02:26:45: Okay.

02:26:46: Möchtest du abschließen noch was loswerden, Doreen?

02:26:52: Ach bestimmt.

02:26:54: Warte mal ich kann's.

02:26:57: über den eigenen Schatten zusperrigen und dich selbst zu erkennen.

02:27:04: Das war, glaube ich sehr frei übersetzt aber...

02:27:05: Es war frei übersetzen, aber macht nichts!

02:27:08: Paula, kannst du es besser?

02:27:09: Sehr

02:27:10: gut!

02:27:11: Ich glaube wie soll ich sagen weniger frei übersetzten ist es glaube ich habe Mut dich deinen als eigenem Verstandes zu bedienen.

02:27:20: Könnte sein ja.

02:27:20: Dann können wir das

02:27:21: vorausschreiten um sich anzusehen, ob ich das so bemerke.

02:27:26: Du kannst es doch einfach nochmal sagen wenn du das möchtest.

02:27:29: Nein, da kann man viel dazu

02:27:32: machen.

02:27:33: Gut.

02:27:34: Und immer an die Demut denken, das hast du nämlich auch sehr schön formuliert.

02:27:37: Das sage ich vielen Leuten auf ihrem Weg in der Medizin.

02:27:41: Die Medizin ist ein demütiger Beruf und ich glaube Ossler hat gesagt, ach nee sorry!

02:27:46: Ich habe wirklich was vorbereitet.

02:27:48: Osslar hat gesagt Demut soll ein Stab sein den ihr in eurer Hand tragt.

02:27:52: Ein Stab oder ein Werkzeug sein?

02:27:55: Der Typ hat viel gemacht ne?

02:27:57: Ja und es ist auch

02:27:57: frei gesetzt.

02:28:01: Danke dir

02:28:02: Sehr gerne.

02:28:02: Vielen, vielen Dank, dass er mich da hatte.

02:28:04: Ich war mir ein Fest.

02:28:07: Danke dir, Dorin!

02:28:08: Uns wars auch ein Fest.

02:28:10: Ja hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

02:28:12: Damit kommen wir zum Abschluss noch zu unserem Lieblingsfehler und der Lieblungsfehler ist ein Fehler den Stefan uns im Vorfeld zugeschickt hat als Sprachnachricht Und ich möchte alle ermutigen uns die Lieblinsfehle auch als Sprachen Nachricht zukommen zu lassen weil es noch viel schöner ist eure Stimme dazu zu hören und eure Schilderung.

02:28:34: Also wenn ihr da Lieblingsfehler habt, bitte überlegt ob das eine Möglichkeit ist!

02:28:40: Wenn ihr es uns doch lieber schreiben wollt dann schreibt doch bitte euren Lieblinsfehler an lieblingsfehlertpin-ab-docs.de damit wir immer wieder neue Fehler haben.

02:28:51: letztes mal habe ich aufgerufen gerne technische Fehler da sind einige Leute darauf angesprungen.

02:28:55: Ich hätte aber gern trotzdem auch noch wenn ihr technische Marken habt, aber auch jeder andere Fehler darf gerne geschildert werden.

02:29:03: Hallo zusammen!

02:29:04: Mein Name ist Steffen und ich bin Fahrradführer Anastasie, wohne in Rheinland-Pfalz und freue mich euch heute mal ein Lieblingsfehler präsentieren zu dürfen.

02:29:12: Der Lieblungsfehler hat sich im Rahmen der Weiterbildung an einem Maximalforsorge abgespielt.

02:29:17: Ich war damals auf der Intensivstation eingearbeitet kurz vor Corona Und der Fall hat sich am ersten Lockdown abgespielt.

02:29:26: Neben den normalen Intensivstationen hatten wir eine so genannte PAKU, post anesthesia care unit also kurzzeitintensiv station die in den OP-Bereich integriert war.

02:29:36: Die hatte damals neuen Betten.

02:29:39: das besondere war dass der Arzt der PAKO gleichzeitig auch für den Auffahrraum zuständig war er nebenher noch mal sechzehn betten hatte.

02:29:46: man hatte durchaus genug zu tun.

02:29:49: und so kam es da sich an diesem tag nachdienst hatte Da auf der PAKU die Übergabe von meiner Kollegin bekommen habe.

02:29:56: und eigentlich war es so, dass man den Offerraum immer nur so in dem her erzählt hat.

02:30:00: Ja da liegen ein paar Patienten, denen geht's aber eigentlich allen gut.

02:30:04: Und dann erzählte mir die Kollegin, von der ich die Übergabe bekam noch ja dahin eine Ecke, da liegt auch seine Patientin Die braucht noch bisschen Zeit, die hat noch ein bisschen katastrophische Lamine laufen und die wird sich aber geben und da hätte ich eigentlich hellhörig werden müssen.

02:30:20: Zum Glück kam an dem Abend noch die Ohrärztin der Intensivstation vorbei und die meinte, ach komm lass uns doch mal durch den Auffahrraum gehen.

02:30:27: Und so habe ich mit der Kollegin dann noch im Auffahraum Visite gemacht und dann kam mir zu besagter Patientin und die besagte Patientin war aus einem externen OP-Bereich zu uns verlegt worden, hatte eine Wirbelsäulen, chirurgische Grunderkrankung, hatte ne Spondyloliszitis, die war schon vor einigen Tagen Dekomprimiert worden und hatte jetzt eine Wundheilungsstörung im LWS-Bereich entwickelt.

02:30:52: Und da heute eine wundere Vision erhalten.

02:30:56: Die Patientin ist mit laufendem Nordadrenalin Perfusor zu uns verlegt worden, als wir die in diesem Moment gesehen haben, hat er diesen Perfuser noch auf Nullkommar ein, Bürogramm pro Kilogramm pro Minute laufen war wach.

02:31:13: aber so richtig gut gefiel sie uns nicht.

02:31:16: Sie war recht blass und es bestand eine Sprachbarriere, das hat das Ganze nicht einfacher gemacht.

02:31:21: Das zu evaluieren.

02:31:22: aber wir kamen über ein okay.

02:31:25: die gefällt uns nicht.

02:31:26: Wir nehmen die Patientin aus dem Auffachraum rüber und legen sie auf die Packung rüber.

02:31:30: da hatten wir noch rein mit.

02:31:31: Und genau das habe ich dann mit der Oberärztin besprochen und hab das so mit der Pflege kommuniziert.

02:31:36: und die Pflege hat das dann in die Wege geleitet werden.

02:31:39: dessen musste ich mich nach um die anderen Patienten auf der auf der Packung kümmern und nach einiger Zeit kamen die Patientinnen auf der PAKU an.

02:31:47: Und in der Zwischenzeit musste die Genohradrenalin-Dosis nochmal verdoppelt werden, auf nur Komma zwei Mikrogramm pro Kilogramm Promine Ute und sie sah jetzt mittlerweile echt schlecht aus.

02:31:58: Sie war auch agitiert und unkooperativ und es musste was getan werden und dann habe ich mich entschlossen, ihr einen atrellen Drucküberwachung anzulegen Hat nicht so richtig gut funktioniert, weil sie auch so agitiert war und dann war sie adipös und überwässert.

02:32:22: Und ja ich habe schlecht getastet es war alles schlecht.

02:32:26: Von daher musste ich mir das Ultraschallgerät holen.

02:32:29: der Kollege von der Pflege hat in der Zwischenzeit alles alles gerichtet per Fusor an die atriere Druckmissung vorbereitet.

02:32:36: und was war dass?

02:32:39: Wir hatten eine EKG-Überwachung, die Sauerstoffsättigung hat nicht gut abgeleitet.

02:32:44: Das habe ich auf die Bewegungsartifakt zurückgeschoben.

02:32:47: und auch die nicht invasive Blutdruckmessung hat auch nicht vernünftig gemessen.

02:32:51: Die hatte auch nur Quatsch oder gar nichts gemessen.

02:32:55: das habe ich aber alles in dem Moment, doch hektisch im Moment auf die Bewegung der Patientin geschoben.

02:33:03: So kam es dass sich diese Ultraschall kontrollierte oder mit Ultraschall gesteuerte Funktionen vorgenommen habe und ich hatte ein super Bild.

02:33:11: Mit der Nadel war ich sowas von Intravasal, ich hab gedacht perfekt aber es kam kein Boot zurück, dann dachte ich verdammt jetzt hast du zu lange rumgeprokelt jetzt ist die vielleicht nie die Nadel vielleicht zugeklottet, Nadel raus neun Nadel genommen selbe Spiel perfektes Bild im Ultrashall so was von Intravazale Lage keinen Rückfluss mich aus Einfach mal als Versuch den Draht genommen, versucht vorzuschieben.

02:33:35: Ging guter Weich rein.

02:33:36: Wunderbar!

02:33:38: Nade raus, Katheter rein festgeklebt, angenäht wie auch immer... Als das arterielle System angeschlossen war und wir genullt hatten.

02:33:53: viel ist uns dann auf dass der Druck nur bei vierzig zu zwanzig war was mir ja auch nicht aufgefallen war, weil die Patientin vorher sehr agitiert war, auf einmal sehr ruhig war.

02:34:03: Ja, und trotz einer Steigerung der Kategorien- Dosierung, fragt zu den Adrenalinboli ist die Patientin nicht gekommen.

02:34:13: Hat sich im Infekt in der PIA befunden und von daher mussten wir da anfangen zu renimieren.

02:34:18: Dann ist das Renimationstheben gerufen worden.

02:34:21: Der Oberarzt kam noch vorbei.

02:34:22: Wir haben eine halbe Stunde die Patientinnen reanimiert aber man musste nach einer halben Stunde das Ganze frustran einstellen.

02:34:31: Was war vermutlich passiert?

02:34:33: Die Patientin hat vermutlich im Rahmen der OP sceptisch eingeschwemmt und einen frühen sceptischen Schock entwickelt.

02:34:42: Das war so die Grundgeschichte, dieser Fall ist dann am Ende auch in einer M&M-Konferenz aufgearbeitet worden.

02:34:53: Ist auch gut aufgearbeitete worden gar nicht mit dem Fokus jetzt auf meine arteriale Funktionen oder vielleicht diese einige Minuten verzögerte Realisierung dieses Low Flow Zustandes, sondern insgesamt passt das Schweizer Käse-Schreibenmodell ziemlich gut auf diesen Fall.

02:35:13: Es sind viele Fehler entlang des Behandlungsweges kleine individuelle Fehler passiert die sich dann am Ende halt auch summiert haben und zu dieser Situation geführt haben.

02:35:23: ist in der Konferenz unter anderem aufgearbeitet worden Mikrobiologische Befunde aus der ersten OP, nicht in die weitere antinfektive Therapie eingeflossen sind und die Patientin deswegen nicht das ideale Antibiotikum erhalten hat.

02:35:37: Auf der Normalstation sind einige Antibiatikgaben nicht dokumentiert gewesen wo man dann auch davon ausgehen muss dass da diese Gaben auch nicht passiert sind.

02:35:48: Dann ist die Patientinnen die mehrere Wiederholungsnarkosen nach der ersten OP hatte vermutlich auch im OP unterschätzt worden.

02:35:57: Er hatte nur zwei periphere Zugänge und die Tatsache, dass sie am Ende der OP noch kategorienpflichtig war ist auch nicht kritisch hinterfragt worden sondern einfach abgetan worden mit ja, die brauchen noch Volumen, die braucht noch Zeit und dann hat man sie in den Zentral-OP-Auffachraum verlegt bei Ankunft im Aufachraum.

02:36:18: Sie kamen nachmittags an.

02:36:20: Die Patienten sind auch unterschätzt worden.

02:36:22: Auch unter dieser Annahme, sie seien auf Volumen bedürftig.

02:36:24: Ach ja?

02:36:25: Liegt die mal hinten in die Ecke, dann geben wir der noch Zeit und so.

02:36:28: Und sie ist halt in der Zeit nicht besser geworden.

02:36:30: Sie hat auch im Auffahrer ... Als ich sie gesehen habe, war sie bereits vier Stunden im Aoffahrraum, hat sie keine ... Erwierung von einem Mikrobiologischen befunden bekommen, keine Antibiotika-Gabe erhalten.

02:36:43: So konnte diese Sepsis natürlich breiter hin vor sich.

02:36:47: Vorsicht hinwachsen, vorsicht hinblühen wie auch immer.

02:36:51: Und gut dann am Ende dass ich da die zwei drei vier fünf Minuten nicht realisiert habe das meine frustran oder zunächst gedacht frustranen Funktionsversuche gar nicht frustran war sondern ich eigentlich im Gefäß war aber die Parzellen einfach keinen Ausruf generiert hat und deswegen auch kein Blut aus der Arterie

02:37:16: kam.

02:37:17: Das ist der Fall.

02:37:18: Es hat mich doch auch noch längere Zeit beschäftigt, auch trotz dieser M&M-Konferenz, was ich bei der M&m Konferenz ganz spannend fand war wie die Intensivseite und die OP Anästhesiehseite sich dann doch gegenseitig versucht haben den Schwarzen Peter zuzuschieben wer da jetzt den Hauptfehler begangen hat.

02:37:41: das ist aber von der Moderation gut moderiert worden.

02:37:45: Also es war keine schämen Blame Kultur, sondern es war eigentlich konstruktiv dass man da am System arbeitet wie man in Zukunft solche Fehler verhindern kann.

02:37:55: das fand ich eine gute Sache.

02:37:59: Ich habe für mich mitgenommen dieser Tunnelblick den ich in dem Moment hatte Dass echt mächtig ist und ich versuche bei mir selber zu erkennen wenn im Tunnelblick bekommen und dann meine Fokussierung auch so individuelle Interventionen kurz wie möglich zu halten.

02:38:19: Das ist nur der Versuch, das kann man nicht abschalten, das ist irgendwo in uns auch darin.

02:38:26: aber ich glaube wenn man weiß dass man auch anfällig dafür ist dann kann man besser damit umgehen und vermutlich früher mehr Hilfe zu aktivieren.

02:38:39: Am Anfang mit einem Kollegen von der Pflege haben wir da zusammen alleine gekämpft, aber hätte man auch früher vermutlich nach Hilfe rufen können.

02:38:49: Und obwohl es wie sie war, hätten vermutlich auch mehr Kollegen dazustoßen können um uns zu helfen.

02:38:58: Das waren mein Fehler.

02:39:01: Ja

02:39:02: viel Grüße!

02:39:06: Ja, Steffen.

02:39:06: Vielen vielen Dank für die ehrliche Schilderung deines Fehlers und du hast dir ganz viel schon selbst eingeordnet von dir selbst und durch die M&M-Konferenz.

02:39:16: Ich finde das eure M&m Konferenz das genau richtig gemacht hat weil ein Fokus auf Du hast auf dich zu legen dass du bei der Anlage hättest vielleicht zwei Minuten früher merken müssen Dass die Patientin schlecht ist wäre der falsche Weg gewesen und wäre auch keine effektive Konferenz.

02:39:38: Weil du hast dir erkannt, dass die Patientin kritisch ist.

02:39:40: Deswegen wolltest du ja eine Arterie legen um sie besser überwachen zu können.

02:39:45: Und das man in dem Moment gerade wenn es denn nicht so einfach klappt vielleicht das ein bisschen aus dem Fokus gerät... ...und man nicht so gut sieht.

02:39:59: also dass man halt einen Fixierungsfehler hat.

02:40:01: Man ist halt fixiert auf die Maßnahme Und da ist glaube ich schwer rauszukommen.

02:40:07: Eine Möglichkeit ist natürlich, wenn man eine zweite Person hat das zu machen.

02:40:12: Dann hast du ja auch beschrieben SPO-Zweikurve war schwierig.

02:40:15: Das wäre sonst immer so meine Lösung gewesen.

02:40:17: Wenn ich in der SPO zwei Kurve habe, hab' ich noch einen Druck aber die war vorher schon schwierig und schwierig abzuleiten was sich wichtig finde Was glaube ich bei euch in der M&M Konferenz nicht aufgearbeitet wurde ist dass was Du beschreibst was ich ganz typisch finde, die Leute sind rödlich wenn es ihnen schlecht geht und wenn diese rödeligen Leute still werden dann hast du ein Problem.

02:40:45: Und ganz oft kommt dieses Rödlinge bevor die irgendwie einbrechen.

02:40:50: Ganz oft wird das als Delir abgetan oder fehlinterpretiert oder der eh schon dilerante Patient ist noch unruhiger und muss insidiert werden.

02:41:02: Und wir gucken gar nicht, vielleicht ist er auch hypoxisch?

02:41:05: Vielleicht ist es auch hypoton?

02:41:07: Ich glaube das ist auch ein Grund warum Delia die Sterblichkeit so sehr erhöht dass diese Patienten einfach nicht mehr so ernst genommen werden weder auf Periphera Stationen noch auf den Überwachungsstationen.

02:41:20: Zu der Nichtbeachtung der Antibiotika kann man natürlich jetzt wenig sagen ohne genau keinem Spektrum zu kennen Aber natürlich gehört es in die Aufgabe des operativen Teams, wenn da vorher Antibiogrammbefunde da sind.

02:41:39: Besonders wenn sie aus dem OP-Gebiet sind, die zu sichten und ein sinnvolles Antibiotikkonzept aufzustellen, am besten mit dem ABSler zusammen.

02:41:49: Ich möchte bei diesem Fall mal eine parallele ziehen – und zwar zu Elaine Bromley Weil im Endeffekt ist es ja sehr ähnlich.

02:41:58: Selbst wenn jemand zweites mit dabei gewesen wäre, vielleicht hätte der dann auch noch versucht irgendwie da mit zu helfen und hätte nochmal irgendwie geguckt ob man Gain auf dem Sonogerät oder so verändern kann um doch eine bessere Visualisierung zu machen.

02:42:13: Also selbst das... Da ist man nicht vorgefeilt.

02:42:16: so ne Situation zu haben und den Fixierungsfehler trotzdem zu machen, auch wenn mehrere Personen da sind Am Ende Kann man Torben glaub ich nur zustimmen, dass es eigentlich nie was bringt.

02:42:27: Vor allen Dingen wenn man selbst schon einen Fehler bei sich erkannt hat dann noch alles darum zu drehen sozusagen wie hätte ich in der Situation mich verbessern müssen?

02:42:39: das macht man glaube ich selbst schon.

02:42:41: aber das braucht man jetzt nicht zwingt nochmal von außen vorgehalten zu bekommen beziehungsweise irgendwie so inquisitionsmäßig.

02:42:49: Das wäre glaube ich genau der falsche Weg weil man da irgendwie Gefahr läuft eher dann dazu neigt irgendwie noch hinterher insuffizienter zu arbeiten als vorher.

02:42:59: Also genau richtig, dass man da alle strukturellen Dinge auch mit aufarbeitet.

02:43:03: Genau und eine Fehlervermeidung kann ja auch nur strukturell sein.

02:43:06: ich meine das einzige was mir bei deinem Fehler jetzt strukturer spontan einfällt also jetzt zu der Anlage der Arterie wäre wenn ich eine Arterianlege Mach ich auch zumindest eine fünfminütige Blutdruck-Messung an, weil ich ja wissen will wie ist der Blut druck während der Arterienanlage.

02:43:27: Aber ob man das wirklich braucht wenn man zu einer grafisch gut darstellen kann?

02:43:35: Ich möchte noch was dazu sagen dass ihr beide gerade gesagt habt Dana und Torben.

02:43:39: Ich glaube, was ich persönlich für mich Mitnehmer aus diesem Lieblingsfehler und ich habe mich in solche Situationen selber auch schon rein manövriert ist.

02:43:49: Dass wenn ich merke dass eine manuelle Maßnahme doch schwieriger ist als erwartet und der Patient so kritisch ist das er diese Maßnahmen diesen Moment braucht dass es sich lohnt noch ne zweite Person dazu zu holen Und ganz bewusst den Auftrag dieser zweiten Personen Zu geben diesen Patienten weiterzumonitoren zu sagen hey Die Patientin ist nicht gut.

02:44:11: Du kümmerst dich jetzt weiter um den Kreislauf und die Patientin, damit ich mich nur auf der Theorie konzentrieren

02:44:17: kann.".

02:44:17: Und das auch wirklich bewusst so zu kommunizieren?

02:44:20: Das muss ja noch nicht mal ein ärztlicher Kollege oder eine ärztliche Kollegin sein, sondern das kann genau so gut auch ne Pflegekraft machen.

02:44:27: Das wird

02:44:29: im klinischen Alltag viel häufiger sein also dass es ne Pflegel

02:44:32: gibt.

02:44:32: Voll!

02:44:33: Aber ich glaube im Team da halt einmal drüber zu kommunikieren... Am Wochenende hatte ich Neffdienst und wir haben sehr lange über Team Lead bei den Rehas diskutiert.

02:44:43: Und darüber halt, ob Notärzte gleichzeitig intubieren sollten und den Lead haben sollten.

02:44:49: Hier bei uns wird es in der Regel so gelebt dass einer von den Rettungssanitätern weiter den Lead macht während dem der Notarzt sich eben zum Beispiel um die Intubation kümmert.

02:44:59: Und ich finde das sehr angenehm, weil ehrlich gesagt gerade wenn die Intubation schwierig ist dann hat man ja genau dieses Problem was in diesem Lieblingsfehler eben beschrieben wurde nämlich dass man alles andere aus den Augen verliert.

02:45:12: Absolut absolut also.

02:45:14: ich glaube auch dass man den Lied abgeben sollte bei kritischen Maßnahmen

02:45:20: Ja und ich glaub es gilt halt nicht nur für dir eher sondern das gilt eben für kritische Patienten jeglicher Art dass man eigentlich noch eine zweite Person braucht klinisch auf den Patienten achtet.

02:45:32: Ja, das ist glaube ich ein guter Hinweis, den man mitnehmen kann dass man auf jeden Fall vielleicht sowas wirklich etabliert eine zweite Person die man genau dafür abstellt und die auch nicht dir noch über die Schulter guckt sondern Zweifel wechselt man sich halt ab wenn du selber nicht hinkriegst.

02:45:49: oder so ja gute Idee

02:45:53: Gut

02:45:55: Ich möchte am heutigen Aufnahmedatum, dem zwölften Mai.

02:46:00: Am Tag der Pflegenden einmal ganz viel Liebe an alle pflegekräfte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen noch herkömmliche Krankenschwestern wie sie sich teilweise auch selbst gerne nennen deswegen benenne ich das jetzt auch hier so und natürlich auch aller anesthesietechnischen AssistentInnen Unsere ganzen vielen, vielen wunderbaren Menschen die mit denen wir tagtäglich zusammenarbeiten einmal ganz viel Liebe raus senden.

02:46:28: Und gerade an so einem Tag ist das finde ich was einfach nochmal ein Kommentar wert.

02:46:34: deswegen Wir sehen euch und vielen Dank für eure Arbeit.

02:46:38: Ich stelle meine Anesthesivpflegekraft immer so vor wenn ich zum Patienten gehe und dass es XY Die passt auf dass ich keinen Quatsch mache Und dann lachen genau den Lachen immer alle und ich denke ihr wisst gar nicht wie er zieht das mein.

02:46:54: Ja, ja, ich auch.

02:47:01: Ja.

02:47:03: Genau also genau.

02:47:05: vielen Dank Dana und viel Liebe!

02:47:09: Ja

02:47:11: gut

02:47:12: schön haben wir jetzt alle Code Wort Wörter?

02:47:16: Nein

02:47:16: wir brauchen

02:47:16: noch ein Code Wort für den Lieblingsfehler.

02:47:19: Dann nehmen wir doch bitte Pflegeliebe.

02:47:23: Pflegeliebe?

02:47:24: In einem Wort!

02:47:25: Ja, in einem Wort alles durch.

02:47:27: Pflegelieb.

02:47:30: Und damit sind wir am Ende der Mai-Folge von den Pinup-Docs Folge neunundachtzig... Was ist das denn?

02:47:43: Dein Pinup Docs war interessant.

02:47:50: Ich bin Stocknüchtern.

02:47:52: Der Maifolge von den Pin-Up Dogs, vielen Dank fürs Tour und ich hoffe es hat euch gefallen!

02:47:57: Wenn es euch gefallen hat dann lasst uns doch ein Sternchen oder ein Herzchen bei den gängigen Podcasts anbietern da haben.

02:48:03: wenn es euch besonders gut gefallen habt werft uns unter www.

02:48:06: pin minus abminusdogs.de Unter dem fördern Button in den Hut was immer ihr für richtig haltet.

02:48:12: Wenn ihr CME Punkte haben wollt habt ihr jetzt hoffentlich vier Kotwörter.

02:48:16: Die gibt ihr in das CME-Formular auf unserer Homepage ein und könnt dann zusammen mit eurer Fortbildungsnummer die CME Punkte ergattern beziehungsweise einen PDF bekommen, wenn Ihr Fachpersonal seid.

02:48:31: Und wenn Ihr das macht, werft uns doch bitte was in den Hut damit wir das Projekt weiter so am Leben erhalten können!

02:48:37: Wenn Ihr Kommentare habt, bitte schreibt uns, sie werden alle gelesen, die werden alle beantwortet besonders wichtig halten.

02:48:46: Aber uns ist das sehr, sehr wichtig dass wir mit euch im Austausch sind und auch von euch was lernen.

02:48:53: Gut!

02:48:54: Viel Spaß beim Gewinnspiel

02:48:56: und

02:48:56: viel Erfolg.

02:48:57: Und damit schließe ich mit den Worten Pinup Dogs Don't Panic.

02:49:02: Und immer zuerst in eigenem Puls führen.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.